Pferdemarkt, am Neuen Markt und an der Stadtkirche

Die großen Tannenbäume in Rotenburg stehen

Die Mitarbeiter des Bauhofs haben den 15 Meter langen Weihnachtsbaum geschickt durch die Stadt gelenkt und sicher an seinen Bestimmungsort gebracht. In Kürze wird er von Joachim Witt mit Lichterketten versehen und heute von Simbav-Kindern geschmückt.

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. „Weiter, weiter – Gut!“ Der große Kranwagen steht punktgenau. Die Straße Katrepel in Rotenburg ist eng, aber für den geübten Mann am Steuer ist es kein Problem, sein Gefährt mithilfe des Einweisers richtig in Position zu bringen.

Er ist im Einsatz, um eine 15 Meter hohe Tanne, die zur Adventszeit den Rotenburger Pferdemarkt schmücken soll, senkrecht vom Grundstück zu heben, ohne die dicht daneben stehenden Häuser zu beschädigen. Hier und da noch ein paar Handzeichen, und dann steht alles perfekt. Die Stützen werden herausgefahren und Holzbohlen zum Schutz der Straße darunter gelegt. 

Fachmännisch sägt der Bauhofmitarbeiter Herbert Gahlau die Tanne mit einer Motorkettensäge den Stamm der Tanne durch.

Bevor aber der Kran zum Einsatz kommt, ist Bauhofmitarbeiter Christian Gahlau an der Reihe. Er hat die Aufgabe, zwei Ketten so im Baum zu befestigen, dass die Tanne an den Haken des Krans genommen und hochgezogen werden kann. Die Mitarbeiter nennen Christian das „Eichhörnchen“, weil er mit viel Geschick und Leichtigkeit jeden Baum erklimmt. Christian ist bereits das vierte Mal bei der „Aktion Weihnachtsbaum“ des Bauhofs dabei. Sein Vater Herbert Gahlau ist der Routinier im Team und seit mehr als 30 Jahren bei der Stadt beschäftigt. „Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, wie oft ich schon im Einsatz war, um die gespendeten Weihnachtsbäume auf den Privatgrundstücken zu fällen“, erklärt er.

Christian Gahlau steigt gewandt auf jeden Baum. Seine Kollegen nennen ihn deshalb das „Eichhörnchen“. - Fotos: Goldstein

„Es wird heute nicht der einzige Einsatz der Mannschaft sein, denn auch am Neuen Markt und an der Stadtkirche werden später zwei weitere Bäume aufgestellt“, verrät er. Inzwischen sind die Ketten im Baum befestigt, und der Kranführer Werner Willenbrock-Bäsmann sichert den Baum am Haken, während Herbert Gahlau sich daran macht, den Stamm mit einer Motorkettensäge durchzusägen.

Die Hülse für den Stamm der Tanne ist 130 Zentimeter tief und 30 Zentimeter breit. Hier ist Passgenauigkeit gefragt.

Schon nach wenigen Minuten gibt er das Zeichen „Baum hoch“. Mit einer unglaublichen Genauigkeit hebt der Kranführer das 2,2 Tonnen schwere Gehölz an den beiden angrenzenden Häusern vorbei. Beim Verladen auf den Unimog-Anhänger kommt es nahezu auf den Millimeter genau an, und auch das schafft der Könner am Kran meisterhaft. Die Bauhofmitarbeiter verschnüren das „Weihnachtspaket“ und machen es reisefertig. Dann steuert Jürgen Freymuth den Unimog des Bauhofs, der sonst im Streudienst eingesetzt ist, zum Pferdemarkt. Dort muss Herbert Gahlau nur noch den Stamm auf rund 30 Zentimeter verdünnen, damit er in die fertige Hülse im Boden passt. 

Nun steht die Tanne in ihrer ganzen Schönheit vor dem Rathaus.

Auch das ist Routine für ihn. Danach setzt der Kranführer die Tanne passgenau in die Hülse. Dann wird der Baum verkeilt und steht perfekt. Nun erhält er noch Lichterketten, und heute wird er von Simbav-Kindern geschmückt.

Vor dem Fällen werden die Arbeitsschritte abgesprochen.

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