Eine ungewöhnliche Premiere

MdB Kathrin Rösel steckt nun in ihrem ersten Wahlkampf

+
Kathrin Rösel sucht die Nähe zu den Bürgern in ihrem Wahlkreis, den sie zwar schon in Berlin vertritt, in diesem Jahr aber erstmals um Wählerstimmen werben muss.

Rotenburg - Von Guido Menker und Farina Witte. Kathrin Rösel fühlt sich gut aufgehoben. Nicht nur in der CDU, sondern auch in den Gemeindeverbänden ihres Wahlkreises Rotenburg I / Heidekreis. „Von den Mitgliedern und Unterstützern kommen viele Ideen und Eigeninitiativen“, sagt die Christdemokratin. Eine Politikerin, die zurzeit eine eher ungewöhnliche Premiere feiert: Zwar sitzt sie schon im Deutschen Bundestag, aber einen eigenen Wahlkampf hat sie bislang noch nicht mitgemacht.

Kathrin Rösel ist als Nachrückerin für Reinhard Grindel ins Parlament gekommen. Um aber dieses Mandat auch zu behalten, muss sie nun die Wähler von sich überzeugen. „Etwas aufgeregt bin ich schon“, sagt sie, viele Dinge ließen sich schlecht bewerten und einschätzen.

1000 Hausbesuche seit Januar

Der Wahlkampf geht in seine heiße Phase – auch für Kathrin Rösel. Zurzeit hat sie ihren Sohn Jonathan an ihrer Seite. „Mutti 4 Bundestag“ steht auf seinem Polo-Shirt. Der junge Mann nutzt die Semesterferien, um Farbe zu bekennen und zu helfen, wo er nur kann. „Wir sind schon mittendrin im Wahlkampf“, sagt Rösel – der habe begonnen, als die Plakate noch gar nicht hingen. „Seit Januar habe ich schon mehr als 1000 Hausbesuche absolviert.“ Die seien eines der Instrumente, von denen Kathrin Rösel sehr überzeugt sei. Sie suche ganz bewusst den direkten Kontakt zu den Menschen.

„Ich kann in Berlin nur gute Arbeit machen, wenn ich aus meinem Wahlkreis etwas mitnehme“, erklärt sie ihren Ansatz. Diesen direkten Draht suche sie aber nicht nur während des Wahlkampfes. Es gehe dabei eben nicht darum, für sich zu werben.

Die Förderung des ländlichen Raumes, der Schutz der Menschen, wenn es ums Fracking geht, die innere Sicherheit, Bildung, Infrastruktur, Landwirtschaft oder „SuedLink“ – die Bandbreite der Themen, die Kathrin Rösel im Fokus hat, ist groß. „Ich habe da ja immer zwei Hüte auf“, so Rösel. Zum einen gehe es um Kommunalpolitik, aber als Abgeordnete in Berlin gehören eben auch Bundesthemen dazu. Ein ständiger Bestandteil ihrer Arbeit seien daher auch Besuche in hiesigen Unternehmen. Das sei wichtig, um bei Gesetzesabstimmungen im Bundestag richtig entscheiden zu können. Durch diese Besuche hat sie auch ein weiteres Schwerpunktthema herausgefunden: den Fachkräftemangel. „Wenn ich vor allem handwerkliche Betriebe besuche, geht es immer wieder um den Fachkräftemangel und fehlende Auszubildende“, berichtet die Christdemokratin. Diese Probleme zu lösen, sei eine Gemeinschaftsaufgabe von Politik und Wirtschaft.

Großen Spaß bereiten Gespräche in kleiner Runde

Der Wahlkampf: Für Kathrin Rösel eine neue Herausforderung in eigener Sache. Hausbesuche, Info-Stände, Stippvisiten in Betrieben und Einrichtung, Podiumsdiskussionen und Auftritte mit „prominenten“ Kollegen aus der CDU: Das alles gehört dazu. Trotz des vollen Terminkalenders mache ihr der Wahlkampf bisher Spaß. Spannend fand sie vor allem die kleinen Runden bei Bürgern zu Hause. Dafür hatte sie auf ihrer Internetseite geworben. „Kürzlich war ich bei einer Lehrerin, und da waren dann entsprechend auch Gäste aus dem Bildungssektor. Da sind die Themen natürlich klar“, berichtet die Politikerin. Während sie solche Termine eher auf sich zukommen lässt, bedürfen andere, wie Reden oder Podiumsdiskussionen, deutlich mehr Vorbereitung. Gerade Podiumsdiskussionen gebe es bei diesem Wahlkampf viele. „Einige Schulen, aber auch verschiedene Institutionen haben Diskussionen organisiert. Das find ich wirklich toll.“

Auch die sozialen Medien sind nicht zu unterschätzen, erklärt sie. „Aber dabei bediene ich ausschließlich Facebook.“ Der Stellenwert des Mediums sei sehr hoch, die Leute schauten sehr genau hin und sorgten für Rückmeldungen. Aber Kathrin Rösel gibt zu: „Manchmal muss ich mich selbst daran erinnern, es zu bedienen.“ Häufig findet sie aber auch erst am Abend die Zeit, um bei Facebook über ihre Termine des Tages zu berichten. Zwar unterstützen die Politikerin auch ihre Mitarbeiter bei dem Befüllen ihrer Onlineauftritte, aber vieles möchte sie selbst machen – passend zu ihrem Wahlmotto: „Kathrin direkt!“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Islamistischer Terroranschlag in Barcelona mit vielen Toten

Islamistischer Terroranschlag in Barcelona mit vielen Toten

IGS Rotenburg ist Partnerschule des DFB

IGS Rotenburg ist Partnerschule des DFB

Bilder: Tote und viele Verletzte nach Terrorattacke in Barcelona

Bilder: Tote und viele Verletzte nach Terrorattacke in Barcelona

Übung des Ortsvereins Bassum und des Technischen Hilfswerks

Übung des Ortsvereins Bassum und des Technischen Hilfswerks

Meistgelesene Artikel

1500 Schützen feiern in Westervesede

1500 Schützen feiern in Westervesede

Rotenburger Werke feiern das Sommerfest an der Lindenstraße

Rotenburger Werke feiern das Sommerfest an der Lindenstraße

Kommersabend des Kreisschützenfestes: „Heute wollen wir nur feiern“

Kommersabend des Kreisschützenfestes: „Heute wollen wir nur feiern“

„La Strada – Straßenzirkus“ startet Freitagabend

„La Strada – Straßenzirkus“ startet Freitagabend

Kommentare