„Ein anderes Gesicht“

Stadtwerke wollen Ronolulu attraktiver für Badegäste machen

Sprechen über die Zukunft des Ronolulu: Badleiterin Irena Carstens und Volker Meyer, Geschäftsführer der Rotenburger Stadtwerke, haben genaue Vorstellungen, wie das Erlebnisbad in Zukunft aussehen soll.
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Sprechen über die Zukunft des Ronolulu: Badleiterin Irena Carstens und Volker Meyer, Geschäftsführer der Rotenburger Stadtwerke, haben genaue Vorstellungen, wie das Erlebnisbad in Zukunft aussehen soll.

Die Stadtwerke möchten das Ronolulu attraktiver für Badegäste machen. Insgesamt 15 Millionen Euro sollen in das Erlebnisbad fließen, möglichst die Hälfte davon mit Fördergeldern finanziert werden. Eine Machbarkeitsstudie soll Klarheit bringen.

Rotenburg – „Zwischen Bremen und Hamburg gibt es kein Bad, das so markant ist und den Menschen so viel bietet, wie das Ronolulu. Wir wollen die Attraktivität in den kommenden Jahren nicht nur erhalten, sondern weiter steigern“, sagt Volker Meyer, Geschäftsführer der Rotenburger Stadtwerke und betont: „Das ist natürlich eine Frage des Geldes. Je mehr Förderungen wir erhalten, desto mehr Möglichkeiten haben wir.“

Klarheit soll nach Vorstellung von Bürgermeister Andreas Weber (SPD) eine Machbarkeitsstudie bringen, die die Stadtwerke in Auftrag geben sollen. Als „unerlässlich“ bezeichnet Weber die Studie im Beschlussvorschlag, mit dem sich der Rat der Stadt Rotenburg am Donnerstabend ab 20 Uhr im Lucia-Schäfer-Saal beschäftigt. „Der Umfang und die Abfolge der Sanierungsarbeiten sind ebenso zu betrachten, wie die Möglichkeiten der Finanzierung“, so Weber.

„Wir haben das ganze Bad bereits auf Links gedreht und vom Keller bis zum Dach geprüft, welche Baustellen wir noch haben“, erklärt Meyer, der dem Aufsichtsrat die Pläne vorgestellt hat. „Dieser hat sich klar zum Erhalt des Bades bekannt“, so Meyer.

Etwa 15 Millionen Euro sollen in das Bad in den kommenden fünf bis sieben Jahren investiert werden – bis zu 50 Prozent davon sollen möglichst durch Fördermittel abgedeckt sein. Die Stadt Rotenburg stellt den Stadtwerken dafür einen Förderberater an die Seite, der helfen soll, möglichst alle Optionen auszuschöpfen. „Er behält den Durchblick im Förderdschungel“, betont Meyer.

Auch ein Neubau sei geprüft, die Idee dann aber schnell verworfen worden: „50 bis 60 Millionen Euro hätte dieser an einem anderen Standort gekostet. Würden wir an selber Stelle neu bauen, würde dies bedeuten, dass wir für zwei Jahre kein Bad in Rotenburg hätten“, erklärt Meyer.

1,2 Millionen haben die Stadtwerke bereits seit Dezember vergangenen Jahres in das Bad investiert. „Die Sofortmaßnahmen waren notwendig, weil das Sprungbecken abgedichtet werden musste. Wir haben einen Teil neu gefliest, den Kinderbereich innen neu gestaltet und die Energiezentrale modernisiert“, führt Meyer aus und erinnert daran, dass nach einem Wasserschaden in 2018 die Sauna verschönert und der Eingangsbereich 2015 erneuert wurden.

Viele Kinder und Jugendliche wünschen sich eine neue Aktionsrutsche.

Badleiterin Irena Carstens

Trotzdem gebe es noch einiges zu tun: „Wir haben Visionen im Kopf, Dinge, die mittel- und langfristig erledigt werden sollen“, so Meyer weiter.

Große Posten sind die Erneuerung des Daches aus den 1970er-Jahren und die Neugestaltung der Fassade. „Die Planung möchten wir bis Ende des Jahres abschließen und die Arbeiten dann bis Ende 2022 umsetzen“, so Meyer, der ankündigt: „Wir wollen dem Ronolulu ein ganz anderes Gesicht geben.“

Bei den weiteren Plänen sind auch die Ideen der Badegäste eingeflossen: „Viele Kinder und Jugendliche wünschen sich eine neue Aktionsrutsche“, erklärt Badleiterin Irena Carstens.

Meyer rechnet bereits damit, dass Ende Juni die ersten Fördergelder bewilligt werden: „Sobald wir die Zusage bekommen, müssen wir richtig Gas geben.“ Denn es gebe nur ein kurzes Zeitfenster, in dem die Fördermittel abgerufen werden können. „Es kann gut sein, dass wir bereits in 2022 viel machen werden. Wir sind in Wartestellung und bereit, loszulegen.“

Badleiterin Carstens betont, dass der Stellenwert des Ronolulu in Corona-Zeiten gestiegen ist: „Das Bad ist Gold wert. Viele Menschen haben heute zwar im Garten ein Planschbecken, aber das ersetzt kein Erlebnisbad. Dort lernen die Kinder nicht schwimmen. Das Miteinander hat den Menschen gefehlt. Auch die gesundheitlichen Aspekte spielen eine große Rolle.“

Die Vorfreude sei groß, die Verunsicherung der Badegäste aber spürbar. Doch Carstens versichert: „Unser Hygienekonzept passt. Bei uns können die Menschen ohne Bedenken schwimmen und in die Sauna gehen.“ Sie hofft, dass bald wieder Normalität einkehrt und die Besucherzahlen an alte Zeiten anknüpfen können: 263 000 Badegäste zählte das Ronolulu in 2019, im Jahr darauf coronabedingt nur 95 314.

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