Eindeutige Auflagen beim Erwerb von Grundstücken im Baugebiet Hesterkamp

Ortsrat Unterstedt stimmt neuen Verkaufskriterien zu

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Aussprache: Andreas Weber (r.) und Uwe Lüttjohann während der Ortsratssitzung.

Unterstedt - Der Unterstedter Ortsrat hat seinen Entschluss vom 19. März zu den Verkaufsbedingungen der Grundstücke im Baugebiet Hesterkamp-Ost revidiert und auf seiner jüngsten Sitzung die damalige Entscheidung einstimmig zurückgenommen. Zuvor hatten Rotenburgs Bürgermeister Andreas Weber (SPD) und Stadtkämmerer Hans-Joachim Bruns mit den Mitgliedern die Gründe für eine Modifizierung der bisherigen Verkaufsbedingungen durch die Verwaltung erörtert.

Die neuen Formulierungen sind inhaltlich stark an den vorherigen Beschluss angelehnt und haben gute Aussichten, in dieser Form vom Verwaltungsausschuss übernommen zu werden. Demnach empfehlen die Unterstedter dem Stadtrat, unter anderem folgende Kriterien für den Verkauf der Baugebiete im Neubaugebiet Hesterkamp-Ost festzulegen: Der Verkaufspreis beträgt 50 Euro pro Quadratmeter einschließlich Erschließungs- und Abwasserbeiträge für den Schmutzwasserkanal sowie 30 Euro pro Quadratmeter für die private Grünstreifenfläche – einschließlich der eben genannten Beiträge.

Außerdem müsse die Bebauung innerhalb von drei Jahren nach Vertragsabschluss erfolgen, heißt es im Beschlussvorschlag. Eine Weiterveräußerung eines unbebauten Grundstücks sei ausgeschlossen. Die Käufer müssten das Wohnbauvorhaben mindestens zehn Jahre überwiegend (51 Prozent der Wohnfläche) selbst nutzen. Bei Fehlnutzung sei ein Betrag in Höhe der Differenz vom derzeitigen Kaufpreis zum amtlichen Richtwert – mindestens aber zehn Euro pro Quadratmeter – nachzuzahlen.

Wer im Baugebiet Hesterkamp-Ost bauen möchte, müsse laut Beschlussvorschlag einige Voraussetzungen erfüllen: So dürften Bewerber nur ein einziges Grundstück erwerben. Bewerber müssten mindestens seit einem Jahr in Unterstedt wohnen und auch mit Hauptwohnsitz dort gemeldet sein. Wer in der Vergangenheit mindestens fünf Jahre lang seinen Hauptwohnsitz im Dorf hatte und nun zurückziehen möchte, sei ebenfalls zum Kauf eines Grundstückes berechtigt. Das gelte auch für in Unterstedt geborene Menschen, die allerdings ebenfalls mindestens fünf Jahre im Dorf gelebt haben und dort gemeldet waren.

Die Vergabe der Areale erfolge in der chronologischen Reihenfolge des Eingangs der erstmaligen Bewerbung. Anträge von Personen, die eine mit ihr zusammenlebende Person bereits über Wohneigentum in Unterstedt verfügen, würden in der Bewerbungsliste nachrangig eingereiht. Sofern Ehepaare oder Lebenspartnerschaften gemeinsam ein Grundstück erwerben wollen, müsse mindestens eine Person die vorstehenden Bedingungen erfüllen. Außerdem sei der Bürgermeister ermächtigt, auf der Grundlage dieser Verkaufsbedingungen die entsprechenden Kaufverträge abzuschließen, heißt es.

Ein weiterer wichtiger Punkt der Tagesordnung war der Bericht, wie weit die Planungen für den Umbau der Mehrzweckhalle vorangeschritten sind. Laut dem Leiter des Ordnungsamtes Frank Rütter seien die Bauantragsunterlagen fertiggestellt und bei der Stadt eingereicht worden. Auch die Statik vom beauftragten Architekten-Büro sei erstellt. Allerdings fehle noch das Brandschutzkonzept. Das sei eine notwendige Auflage, bevor eine Genehmigung für den Anbau erfolgen kann, hieß es. Nach Rücksprache mit der Bauabteilung des Landkreises dauere das Genehmigungsverfahren rund drei Monate. Die Ausschreibungen seien von Cordes vorbereitet und die Handwerker sollen in Kürze angeschrieben werden.

go

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