Neues Buch der Cohn-Scheune

Einblicke, die weitererzählt werden sollen

Inge Hansen-Schaberg ist Herausgeberin des zweiten Buches vom Förderverein Cohn-Scheune.
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Inge Hansen-Schaberg ist Herausgeberin des zweiten Buches vom Förderverein Cohn-Scheune.

Große Freude bei Inge Hansen-Schaberg sowie bei allen, die durch ihre Mitarbeit mit der Cohn-Scheune, dem jüdischen Museum in Rotenburg, eng verbunden sind. Unter dem Titel „Weitererzählen“ ist jetzt ein zweiter Sammelband des Fördervereins erschienen.

Rotenburg – Fast 300 Seiten sowie rund 130 Abbildungen umfasst der zweite Sammelband des Fördervereins Cohn-Scheune, den die Rotenburger Exilforscherin Inge Hansen-Schaberg als Vorsitzende des Fördervereins Cohn-Scheune jetzt herausgegeben hat. Zahlreiche Förderer – darunter auch die Ippen-Stiftung – haben dieses Buch am Ende erst möglich gemacht. Es ist im Hentrich & Hentrich-Verlag Berlin / Leipzig erschienen, es kostet 24,90 Euro und ist ab sofort im Buchhandel erhältlich.

Die in diesem Band versammelten Beiträge, schreibt Hansen-Schaberg in ihrer Danksagung, zeugten einerseits von umfangreichen Recherchen und intensiver Auseinandersetzung mit der NS-Zeit und ihren Folgen in geografischer, personenbezogener und zeithistorischer Dimension, andererseits dokumentierten sie die Arbeit des jüdischen Museums und der Kulturwerkstatt darin. Die Herausgeberin steigt mit einem Text zur Cohn-Scheune als Erinnerungs- und Bildungsort unter der Überschrift des Buches in den Sammelband ein. Zu den Themenblöcken „Neue Erkenntnisse zur Familiengeschichte der Cohns“, „Jüdische Lebensgeschichten aus der Region“, „Autobiografische Texte und Briefzeugnisse“ sowie „Bildungsort Cohn-Scheune“ erhalten die Leser einen Einblick in die Bereiche NS-Zeit, Verfolgung und Exil.

Intensive Spurensuche

Die Cohn-Scheune ist nach ihrem Wiederaufbau am Kirchplatz im September 2010 eröffnet worden. Darin geht es inzwischen aber nicht mehr allein um das Schicksal der jüdischen Familie Cohn, sondern der Blick geht weit darüber hinaus. Inge Hansen-Schaberg selbst hat sich intensiv mit dem Exil der beiden Cohn-Töchter und der Rückkehr nach Deutschland befasst. „Das war eine fast schon detektivische Arbeit, eine intensive Spurensuche“, sagt sie. Aber der Blick richtet sich in diesem Sammelband auch auf Geschichten aus Sottrum, Visselhövede, Scheeßel und Zeven. Darüber hinaus vermittelt eine detaillierte Zeittafel über das, was an Veranstaltungen im Museum sowie in der Kulturwerkstatt seit 2006 schon alles möglich geworden ist. Gewidmet ist dieser Sammelband Hildegard Jacobsohn, geb. Cohn. Sie starb im Januar dieses Jahres in ihrem 102. Lebensjahr.

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