Rund 150 Gäste besichtigen das neue Heim der Rotenburger Kreiszeitung

Einweihungsfeier im Zeichen der Pressefreiheit

MK-Verlagsleiter Frank Schmid stellt klar: Die Kreiszeitung ist wieder da, wo sie schon immer war. - Foto: Menker

Rotenburg - Von Sophie Filipiak. Presse- und Meinungsfreiheit – diese beiden Themen bestimmten am Freitag die Einweihungsfeier des Neubaus der Mediengruppe Kreiszeitung. Rund 150 Gäste aus Politik, Presse und Wirtschaft hatten sich in der Fußgängerzone versammelt, um gemeinsam nicht nur das neue Gebäude in Augenschein zu nehmen, sondern auch das besondere Kunstwerk vor der Geschäftsstelle.

Die Begrüßung übernahm Frank Schmid, Geschäftsführer der Mediengruppe. „Wir sind an den Ort zurückgekehrt, wo wir eigentlich schon immer waren“, erklärte er. Der Neubau sei daher von besonderer Bedeutung sowohl für die Kreiszeitung als auch für die Stadt Rotenburg. In dem neuen Gebäude sind zum einem die Kreiszeitung, die Rundschau, der Setzkasten sowie die Geschäftsstelle untergebracht, zum anderen hat der Rewe-Markt dort sein Domizil – „eine zweifache Bereicherung für die Innenstadt“, so Schmid. Viele hätten sich an dem Projekt beteiligt: Die Planungsgemeinschaft Nord, die Handwerker, die alles rechtzeitig die Räume fertiggestellt haben und die Stadt Rotenburg. Aber nicht nur die Einweihung des Medienhauses stand im Mittelpunkt, sondern auch das neue Kunstwerk des Bildhauers Amir Omerovic. „Die Meinungsfreiheit, die diese Skulptur verkörpert, ist das Lebenselixier sowohl für unsere Mediengruppe als auch für die Gesellschaft“, betonte der Geschäftsführer und gab das Wort an Bürgermeister Andreas Weber (SPD).

„Die Kreiszeitung befindet sich mitten im Herzen Rotenburgs“, erläuterte der Verwaltungschef. Weber hatte aber nicht nur seine Rede mitgebracht, sondern auch ein Einweihungsgeschenk: Ein roter Federkiel, der passend zum Grundtenor der Veranstaltung, die Meinungs- und Pressefreiheit versinnbildlichen soll. Die rote Farbe symbolisiere, wie viele sich für diese Grundrechte schon eingesetzt hätten, so Weber. An den anwesenden Zeitungsverleger Dirk Ippen – den „Medienmogul“, wie er ihn nannte – gewandt, äußerte er den Wunsch, dass das auch in Zukunft so weitergehe.

Der Bezeichnung von Weber widersprach Ippen sofort danach in seiner Ansprache. „Ich bin kein Medienmogul, ich bleibe auf dem Teppich“, meinte er. Er erinnerte sich, dass er 1971 zum ersten Mal in die Kreisstadt gereist war: „Damals stand hier noch eine Konditorei mit sehr leckerem Baumkuchen.“ Er wolle aber nicht in der Vergangenheit verweilen, sondern auch mit Zuversicht nach vorne blicken. „Denn die vielen charmanten jungen Mitarbeiterinnen sollen ja auch in Zukunft noch einen Job haben“, erklärte er mit einem Schmunzeln. Die lokale Zeitung sei im digitalen Zeitalter, in denen über das Internet viele Informationen, aber auch Falschmeldungen verbreitet werden, besonders wichtig. „Der Sinn unserer Arbeit ist die Wahrhaftigkeit.“ Zum Schluss überreichte Norbert Behrens von der PGN Ippen und Schmidt den symbolischen Schlüssel zum Gebäude – „damit Sie überhaupt reinkönnen“.

Einweihung des neuen Pressehauses in Rotenburg

 

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