Don-Kosaken-Chor Serge Jaroff in Rotenburg

Stimmgewaltiger Auftritt

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Volodymyr Pazdriy (l.) führt durch das musikalische Programm der Don Kosaken im Niedersachsenhaus der Rotenburger Werke und dirigiert den Chor. Die Stimmen der geschulten Sänger begeistern die Besucher. 

Rotenburg - Die Bühne im Saal des Niedersachsenhauses der Rotenburger Werke ist wie leergefegt. Keine Mikrofone sind zu sehen, die erahnen lassen, dass an dieser Stelle in wenigen Sekunden ein berühmter Chor singen wird. Dann kommen die 15 Kosaken unter dem Applaus der mehr als 100 Besucher beim Konzert des Don-Kosaken-Chors auf die Bühne. Der Dirigent Volodymyr Pazdriy hebt den Taktstock, und wie aus dem Nichts ertönt mit unglaublicher Stimmgewalt aus den Kehlen der Sänger „Gott sei mit uns“ – auf Russisch versteht sich. Gänsehaut ist bei den Konzertbesuchern programmiert.

Es folgt ein beeindruckender Abend, der den Zuhörern noch lange in Erinnerung bleiben wird. So wie bei Maria und Hermann Martin aus Rotenburg, die den Original-Chor unter der Leitung von Serge Jaroff damals in den 70er-Jahren live miterlebt und sich besonders auf dieses Konzert gefreut haben. „Meine Mutter ist in Russland geboren und nach Kriegsende nach Deutschland gekommen“, erklärt Martin die besondere Affinität zur russischen Kultur und speziell zur Chormusik. „Ich bin begeistert von dem Können. Es ist für mich ein kulturelles Ereignis ganz besonderer Art“, erklärt der Rotenburger Sozialdemokrat und Mitglied des Stadtrates am Rande des Konzertes.

Sakrale Lieder

Den Anfang hat an diesem Musikabend aber der Shanty-Chor Waffensen unter der Leitung von Gebhardt Cordes mit dem Hans-Albers-Hit „Nimm mich mit Kapitän auf die Reise“ gemacht – dabei griffen die Sänger noch zu Mikrofonen und Verstärker. Der Chor hat das Konzert in der Kreisstadt organisiert und die Betreuung der Kosaken während es Aufenthaltes in Rotenburg übernommen. „Was die mit ihren Stimmen leisten, ist unglaublich“, so Cordes. Die Reaktion der Zuhörer bestätigt seinen Ausspruch. Fasziniert vom Können des Chores, spenden sie reichlich Applaus. Bis zur Pause singen die Männer zumeist sakrale Lieder und preisen Gott. Im zweiten Teil kommen die Freunde der russischen Folklore auf ihre Kosten.

Natürlich fehlen auch das bekannte „Kalinka“ und die „Abendglocken“ nicht im Repertoire. Höhepunkt für alle Beteiligten ist dann am Ende das „Wiegenlied“ von Johannes Brahms: Der Shanty-Chor singt, und die Don Kosaken übernehmen summend die zweite und dritte Stimme. Ein Auftritt, den das Publikum mit frenetischem Beifall honoriert. 

go

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