Ende der Überwachungszone

Weiterhin kein Fall von Geflügelpest im Landkreis Rotenburg

Die Geflügelbestände im Landkreis werden bislang von der aktuellen Welle der Vogelgrippe verschont.
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Die Geflügelbestände im Landkreis werden bislang von der aktuellen Welle der Vogelgrippe verschont.

Rotenburg – Nach mehreren bestätigten Fällen von Geflügelpest im Landkreis Vechta hat der angrenzende Landkreis Diepholz reagiert und in Teilen eine Schutzzone eingerichtet. In den betroffenen Gebieten gelte demnach neben dem Aufstallgebot „ein Ausfuhrverbot von Vögeln, frischem Fleisch von Geflügel und Federwild und Eiern“, teilte die dortige Verwaltung mit.

Es sind weitere Fälle der aviären Influenza, die umgangssprachlich meist Vogelgrippe genannt wird, die Experten Sorgen bereiten. Im Landkreis Rotenburg ist aber bislang weiterhin kein Ausbruch verzeichnet worden, teilt Pressesprecherin Christine Huchzermeier auf Nachfrage mit.

Bereits im November waren tausende Tiere in ganz Niedersachsen erkrankt, viele Nutztiere mussten notgeschlachtet werden. In direkter Nähe zum Landkreis Rotenburg war Ende des vergangenen Monats in einem Geflügelbetrieb in Wistedt im Landkreis Harburg die Vogelgrippe festgestellt worden. Die Geflügelpest ist für Hausgeflügel hochansteckend, so das Veterinäramt des Landkreises. „Bei Hühnern und Puten können innerhalb weniger Tage bis zu 100 Prozent der Tiere erkranken und sterben“, heißt es – verbreitet durch ihren Kot oder Schleim und Flüssigkeit aus Schnabel und Augen. Enten und Gänse erkranken oft weniger schwer, die Krankheit führt dort nicht immer zum Tod und könne bei milden Verläufen übersehen werden.

Im Sinne des Seuchenschutzes hatte der Nachbarlandkreis eine Schutz- und eine Überwachungszone eingerichtet. „Letztere lag teilweise in unserem Landkreis“, so Huchzermeier weiter. Denn durch die geografische Nähe des Ausbruchsbetriebs wurde um den Seuchenbestand eine Überwachungszone mit einem Radius von mindestens zehn Kilometern festgelegt. Bereits im Vorfeld waren Halter gewarnt worden, entsprechende Vorbereitungen für eine eventuelle Aufstallungspflicht zu treffen oder ihre Tiere sogar freiwillig drinnen unterzubringen, um eine Übertragung von Wildvögeln zu verhindern. Für einige Bereiche im Altkreis, genauer in Vahlde, Lauenbrück, Stemmen und einem Teil Fintels, gelten die Regeln innerhalb der Überwachungszone seit dem 1. Dezember. Das heißt, Geflügelhalter – das schließt Hobbyhalter ein – die noch nicht beim Landkreis registriert waren, mussten das nachholen. Die Anzeigepflicht gilt auch unabhängig vom Geflügelpestgeschehen, merkt der Landkreis an. Außerdem mussten sie ihre Tiere aufstallen und jede Veränderung im Bestand oder gesteigerte Tierverluste sofort anzeigen, ebenso strikte Desinfektionsmaßnahmen einhalten.

Die Maßnahmen scheinen Wirkung gezeigt zu haben. Denn seit Tötung der betroffenen Herde in Wistedt fielen alle weiteren Proben von untersuchten Tieren in der drei Kilometer umfassenden Schutzzone negativ aus und es wurden auch sonst keine Auffälligkeiten festgestellt. Eine allgemeine Aufstallungspflicht wurde nicht notwendig und nach aktuellem Stand soll die zugehörige Allgemeinverfügung daher zum 5. Januar wieder aufgehoben werden, teilt Huchzermeier mit.

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