Eichenschule und Ratsgymnasium sind Teil des niedersächsischen Netzwerkes für Berufs- und Studienorientierung

Zwei Leuchttürme im Landkreis

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Friedhelm Horn und Iris Rehder (r.) im Gespräch mit Staatssekretärin Erika Huxhol.

Rotenburg - 21 Schulen aus ganz Niedersachsen haben sich zu einem Netzwerk für Berufs- und Studienorientierung zusammengeschlossen. Mit dabei: das Ratsgymnasium Rotenburg und die Scheeßeler Eichenschule.

Sie alle verfügten über eigene Konzepte, um Jugendlichen einen realistischen Eindruck vom Berufsleben zu vermitteln, teilte das Kultusministerium mit. Das Ministerium will dafür ein Musterkonzept erstellen, in das die Mitglieder des Netzwerks ihre Erfahrungen einbringen sollen. „Aus diesem Leitfaden können zukünftig auch andere Schulen schöpfen und sich Anregungen holen“, so Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD). „Es geht um gute Beispiele aus der Praxis.“ Ziel sei es, Jugendlichen etwa die ganze Breite der Möglichkeiten zur Berufswahl vor Augen zu führen oder in Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaft Praktika und Ausbildungsplätze zu organisieren. So sollen sie eine klarere Vorstellung davon bekommen, welche Tätigkeit sie nach der Schule ausüben könnten.

Bei der Gründungsveranstaltung in Hannover waren vom Ratsgymnasium Lehrer Friedhelm Horn und Schulleiterin Iris Rehder anwesend. „Diskutiert wurde unter anderem über die Rolle der Eltern“, berichtet Horn, am Ratsgymnasium verantwortlich für die Berufs- und Studienorientierung. Es gehe darum, die Eltern bei der Berufswahl mit ins Boot zu holen. Denn diese hätten häufig gewaltigen Einfluss. „Das ist manchmal kontraproduktiv, ist die Meinung von Fachleuten“, so Horn. Auch Heinrich Schaper, der an der Eichenschule seit diesem Schuljahr mit der Berufsorientierung betraut ist, war in Hannover. „Es geht auch darum, regionalen Unternehmen die Chance zu geben, sich vorzustellen“, berichtet er. Dadurch könnten den jungen Menschen die Ausbildungsmöglichkeiten, die es in der Umgebung gibt, aufgezeigt werden. Insgesamt gelte es, die Berufsorientierung früher in den Unterricht zu integrieren.

Die Rolle der sogenannten Leuchttürme sieht vor, dass sie als Informationspartner für die Schulen in der Umgebung dienen. Die Vertreter verabredeten bei der Veranstaltung, den Austausch zeitnah fortzusetzen. Die Arbeitsgruppe „Bündnis Duale Berufsausbildung“ des Kultusministeriums soll bis Januar 2016 ein Modellkonzept aufstellen.

Dass mit dem Ratsgymnasium und der Eichenschule gleich zwei Schulen des Landkreises Teil dieses neuen Netzwerkes sind, hält Horn für besonders bemerkenswert: „Das spricht für die Arbeit an diesen beiden Schulen.“

epd/iq

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