Drei Chöre bieten bei gemeinsamem Konzert in der Rotenburger Realschule gemischtes Programm

Erst Knabe mit dem Röslein, dann Sandmann

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Schwungvoll ging es beim gemeinsamen„Siyahamba” zu.

Rotenburg - Frühling statt Weihnachten und drei statt einer – das wären wohl die nackten Fakten, mit denen sich das Chorkonzert mit dem Motto „Die Gedanken sind frei“ am frühen Samstagabend in der Aula der Rotenburger Realschule zusammenfassen ließe. Doch bei Musik geht es ja bekanntlich weniger um Fakten, sondern um Emotionen und Begeisterung. Und von beidem gab es bei den rund hundert Akteuren der drei teilnehmenden Chöre mehr als genug.

Als Chorleiter René Clair für seinen Gemeinschaftschor eine Möglichkeit gesucht hatte, das erarbeitete Repertoire wieder einmal zu präsentieren, lag der Gedanke einer Beteiligung des Auricher Chors „Frohsinn“ nahe, „schuldeten“ die Rotenburger den Ostfriesen nach einem gemeinsamen Kirchenkonzert im Dezember 2013 doch noch eine Gegeneinladung. Und auch die Teilnahme der Sittenser Formation „Via Nova“ ergab sich fast wie von selbst, ist Clair doch seit einigen Wochen deren kommissarischer Leiter. So war er arg im Stress – auch wegen der Doppelfunktion als Dirigent und Begleitung am Klavier.

Die Darbietungen nahmen sich so unterschiedlich aus wie die Chöre selbst: Der Gemischte Chor bot eher volkstümliches Liedgut, in modernem Gewand nicht nur durch die Pianopassagen, sondern auch die Bearbeitungen mal mit Rock-, mal mit Swing- oder Tango-Angklängen, wie bei der Premiere „Sah ein Knab ein Röslein stehn“. Die war auch das namibianische Kanana Kameme der Gäste aus Aurich. Der Chor überzeugte vor allem mit kleinen Choreografien und Accessoires wie den Lichtern zum Sandmann, einer schönen Dynamik und einer Sangesfreude, die auf die rund 90 Zuschauer abstrahlte.

Zu denen gehörte neben Heinz-Günter Bargfrede auch Hartmut Leefers. „Heute bin ich aber auch aus privatem Interesse hier“, betonte der Vorsitzende der Kontaktstelle Musik, „schließlich ist das für einen aktiven Sänger eines Gospelchors doppelt spannend.“

Eine Premiere hatte auch der kleine Sittenser Chor „Via Nova“ zu bieten. Sein „You raise me up“ hatte durchaus packende Momente, bewies die Formation doch, dass auch mit nur einem Dutzend Stimmen Klangfülle zu erreichen ist. Die wurde bei den „Klassikern“ getoppt, die alle Akteure gemeinsam anstimmten: Siyahamba, Möge die Straße uns zusamenführen, oder in der eingeforderten Zugabe nach zweieinhalb Stunden geballter Chormusik: „Rock my soul“

hey

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