Virtuelle BBS-Ausbildungsmesse erreicht viele Besucher

Digital macht Schule

Die Ausbildungsmesse ist zu Ende, geht aber weiter. Und zwar mit einer Re-Live-Phase. „Newroom Media“ aus Köln hat das Konzept für die digitale Messe umgesetzt. Nach dem Einloggen landen die Besucher am Haupteingang, wo die Entdeckungstour startet. Die Agentur für Arbeit unterstützt die virtuelle Veranstaltung. 
Bildschirmfoto: Menker
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Die Ausbildungsmesse ist zu Ende, geht aber weiter. Und zwar mit einer Re-Live-Phase. „Newroom Media“ aus Köln hat das Konzept für die digitale Messe umgesetzt. Nach dem Einloggen landen die Besucher am Haupteingang, wo die Entdeckungstour startet. Die Agentur für Arbeit unterstützt die virtuelle Veranstaltung. Bildschirmfoto: Menker

Rotenburg – Die Ausbildungsmesse hat im Kalender der Berufsbildenden Schulen (BBS) Rotenburg einen festen Platz. Immer im November steht sie für zwei Tage auf dem Programm – und die Resonanz in den vergangenen Jahren war überwältigend. Diesmal war alles anders – sie konnte nur in digitaler Form über die Bühne gehen.

„Wir sind mit viel Spannung und großem Interesse an den Reaktionen aller an der Messe Beteiligten in die erste digitale Ausbildungsmesse gestartet“, sagt Christine Lotzkat, die im Organisationsteam federführend mitgearbeitet hatte. Die Fragen, die sich das Team gestellt hatte, waren vielfältig: „Klappt alles technisch, können wir eine ausreichende Anzahl von Besuchern erreichen, kann ein (Video-) Chat ein persönliches Gespräch ersetzen?“

Und das Ergebnis? Im Nachhinein seien diese Fragen mit gutem Gewissen mit einem Ja beantwortbar. „Ich denke, wir können behaupten, dass diese 17. Messe kein Lückenbüßer im Lockdown war. Wir haben mehr Zuschauer gezählt als bei den bisherigen Präsenzmessen.“ Die angebotenen Fachvorträge seien von einer beachtlichen Bandbreite und hervorragender Qualität gewesen, erklärt Lotzkat auf Anfrage unsere Redaktion. Die Kontaktaufnahme über die Kontaktformulare und Live-Chats seien von allen Besuchern gut genutzt worden.

Es gab insgesamt etwa 2 100 Registrierungen. Am ersten Tag sei die Messeseite etwa 50 000 Mal aufgerufen worden, am zweiten weitere 23 000 Mal. 65 Personen haben sich den Angaben der Schule die Grußworte angeschaut. Bei den Vorträgen waren im Durchschnitte jeweils 30 Besucher im Live-Chat dabei und haben die Chat-Funktion für Fragen genutzt. Die durchschnittliche Verweildauer auf der Messe betrug etwa 60 Minuten, verteilt auf einen durchschnittlichen Standbesuch von anderthalb Minuten. In der am Freitag gestarteten sogenannten Relive-Phase kämen jetzt „natürlich noch Besucher hinzu“.

Die bisherigen Rückmeldungen der Schüler seien gut: Die Messe sei interessant, das Design gut und sehr übersichtlich. Die Videos konnten demnach einen guten Überblick über die Unternehmen verschaffen, als schnell und einfach bewerten die jungen Besucher die Kontaktaufnahme via Chat und Visitenkarte. Christine Lotzkat: „Die Evaluation der Ausstellerzufriedenheit beginnt erst in dieser Woche. Hier gibt es bis jetzt kaum Rückmeldungen.“

Stellt sich die Frage: Wie geht es weiter mit der BBS-Ausbildungsmesse? „Wir sind eine sehr innovative Schule mit einem gut aufgestellten Messeteam. Unsere Aufgabe in den nächsten Wochen und Monaten wird es sein, die Lage in Bezug auf Corona zu beurteilen und uns den Gegebenheiten anzupassen.“ Ob das mit einer erneuten rein digitalen Ausbildungsmesse sein wird oder andere Möglichkeiten zur Durchführung in Betracht kommen, müsse zu gegebener Zeit entschieden werden. Lotzkat: „Grundsätzlich würde ich die Online-Messe aber als Zukunftsmodell bewerten, weil sie die Hauptkommunikationswege der jungen Generation über das Internet aufgreift.“ Das Anmeldeverfahren für unter 16 Jahre alte Schüler müsse allerdings optimiert werden.

Zugleich gibt das Team zu bedenken: „Trotz der stillen Messe war der Tag für das Messeteam alles andere als ruhig. Es gab einige Anfragen wegen zunächst fehlgeschlagener Registraturen und technischer Probleme, und wir waren mit einigen Kollegen permanent im Chat.“ So sei kaum Zeit geblieben, alle Vorträge live anzuhören. Lotzkat: „Zum Glück ist das in der Relive-Phase nochmal in Ruhe möglich.“ Unter dem Strich also ein positives Fazit – das Projekt könnte Schule machen – trotz aller Unsicherheit im Vorfeld: „Wir hatten eine Anfrage aus dem Landkreis Verden. Dort besteht großes Interesse an der Durchführung einer digitalen Ausbildungsmesse. Demnächst wird es einen Austausch diesbezüglich geben.“

https://www.bbs-row.de/

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