Vorbreitungen für 650 Ü-80-Senioren

Impfung auch in Rotenburg

Florian Hensel
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Die Impfstraßen der Rotenburger Werke sind fertig. Florian Hensel wartet darauf, dass es losgehen kann.

Rotenburg – Die Vorbereitungen laufen, und Bürgermeister Andreas Weber (SPD) ist guter Dinge, dass die Corona-Schutzimpfung von 650 Ü-80-Senioren aus der Stadt Rotenburg am 31. März sowie am 1. April in der Pestalozzi-Sporthalle an der Gerberstraße reibungslos ablaufen kann. Am Freitag und am Samstag können die Senioren, die noch auf ihre Erstimpfung warten, mit einem Brief aus dem Rathaus rechnen. Dieser enthält eine Einladung mit wichtigen Informationen dazu.

In der Stadt Rotenburg mit den Ortschaften Waffensen, Unterstedt, Mulmshorn und Borchel leben zurzeit rund 1 650 Menschen, die älter als 80 Jahre sind und daher zur ersten Gruppe der aktuell anstehenden Schutzimpfungen zählen. Rund 350 von ihnen leben in unterschiedlichen Senioren- und Pflegeheimen und seien komplett durchgeimpft, teilt Weber in einem Gespräch mit der Presse mit. Etwa 700 Menschen aus dieser Altersgruppe hätten zudem schon im Impfzentrum in Zeven die Erstimpfung erhalten. Jetzt sind die restlichen Ü-80-Senioren an der Reihe – bei einem der dezentralen Impftermine, wie sie zurzeit in mehreren Kommunen anstehen.

„Ich appelliere an die Menschen, diese Einladung anzunehmen und das Angebot zu nutzen“, sagt Weber. Er weist ausdrücklich darauf hin, dass es am 31. März und am 1. April ausschließlich um die Erstimpfung geht. Wer das Angebot nutzen möchte, hat vom kommenden Montag bis zum Mittwoch, 22. bis 24. März, die Möglichkeit, sich telefonisch jeweils von 9 bis 12 Uhr im Rathaus für Termine zu melden. Genutzt werden können dafür die Telefonnummern 04261 / 71100, 71120 und 71247.

Die Pestalozzi-Sporthalle bietet laut Weber beste Voraussetzungen für einen reibungslosen Ablauf. Die Halle, sagt er, sei sehr übersichtlich, barrierefrei und leicht mit entsprechenden Einbahnsystemen auszustatten. Darüber hinaus seien direkt vor dem Eingang ausreichend Parkplätze vorhanden.

Zwei der drei geplanten Impfstraßen besetzt das Impfzentrum in Zeven mit entsprechendem Personal – und die dritte Straße kümmert sich die Stadt. Viele Freiwillige – Ärzte und auch impfberechtigtes Personal – hätten sich gemeldet, um den Ablauf sicherzustellen. Alles in allem wird ein Team von rund 35 Personen in der Halle sein. Die Impfungen selbst sollen an beiden Tagen von 9 bis 16 Uhr über die Bühne gehen. „Wir bitten allerdings die zu impfenden Personen, eine Viertelstunde vor ihrem Termin vor Ort zu sein“, erklärt Weber. Zugleich weist der Rotenburger Bürgermeister darauf hin, dass Wunschtermine für diese beiden Tage nicht erfüllt werden können. Und er bittet darum, von Rückfragen abzusehen, sofern diese nicht zwingend erforderlich sind. „Es wird ausschließlich der Impfstoff von Biontech-Pfizer verimpft“, heißt es in dem Brief, der jetzt auf dem Weg zu den Senioren ist. Weitere Fragen zum Vakzin beantworten vor Ort die Ärzte. Zum Termin sind die Senioren aufgefordert, einen Personalausweis oder Reisepass – beide müssen zwingend gültig sein –, die Krankenversicherungskarte und – falls vorhanden – einen Impfpass mitzubringen.

Der Aufbau des zeitlichen begrenzten Impfzentrums erfolgt am Tag vor der Öffnung. Zunächst wird sich der Bauhof in der Halle sehen lassen, um den Fußboden mit Holzplatten auszulegen, damit der Hallenboden geschont wird. Eine Frage kann die Stadt derzeit allerdings noch nicht beantworten: „Wir wissen noch nicht, wann der Termin für die Zweitimpfung sein und wo dieser dann angeboten wird.“

Die Beschilderung dient der Orientierung.

Während die Stadt für ihren Part immerhin einen klaren Fahrplan hat, müssen sich die von zuletzt mehreren Ausbruchgeschehen geplagten Rotenburger Werke noch gedulden. „Eigentlich hätten wir sofort loslegen können“, sagt Florian Hensel, Referent der Geschäftsführung. Seit Montag stehen die vier Impfstraßen im Haus Niedersachsen an der Lindenstraße bereit. Doch dann hat der Bundesgesundheitsminister dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Es geht um mehr als 2 500 Mitarbeiter und Bewohner, die ihre Erstimpfung erhalten sollen“, erklärt Hensel. Sie sollen den Impfstoff aus dem Hause Astrazeneca erhalten – die Ausgabe dieses Vakzins hatte der Minister allerdings stoppen lassen. Sobald eine Freigabe erfolgt, könne man dennoch loslegen, so Hensel.

Es ist beeindruckend, was Hensel und sein achtköpfiges Team da innerhalb kürzester Zeit aus dem Boden gestampft habe. Ein Impfzentrum inklusive eines entsprechend auch technisch ausgestatteten Back-Office. Für die eigentlich schon vergebenen Termine sollen die mobilen Impfteams aus Zeven anrücken. Sieben Tage soll es dauern, bis alle Spritzen gesetzt sein werden. Immer von 9.30 bis 17 Uhr soll es auf den farblich markierten und mit leicht verständlichen Hinweisschildern auf den vier Impfstraßen entlang gehen. In der Halle sind die einzelnen Bereiche mit Zelten so angelegt, dass die Aufklärungsgespräche sowie die Impfungen selbst vertraulich stattfinden können.

Sieben-Tage-Inzidenz steigt im Landkreis auf 42

Vergleichsweise steht der Landkreis Rotenburg in der Pandemie weiterhin sehr gut da – die Zahlen bundesweit, in Niedersachsen und auch in den meisten direkten Nachbarkreisen sind deutlich höher. Trotzdem scheinen gerade die Mutanten auch hier ein größer werdendes Problem zu sein. Aus dem Gesundheitsamt heißt es, es gebe weiter ein „diffuses Infektionsgeschehen“, größere Hotspots seien nicht bekannt. Dennoch: Die Zahlen steigen. 23 neue Coronafälle wurden am Donnerstag gemeldet, kreisweit gibt es aktuell 158 Infizierte, von denen acht im Krankenhaus behandelt werden müssen. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt für das gesamte Kreisgebiet bei 42 Neuinfektionen in Bezug auf 100 000 Einwohner. Für einige Schulklassen gelte wieder Quarantäne, ganze Schulen müssten aber noch nicht wieder geschlossen werden. Für 305 Kontaktpersonen, so die Angaben, gelte die häusliche Quarantäne.

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