So verlief der Start in 2021 im Landkreis aus polizeilicher Sicht

Eine Silvester-Bilanz

Die Silvesternacht verlief im Landkreis größtenteils sehr ruhig. Es waren weniger Menschen auf der Straße und durch das Verkaufsverbot wurde auch deutlich weniger geböllert.
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Die Silvesternacht verlief im Landkreis größtenteils sehr ruhig. Es waren weniger Menschen auf der Straße und durch das Verkaufsverbot wurde auch deutlich weniger geböllert.

Rotenburg – Dass es ein ruhigeres Silvester werden würde, damit hatten die Einsatzkräfte schon gerechnet: Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen sowie das Verkaufsverbot von Feuerwerkskörpern ließen vergleichsweise wenig Einsätze erwarten. „Aber dass es für Silvester so ruhig ist, hätten wir nicht gedacht“, resümiert Heiner van der Werp, Sprecher der Rotenburger Polizeiinspektion. Und seien die Beamten in der Neujahrsnacht gerufen worden, dann habe es sich meist um Ruhrstörungen und häusliche Gewalt gehandelt. Aber auch diese Fälle seien im üblichen Rahmen geblieben, so van der Werp. „Aus unserer Sicht haben die Menschen im Landkreis den gemeinsamen Appell von Politik und Ordnungsbehörden, sich an die Corona-Bestimmungen zu halten, größtenteils beherzigt.“ Eine unerlaubte Zusammenkunft zu einem gemeinsamen Silvesterfeuerwerk am Dorfgemeinschaftshaus in Brockel hätten die Ordnungshüter noch in letzter Minute verhindern können. Ein Anwohner soll über mehrere WhatsApp-Gruppen zu einem Treffen um Mitternacht eingeladen haben. In einem aufklärenden Gespräch habe die Polizei den Mann dazu bewegen können, den Aufruf rückgängig zu machen. So sei es dort es zu keinen erwähnenswerten Vorfällen gekommen.

In der Rothbachstraße in Rotenburg verständigten Anwohner die Beamten, dass dort ein junger Mann mit einer Schreckschusswaffe schießen würde. Das sei sein persönliches Feuerwerk gewesen, soll er erklärt haben. Trotz einer sofortigen Fahndung konnte die Polizei den Revolverhelden nicht ergreifen. Sie ermittelt jetzt gegen einen 19-Jährigen wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz. Ebenfalls aus Rotenburg vermeldet die Polizei einen Fall, bei dem junge Leute in der Wilhelm-Richard-Straße einen Feuerwerkskörper auf dem Reifen eines geparkten Autos abgebrannt haben sollen. Sie seien dabei erwischt worden und flüchteten in ein angrenzendes Waldstück.

Auf der Hansalinie A 1 in Fahrtrichtung Bremen hat der Jahreswechsel für einen 22-jährigen Autofahrer aus Bremen einen unschönen Verlauf genommen. Der junge Mann wollte gegen 22.15 Uhr mit seinem Mercedes die Autobahn an der Anschlussstelle Elsdorf verlassen. Zu spät erkannte er, dass er viel zu schnell unterwegs war, heißt es im Bericht. Er lenkte seinen Wagen zurück auf den Hauptfahrstreifen, kam ins Schleudern, krachte in die Mittelschutzplanke und zog sich dabei leichte Verletzungen zu. Zu allem Überfluss bemerkten die Beamten bei der Unfallaufnahme, dass der 22-Jährige unter Alkoholeinfluss stand. Er musste im Krankenhaus eine Blutprobe abgeben. Den Sachschaden beziffert die Polizei auf rund 4 000 Euro.

Und noch etwas lassen die Beamten in ihrem Bericht wissen: Aktuell wird nach einem an Demenz leidenden Mann gesucht. Der 74-Jährige sei seit den Silvester-Abendstunden aus einem Altenwohnheim am Rotenburger Bahnhof verschwunden. Für die Suche setzte die Polizei einen Hubschrauber ein. Bislang habe der Gesuchte aber nicht gefunden werden können. Er wird als etwa 1,75 Meter großer Mann mit grauem Vollbart beschrieben. Zuletzt soll er eine grün-schwarze Jacke und Jeans getragen haben.

Hinweise nehmen die Ordnungshüter unter der Telefonnummer 04261 / 947-0 entgegen.  lw

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