Sinkende Quote zum Ende der Sommerpause

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Monat August niedriger

Rotenburg - „Wie erwartet, ist die Zahl der Arbeitslosen nach den Sommerferien wieder gesunken“, heißt es von Dagmar Froelich, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Stade, in einer Pressemitteilung. „Das trifft auch auf den Landkreis Rotenburg zu“, sagt Heike Sattelmeier von der Agentur für Arbeit Rotenburg.

Zum Agenturbezirk Stade gehören die Landkreise Rotenburg, Cuxhaven und Stade. Von 4050 Arbeitslosen im Landkreis Rotenburg im Monat Juli ist die Zahl auf 3 905 gesunken. Die Arbeitslosenquote lag im August bei 4,4 Prozent – nach 4,5 im Juli.

„Jedes Jahr nach der Ferien- und Urlaubszeit wird wieder eingestellt, was vorher zurückgehalten wurde von den Betrieben“, meint die Arbeitsvermittlerin. Dazu kämen Faktoren wie Ausbildungs- oder Studienbeginn. „Insgesamt ist der Arbeitsmarkt nach wie vor in einer guten Verfassung“, so Sattelmeier. Von den 3 905 Arbeitslosen beziehen 2 440 Arbeitslosengeld II. Das ist ein deutlicher Rückgang, denn von Mai bis Juli lag der Anteil der Arbeitslosengeld II-Empfänger jeweils über 2 470.

Menschen über 50 besonders häufig ohne Job

Das Jobcenter meldet, dass die sogenannte eLb-Quote, also die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten für Arbeitslosengeld II im Verhältnis zur Einwohnerzahl, bei fünf Prozent liegt. Im August 2016 lag diese Quote bei 4,7 Prozent.

Mit 33,3 Prozent ist der Anteil der über 50-jährigen Männer und Frauen ohne festen Job besonders hoch, wobei der Anteil im Vergleich zu Juli gesunken ist. Gleiches gilt für die jüngeren Arbeitslosen: Während im Juli 610 im Alter von 15 bis 25 Jahren arbeitslos waren, waren es im August nur noch 567. Der Stellenmarkt entwickelt sich im Landkreis weiter positiv, meint Sattelmeier. „Derzeit haben wir hier einen Bestand von 1 554 Stellen.“ Während es im Juli einen Zugang von 375 Stellen gab, waren es im August 409. Dabei, berichtet Sattelmeier, mache sich vor allem der Fachkräftemangel bemerkbar. Allerdings werde das Angebot für Umschulungen generell ganz gut angenommen.

„Im September tut sich erfahrungsgemäß einiges“

Die Entwicklung werde sich vermutlich so fortsetzen. „Der September ist erfahrungsgemäß ein Monat, in dem sich nochmal einiges tut“, schätzt Sattelmeier. So kämen einerseits Arbeitslose dazu, die zum Beispiel ihre Ausbildung beendet haben, aber nicht vom Betrieb übernommen werden. Andererseits steige die Zahl der Erwerbstätigen etwa durch einen späteren Beginn der Ausbildung. Auch im weiteren Jahresverlauf rechnet die Agentur für Arbeit mit normalen Schwankungen. Dazu gehöre das Ende des Saisongeschäfts im Oktober.

faw

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