Gerberstraße jetzt offiziell Fahrradstraße

Drittes Rotenburger Stadtradeln beginnt

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Als sogenannter Stadtradel-Star verzichtet Birgit Lutz (l.) drei Wochen lang auf ihr Auto. Die Schlüssel übergab sie Andrea Rieß (r.).

Rotenburg - Von Matthias Röhrs. Bereits das dritte Jahr in Folge nimmt die Stadt Rotenburg an der Aktion Stadtradeln teil. Am Sonntag Nachmittag erfolgte der Auftakt: Angeführt vom ADFC-Ortsverbandsvorsitzenden Manfred Petersen haben etwa 120 Personen eine Radtour durch die Kreisstadt gemacht. Insgesamt haben sich bis Sonntag etwa 420 Rotenburger und Auswärtige, die in der Stadt arbeiten, registriert.

Damit sind es bislang weniger als im vergangenen Jahr. 699 Teilnehmer waren 2016 mit dabei. Bürgermeister Andreas Weber (SPD) kündigte trotzdem an, dass man in den kommenden drei Wochen diese Zahl übertreffen wolle. Hoffnung, dass das klappt, machte Andrea Rieß, die Koordinatorin des Stadtradelns im Rathaus: Es seien noch etwa hundert Anmeldebögen auf ihrem Schreibtisch, die sie noch erfassen müsse. Einen ersten Rekord haben die Rotenburger dagegen bereits für sich gebrochen. So haben sich schon jetzt mehr Teams angemeldet als noch im Vorjahr.

Drei Wochen Aufmerksamkeit für den Verzicht aufs Auto

Die Idee des über das Jahr hinweg bundesweit in vielen Städten und Gemeinden laufenden Stadtradelns ist, drei Wochen lang möglichst auf das Auto zu verzichten und sich öfters auf das Fahrrad zu setzen. Es sei Weber zufolge beste Werbung dafür, kurze Wege mit dem Rad zu überwinden. Nicht zuletzt, weil es gut für die Gesundheit sei, die Bewegung an der frischen Luft guttue und die Luft so auch frisch bleibe – schließlich verhindere man so den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid.

ADFC-Chef Manfred Petersen (l.) und Bürgermeister Andreas Weber präsentieren das Schild, das darauf hinweist, dass die Gerberstraße nun eine Fahrradstraße ist.

Sonntag Nachmittag ging es also los, und welcher Ort für die Auftaktveranstaltung eignete sich in diesem Jahr besser als die Gerberstraße, die nun offiziell eine Fahrradstraße ist? Unter Applaus haben dort aber zunächst zwei der diesjährigen sogenannten Stadtradel-Stars ihre Autoschlüssel an Rieß übergeben. Birgit Lutz und Jana Knabe werden die kommenden drei Wochen komplett auf ihre Autos verzichten. Die Dritte im Bunde, Lydia Menke, besitzt keinen Wagen, will sich während des Stadtradelns aber auch nicht mehr mitnehmen lassen.

Vorjahresmarke: 160.000 Kilometer

Die Auftakttour selbst war für die Stadt beste Werbung in eigener Sache. Petersen wollte zeigen, wo sich Rotenburg in den letzten Jahren für Fahrradfahrer zum Guten verändert hat: Selbstredend ging es erst einmal die komplette neue Fahrradstraße entlang, danach weiter zur „sehr fahrradfreundlichen“ Ampel an der Kreuzung Verdener Straße/Glummweg, den neu gemachten Radweg Ebbers Kamp, Dr.-Walter-Mecke-Damm, Hemphöfen – die erste Fahrradstraße der Stadt – und dann an der Skater-Anlage am Bahnhof vorbei zum Pferdemarkt, wo im Rathaus schon die Verpflegung wartete. „Bei der Fahrradqualität sind wir zuletzt sehr gut vorangekommen“, so Petersen zu den anwesenden Stadtradlern.

Im vergangenen Jahr haben die Rotenburger Stadtradler mehr als 160.000 Kilometer zurückgelegt. Eine Marke, die es laut Weber übrigens nicht unbedingt zu knacken gilt. 2016 begann das Stadtradeln bereits im Juli, die Tage seien mit dem Zeitraum in den September hinein in diesem Jahr kürzer.

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