17. Entenrennen 

Mit dem Hinterteil als Erste ins Ziel

Insgesamt 5000 Plastikenten haben sich gestern auf der Wümme in den Rotenburger Nödenwiesen ein spannendes Rennen geliefert. - Foto: Goldstein

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. Beim 17. Entenrennen der Rotarier Wümmeland und Rotenburg am Sonntag auf der Wümme, hatte die Plastikente mit der Nummer 1377 den Schnabel beziehungsweise – ganz genau genommen – das Hinterteil – vorn. Sie bescherte dem Käufer mit der identischen Losnummer nun einen kostenlosen, einwöchigen Aufenthalt in Italiens Hauptstadt Rom.

Es war kein leichtes Unterfangen, in die richtige Strömung zu gelangen. Denn der Fluss führte nur wenig Wasser. Einige Enten blieben dabei auf der Strecke und verfingen sich schon früh im Ufergras. Die Strömungsgeschwindigkeit ließ aber dennoch ein schnelles Rennen zu. In nur 20 Minuten erreichten die ersten Plastiktiere das Ziel. Die zweitbeste Zeit in der Geschichte der Veranstaltung.

Nur knapp hinter dem Sieger kam die Ente mit der Nummer 4.153 ins Ziel. Der Losbesitzer erhält ein „iPad Air 2“ von Apple. Den dritten Platz belegte Ente Nummer 4 .687 und bringt dem Käufer 500 Euro in bar.

Zuvor hatte die neue Deutsche Kartoffelkönigin Anna Lucia Richter gemeinsam mit Michael Schwekendiek, der wieder einmal mit seiner humorvollen Moderation die Zuschauer begeisterte, das Rennen im Bereich der Nödenwiesen am Ronolulu gestartet. Menschen mit Entenköpfen aus Pappe vom „Rotenburger Entenorchester“ mischten sich unter die Besucher und trieben ihren Schabernack.

Während des Countdowns hingen die 5. 000 Plastiktiere in einem Segeltuch in Höhe der Flussmitte am Greifarm eines Baggers. Bei „Null“ öffneten die Helfer auf dem Kran das Tuch und schickten die Enten auf den kurvenreichen Rennabschnitt bis zur Amtsbrücke. Mehrere Hundert Schaulustige verfolgten das Rennen vom Ufer aus und begleiteten die Plastiktiere bis ins Ziel. Sie erlebten ein spannendes Rennen, denn es gab einige Anwärter auf den Sieg, die sich etwas vom Hauptfeld abgesetzt hatten.

Den Zieleinlauf an der Amtsbrücke kommentierte Schwenkendiek und machte dabei so manchen Sportreporter alle Ehre. Insgesamt 150 Enten kommen in die Wertung und die Besitzer erhalten Preise. Nach der Auswertung aller Siegerenten sind Gewinnernummern des Rennens auf der Internetseite der Rotarier mit Namen und Nummer einzusehen. Die eigentlichen Gewinner des Rennens sind allerdings andere – unter anderem die Kinder der Schule in Ejaji (Äthiopien). Dort werden dringend sanitäre Einrichtungen gebraucht, damit ein Mindestmaß an Hygiene eingehalten werden kann. Zudem soll in der Schul-Bibliothek eine Leihbücherei eingerichtet werden, die die Schüler mit Unterrichtsbücher versorgt. Weiterhin wird vom Erlös des Entenrennes (25 .000 Euro) die Berufsausbildung in Ghana (Afrika) gefördert werden.

17. Enten-Rennen in Rotenburg

Zudem sollen in Rotenburg Geldmittel für die Sucht- und Gewaltprävention, Naturerziehung und Vermittlung von Medienkompetenzen zur Verfügung gestellt werden.

Mehr Infos gibt es hier.

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