Wo ein Schulbuch unerschwinglich ist 

Rotenburger Rotarier investieren Erlös des Entenrennens in Äthiopien

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Durch die Entenlose reichte das Geld auch noch für viele Schultische.

Rotenburg - Von Michael Schwekendiek. Seit Jahren engagieren sich die beiden Rotenburger Rotaryclubs für Hilfsprojekte in Äthiopien. Vor allem mit dem Erlös des Entenrennens, zu dem mehr als 5000 Loskäufer beigetragen hatten, kann was bewegt werden. Im vergangenen Jahr planten die Klubs die Einrichtung einer Schulbibliothek in Ejajii, West-Äthiopien. Jetzt ist dieses Projekt abgeschlossen, die Bibliothek steht, und zusätzlich konnten noch etliche Schultische angeschafft werden.

1800 Schüler werden an der Schule in Ejajii unterrichtet. Das geht, weil die Schulgebäude, mit einfachen Lehmwänden und Wellblechdächern errichtet, viel zu klein sind, nur in zwei Schichten: 900 Schüler vormittags, 900 nachmittags. Der Schulweg ist oft lang. Manche Kinder müssen mehr als zwei Stunden hin und auch wieder zurücklaufen. Aber Schule ist begehrt! Fast allen Äthiopiern ist inzwischen klar, dass man ohne Bildung nichts werden kann.

Schule ist allerdings auch teuer: Man braucht eine Schuluniform, Hefte und Stifte, um sich überhaupt anmelden zu können. Bücher stellt die Schule im Idealfall. Da die meisten Lehranstalten jedoch kaum oder keine Unterstützung vom Staat erhalten, sieht es da entsprechend erbärmlich aus. Einige behelfen sich damit, dass sie die Schulwände lehrreich bemalen: Seien es eine etwas schiefe Weltkarte, die Abbildung eines menschlichen Skeletts oder mathematische Formeln, die mit bunter Farbe an die Wand gepinselt wurden. Ein richtiges Schulbuch ist ein Schatz!

Mehr als 600 Schulbücher kauften die Rotenburger Rotarier.

Die Rotenburger Rotarier konnten nun einige Klassen mit grundlegendem Material versorgen: Schulbücher, Atlanten, Wörterbücher. Es reichte sogar noch, um zwei Klassen mit Schulbänken auszustatten. Normalerweise sitzen äthiopische Schüler nämlich auf einfachen Holzbalken, vor sich zwei oder drei Latten, die als „Tisch“ dienen. Das sieht jetzt ganz anders aus, denn die Hilfe ist angekommen. Und an der Umsetzung des nächsten Projekts, der Hilfe für Frauen und Mädchen in Äthiopien, wird bereits kräftig gearbeitet.

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