Flüchtlinge prägen Arbeitsmarkt im Kreis

Einfluss in beide Richtungen

Im Landkreis Rotenburg sieht die Arbeitslosenquote gut aus. - Foto: Menker

Rotenburg - Von Matthias Röhrs. Am unteren Ende angekommen sieht Oliver Lemke den Arbeitsmarkt in der Region. Angesichts einer niedrigen Arbeitslosenquote von 4,5 Prozent (3 941 Menschen) im Landkreis Rotenburg ist der hiesige Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit sichtlich angetan. „Fast könnte man von Vollbeschäftigung sprechen“, sagt er. Nach unten gehe nicht mehr viel. Im Februar lag die Quote noch bei 4,6 Prozent.

Eine Entwicklung, die auch der Flüchtlingssituation geschuldet sei. „Sie schafft Jobs“, so Lemke – in Verwaltungen, in der Betreuung und anderen Branchen. „Bei uns suchen gerade die Sicherheitsdienste verstärkt Personal“, bestätigt Nina Mikoleit vom Jobcenter.

Nach unten geht nicht mehr viel. „Dafür kann es auch schnell nach oben gehen“, gibt sich Lemke realistisch. Und auch hier sind es die Flüchtlinge, die das Ruder rumreißen können, da die Agentur für Arbeit für arbeitslose Neuankömmlinge während der Asylverfahren zuständig ist. Die Anzahl der „Neukunden“ hier ist nicht vorhersehbar. Diesen Sachverhalt kennt man im Jobcenter schon seit einiger Zeit. Nach einem positiv ausgehenden Asylverfahren sind es Mikoleit und ihre Kollegen, in dessen Obhut der Flüchtling kommt. Dabei sei es schwer einzuschätzen, wie viele es am Ende tatsächlich sind und ob sie überhaupt im Landkreis bleiben oder in eine andere Region gehen.

In den vergangenen Monaten stieg die Zahl der ausländischen Leistungsberechtigten schnell an. War der Zuwachs anfangs noch verhalten, kämen jetzt „monatlich um die 30 Personen mehr“, so Mikoleit – so ist dort im März die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent auf 817 Personen gestiegen. Mikoleit: „Wir gucken ein bisschen in die Glaskugel.“

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