Kunstverein stellt Werke des verstorbenen Malers aus

Zu Ehren Westendorps

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Hermanus Westendorp. Der Kunstverein ehrt den verstorbenen Künstler mit einer Ausstellung.

Rotenburg - Von Joris Ujen. Er war mehr Philosoph als Künstler, hatte ein unheimlich großes Wissen und ein sehr tiefgründiger Mensch. So beschreiben Peter Mokrus und Britta Riebesehl vom Kunstverein Rotenburg den am 12. Dezember 2017 verstorbenen Maler Hermanus Westendorp. Ihm zu Ehren stellt der Verein ab Sonnabend, 2. März, eine Auswahl seiner Werke im Rotenburger Kunstturm aus.

Den Verantwortlichen ist es wichtig, dass diese Ausstellung einen persönlichen Charakter erhält. Der Vorsitzende Peter Mokrus hatte nur zwei Jahre im Vorstand mit Westendorp zusammengearbeitet, ehe dieser im Alter von 70 Jahren verstarb. Britta Riebesehl, zuständig für die Pressearbeit des Kunstvereins, lernte den gebürtigen Rotterdamer Künstler hingegen schon 2010 an der Hochschule für Künste im Sozialen (HKS) in Ottersberg kennen. Dort war Hermanus Westendorp lange Zeit als Lehrender und Rektor tätig. Zu seiner Lebenszeit malte er „tief greifende Motive, die immer von einem humorvollen Titel begleitet wurden“, hatte die HKS in ihrem Nachruf an den Künstler geschrieben. Wie viele davon letztendlich im Kunstturm zu sehen sein werden, weiß Peter Mokrus nicht. Menschen, die einen engeren Bezug zu Westendorp hatten, haben diese Auswahl getroffen, erklärt der Vorsitzende. Dazu zählen seine damalige Lebensgefährtin Susann Hartmann, Martin Voßwinkel, Leiter der Bildnerischen Werkstatt in Rotenburg und ehemaliger Student von Westendorp sowie Michael Dörner, der mit ihm zusammen ausstellte und Professor an der HKS ist. „Eine bessere Besetzung für diese Aufgabe gibt es nicht“, sagt Mokrus im Gespräch mit der Kreiszeitung.

Und für die Eröffnungsrede am 3. März um 18.30 Uhr hat der Kunstverein eine weitere enge vertraute Person von Hermanus Westendorp gewinnen können: Albrecht Lampe. Den lernte Peter Mokrus bei einer der letzten Kunstausstellungen von Westendorp vor etwa zwei Jahren kennen. Lampe hatte ebenfalls einen Lehrstuhl in Ottersberg inne und war zudem über Jahrzehnte hinweg ein enger Freund des Verstorbenen. Das zweite Aufeinandertreffen der beiden Männer war hingegen ein trauriges. Bei der Beerdigung von Westendorp hielt Albrecht Lampe eine ebenso bewegende wie humorvolle Rede, erinnert sich der Kunstvereinsvorsitzende. Genauso wie an den Amtsantritt von Hermanus Westendorp als zweiter Vorsitzender. 2015 trat er dem Rotenburger Verein bei und wurde gleich bei seiner ersten Jahreshauptversammlung gefragt, ob er nicht den vakanten Posten des Stellvertreters übernehmen möchte. Kunsthistorikerin Frauke Reinke-Wöhl überraschte ihn mit dieser Frage. „Nach fünf Minuten Bedenkzeit sagte er zu“, blickt Mokrus schmunzelnd zurück. „Ihn dabei zu haben, war eine tolle Sache für den Kunstverein. Er hatte viele Ideen und kannte unfassbar viele Künstler.“

Infos zur Ausstellung

Die Ausstellung im Rotenburger Kunstturm geht vom 3. März bis 6. April und zeigt Malereien und Zeichnungen von Hermanus Westendorp. Geöffnet hat der Turm samstags von 15 bis 17 Uhr, sonntags von 11 bis 13 und 15 bis 17 Uhr.

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