Politik gibt grünes Licht für neun neue Grundstücke am Sottrumer Weg

Ein neues Baugebiet für Mulmshorn

Zwischen Sandbahnstrecke und Sottrumer Weg liegt die Ackerfläche, die bebaut werden soll.
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Zwischen Sandbahnstrecke und Sottrumer Weg liegt die Ackerfläche, die bebaut werden soll.

Mulmshorn – Mulmshorn soll wachsen dürfen. Das haben der Ortsrat und der Planungsausschuss der Stadt einstimmig beschlossen. Neun neue Baugrundstücke sollen auf einer bisherigen Ackerfläche südlich des Sottrumer Weges erschlossen werden. 1,2 Hektar groß ist die Fläche, für die in einem ersten Schritt jetzt die öffentliche Auslegung des Flächennutzungs- sowie Bebauungsplans auf den Weg gebracht wurde.

Wenn Dörfer wachsen wollen, sollen sie das den Vorgaben der Raumordnung nach sozusagen aus eigener Kraft. Bedeutet: Um eine Zersiedelung zu verhindern, sollte in erster Linie der Mulmshorner Nachwuchs selbst Interesse daran haben, im Ort zu bauen. Und das ist gegeben, wie es in der Begründung für dieses Vorhaben heißt. Im bislang letzten Mulmshorner Baugebiet „Orthörsten-West“, 2003 ausgewiesen, sei der letzte der insgesamt 20 Bauplätze im Dezember 2018 verkauft worden. Leerstände oder Baulücken seien in Mulmshorn keine feststellbar. „Die Nachfrage nach Bauplätzen ist in Mulmshorn weiterhin gegeben, da sich 20 Interessenten in die Liste für Mulmshorn eingetragen haben (Stand Januar 2020). Sechs Bewerber kommen aus Mulmshorn selbst, was dem raumordnerischen Ziel der Eigenentwicklung entspricht“, so der Beschluss. Stadtplaner Clemens Bumann betont, dass man das Verfahren „zügig zu Ende“ bringen möchte. Schon im kommenden Jahr soll erschlossen und mit der Bebauung begonnen werden. Die neun Bauparzellen weisen eine Größe zwischen rund 800 Quadratmetern für ein Einfamilienhaus und knapp 1 100 Quadratmetern für ein Mehrfamilienhaus mit Wohnungen auf.

Kritisch galt lange Zeit die Nähe des Baugebiets zur Speedway-Bahn. Doch ein Gutachten auf Basis eines dafür ausgeführten Testrennens habe die Bedenken zerstreut, so Bumann. Rund zehn Dezibel habe man im Rennbetrieb unter den zulässigen Höchstwerten gelegen. Pro Jahr gebe es nach Angaben des Motorsportvereins sowieso nur noch drei bis vier lautere Veranstaltungen. Andere potenzielle Baugebiete in Mulmshorn scheiden laut Bumann wegen nicht verkaufswilliger Eigentümer, wegen der Nähe zur Landwirtschaft oder schwieriger Bodenverhältnisse aus.  mk

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