Neubau am Weichelsee

Die Rotenburger Fitness-Kooperation

Pläne für den Highlight-Neubau
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Auf dem ehemaligen Waldschlösschen-Gelände direkt gegenüber vom Weichelsee soll das neue Fitnesszentrum entstehen. Das „Highlight“ soll Ende 2022 ebenso einziehen wie eine Physiopraxis und die Übungsräume unter anderem für die Aerobic-Turnerinnen. Grafik: Planungsgemeinschaft Nord

Rotenburg bekommt ein neues Fitnesszentrum. Ende 2022 soll der Neubau auf dem ehemaligen Waldschlösschen-Gelände gegenüber vom Weichelsee bezugsfertig sein. Das „Highlight“ weicht für die Erweiterung des Obi-Marktes hierhin, eine Physiotherapiepraxis mit sportmedizinischem Schwerpunkt wird es geben, und auch das Hallenproblem für die Aerobic-Turnerinnen ist gelöst.

Rotenburg – Es wäre eine „Katastrophe“ für Rotenburg, sagt Friedrich Behrens. Nicht genug Platz und Zeit für die rund 80 Mitglieder der Aerobic-Turnerinnen des TuS Rotenburg in den Turnhallen der Kreisstadt, der Verlust gar des Titels als eines von vier bundesweiten Aerobicturn-Zentren des Deutschen Turner-Bundes (DTB)? Der Unternehmer, langjährige Handball-Boss des TuS und CDU-Politiker, der kommende Woche in den Stadtrat gewählt werden möchte, war empört. Geht eine selbst ernannte Sportstadt so mit einem seiner Aushängeschilder um? Das Problem muss gelöst werden.

Wie praktisch, dass Behrens eh gerade dabei war, etwas zu lösen – die lange geplante Erweiterung des Obi-Marktes an der Bremer Straße steht an. Geschäftsführer Behrens spricht von einem größeren Gartencenter, mehr Lagerkapazitäten, einer besseren Warenpräsentation, mehr Platz allgemein. Obi soll wachsen, um die Kunden in der Kreisstadt zu halten. Aber dort, wohin der Baumarkt wächst, steht derzeit noch das „Highlight“ – eins von mittlerweile sechs Studios des Teams Jan Schröder und Peter Ernst. Die sind sich schon lange mit Investor Behrens einig, dass man ebenfalls erweitern und modernisieren will. Also steht ein Umzug an, nur 100 Meter weiter die Straße runter auf das seit vielen Jahren brachliegende Waldschlösschen-Gelände, das Behrens erworben hat. Dort soll bis Ende kommenden Jahres ein Neubau entstehen, für den die städtischen Gremien die Pläne bereits politisch auf den Weg gebracht haben. Ende des Jahres erwartet die federführende Planungsgemeinschaft Nord grünes Licht der Verwaltung für das Bauvorhaben.

Fitnessclub mit Outdoor-Bereich

Entstehen soll ein hochmodernes Fitnesszentrum. Auf dem neuen Grundstück haben Schröder und Ernst mit 2 700 Quadratmetern inklusive des Außenbereichs mehr Platz als bisher. Letzterer soll mit 400 Quadratmetern als Aktivfläche ausgestattet und überdacht werden. Klassische Fitnessgeräte, ein großer Crossfit-Parcours, Gesundheitssport, viele Kurse in zwei großen Räumen, Sauna – beim Neuanfang im „Highlight“ nicht zuletzt nach der langen Corona-Zwangspause will man das volle Programm bieten. „Außerdem soll es die erste Anlage hier sein, die CO2-neutral ist“, erklärt Schröder. Dafür planen sie einiges: Bambuskleidung für die Teams, Energiegewinnung über eine Fotovoltaikanlage, Erdwärmepumpen und Ladesäulen für E-Autos. „Das ist wichtig und wird mehr, die Anforderungen an Fitnessstudios ändern sich“, sagt Schröder. Irgendwann könnten die Sportler durch ihr Training Strom erzeugen und so ihre Autos laden.

Das Highlight zieht nur etwa 100 Meter weiter in ein neues Gebäude, der Obi-Markt wird sich dann auf der Fläche des jetzigen Fitnessstudios erweitern.

Als „aus therapeutischer Sicht traumhaft“ beschreiben zudem Jonas Bungert und David Do, dass sie mit ihrer neuen Physiotherapie-Praxis mit einziehen werden. Schwerpunkt soll eine sportmedizinische Behandlung sein, da werde man Synergien mit dem Fitnessclub nutzen können. Auch wenn Rotenburg bereits ein großes Angebot an Physiopraxen habe, der Bedarf in der alternden Gesellschaft steige. Und mit dem angestrebten Schwerpunkt sowie einer angestrebten Mitarbeiterschaft von bis zu 20 Kollegen können man neue Akzente für Rotenburg setzen – für die „Sportlerstadt“.

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Fitnessclub, Physiotherapie – und als dritter Baustein für das auf drei bis vier Millionen Euro taxierte Projekt 400 Quadratmeter Übungsfläche für Vereine. Maike Niederschulte ist begeistert. Die Aerobic-Zentrumsleiterin und Spartenleiterin im TuS Rotenburg hatte lange, nach eigenen Angaben vergeblich, versucht, bei der Stadt Gehör zu finden. Das Problem: Die Bundeskaderathleten trainieren bereits seit einem Jahr nicht mehr hier, sondern in Buchholz im Kreis Harburg. Knackpunkt ist der aufwendig zu verlegende und aus 64 Holzplatten bestehende Hallenboden, der nirgendwo in Rotenburg dauerhaft liegen bleiben kann, weil die Hallen für Schulsport und andere Vereine gebraucht werden. Rotenburg droht der Verlust des Ausnahme-Standorts für Aerobic an Buchholz.

Räume nicht nur für Aerobic

Und so löst Behrens dieses Problem – mit dem Chef der Planungsgemeinschaft Nord, Architekt Norbert Behrens. Beide treten zusammen als Sponsoren auf für eine gewisse Vorleistung. Die Aerobic-Turnerinnen bezahlen für die Nutzung der im Neubau geplanten Halle eine geringe Nutzungsgebühr, können dafür ihren speziellen Boden dauerhaft dort liegen lassen. Und auch andere Vereine können die Räume nutzen, betonen alle Seiten. Kneipp-Kurse, Gesundheitssport, Krabbelgruppen – vieles sei denkbar. Auch werde man beim TuS Rotenburg und der Stadt dafür werben, dass sie sich an den Kosten der Nutzung beteiligen – günstiger als ein eigener Hallenneubau sei das allemal. Am Montag kommt der TuS zur Mitgliederversammlung zusammen. Neuer Vorsitzender soll dann Andreas Weber werden, bekanntermaßen aktuell noch Bürgermeister.

Mit dem Fitnesszentrum sind die Ideen von Investor Friedrich Behrens aber noch lange nicht abgeschlossen. Eine Kletterhalle, ein „Jumphouse“ – es gebe noch viele Optionen dort, sagt er. Keine Probleme eben, sondern Lösungen.

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