Nordpfade-Eröffnung: Serie zur Sternenwanderung

Eine Tour für Frühaufsteher

Auch der Nordpfad Wümme / Vareler Heide erfreut sich bei vielen Wanderern großer Beliebtheit.

Rotenburg - Zur offiziellen Einweihung der 24 Nordpfade am Sonntag, 22. Mai, am Heimathaus in Rotenburg wird es einen Wandertag unter dem Motto „Unterwegs mit Freu(n)den geben“. Dazu werden fünf unterschiedliche Sternwanderungen angeboten, die aus den umliegenden Ortschaften auf Teilabschnitten einzelner Nordpfade nach Rotenburg führen. Ziel aller Sternwanderer ist das Rotenburger Heimathaus, wo von 11 bis 17.30 Uhr ein großes Fest auch für Nichtwanderer stattfindet. In einer Serie stellen wir die fünf einzelnen Routen detailliert vor.

Die rund 15,5 Kilometer lange Sternwanderung 5, die letzte in unserer Serie, verläuft auf Teilstücken der Nordpfade Kirchsteg-Moore-Bäche und Rotenburger Wasserreich. Sie stellt nicht nur die längste Sternwanderung dar, sondern startet anders als die anderen vier Sternwanderungen auch schon um 7.45 Uhr. Damit ist diese Wanderung sicherlich etwas für „ambitionierte Frühaufsteher“, die dennoch im gemütlichen Tempo über Bartelsdorf nach Rotenburg wandern möchten.

Empfangen werden die Wanderer ab 7.30 Uhr von Käthe Dittmer-Scheele, Bürgermeisterin der Gemeinde Scheeßel. Auch eine Delegation aus der Samtgemeinde Fintel wird mit Samtgemeindebürgermeister Michael Niestädt an der Wanderung teilnehmen, berichtet der Touristikverband Rotenburg (Tourow).

Zunächst folgt die Wandergruppe unter der Leitung von Gästeführerin Irmgard Gerken-Witte von der AG Gästeführungen im Landkreis Rotenburg dem Nordpfad Kirchsteg-Moore-Bäche. Aus dem Ort heraus führt die Tour zunächst durch Felder und Wiesen zum Hof Bassen, wo sich auch das Melkhus Scheeßel befindet. Weiter geht es durch Felder, Wiesen und auch vereinzelt durch kleine Waldstücke zum Bartelsdorfer Kirchsteg, der über die Veerse führt. Der historische Weg war einst die wichtigste Verbindung zwischen dem Kirchenort Scheeßel und Bartelsdorf. Mit einer Länge von 120 Metern ist es die längste Holzbrücke im Landkreis Rotenburg. Insbesondere zu Hochwasserzeiten ist dieser Wegabschnitt ein Naturerlebnis.

Nach Querung des Steges führt der Nordpfad durch das wiesenreiche Tal der Veerse bis das landwirtschaftlich geprägte Bartelsdorf erreicht wird. Am Honigspeicher, der als zweiter Startplatz der Sternwanderung fungiert, treffen die Teilnehmer auf die Bartelsdorfer Wandergruppe und legen zunächst eine Rast ein. Wer nicht die ganze Tour wandern möchte und mit rund zehn Kilometern zufrieden ist, kann ab 9.45 Uhr zur Gruppe stoßen, die von der Gästeführerin Margrit Behrens der AG Gästeführungen Landkreis Rotenburg begrüßt wird. Diejenigen, die mit dem Auto nach Bartelsdorf anreisen, sollen auf dem Parkplatz der nicht mehr betriebenen Gaststätte Ehlermann parken.

Die Sternwanderung wird gegen 10 Uhr fortgesetzt. Vielleicht sind dann auch schon die „Wanderfreunde Nordheide“ aus Buchholz mit dabei, die eine Stunde später am Bahnhof Scheeßel starten und die letzte Etappe ihrer dreitägigen Wanderung anlässlich des Wandertages von Buchholz nach Rotenburg antreten. Der erste Vorsitzende Peter Siefert aus Buchholz meint, dies wäre gut zu schaffen. Über weitestgehend verkehrsarme Wege und mitten durch die Feldmark wandern die Teilnehmer unter anderem durch die Waldgebiete Ahlsdorf und Ellernhorn bis zur Kreisstadt. Dieser Abschnitt gehört zu keinem Nordpfad und ist somit nicht ausgeschildert. Die Gästeführerin Behrens kennt jedoch den Wegeverlauf, versichert Tourow-Geschäftsführer Udo Fischer.

In Rotenburg geht es durch ein Wohngebiet und vorbei am Rotenburger Krankenhaus bis schließlich hinter der Wiedaubrücke der Nordpfad Rotenburger Wasserreich erreicht wird. Nach einigen hundert Metern queren die Wanderer die Wiedau. Ein kleines Stück weiter vereinigt sie sich mit der Rodau, wo sie später als Mühlen-, Teich- und Stadtstreek in die Wümme einmünden. Fischer: „Wir gehen weiter in Richtung Innenstadt, passieren die Stadtkirche und wandern durch die Rotenburger Fußgängerzone, am Rathaus vorbei zum Heimathaus.“

Übrigens: Mit den Metronom-Zügen gelangt man vom Bahnhof Rotenburg in Richtung Bremen und Hamburg. Wanderer aus Scheeßel nehmen den Metronom Regio zurück, der stündlich ab dem Rotenburger Bahnhof verkehrt. Nach Bartelsdorf kann leider kein Rücktransport angeboten werden, welcher bei Bedarf selbst zu organisieren ist.  

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