Deutlich bessere Ergebnisse

Jahreshauptversammlung der Landberatung Rotenburg in der Oase am Luhner Forst

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Der neue Vorstand der Landberatung Rotenburg mit dem Vorsitzenden Friedhelm Lohmann (v.l.), Hennes Scheele, Jan Hesse-Stegmann, Maren Schröder-Meyer, Christoph Böschen, Sören Lohmann und Geschäftsführer Marco Schouten. 

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. Das Wirtschaftsjahr 2016/2017 hat deutlich bessere Ergebnisse im Vergleich zu den Vorjahren erzielt. So bilanzierte der Geschäftsführer der Landberatung Rotenburg, Marco Schouten, die Situation bei den Landwirten der Region im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/2017. Der durchschnittliche Gewinn sei demnach angestiegen, wodurch sich die wirtschaftliche Lage auf den Betrieben deutlich entspannt habe. Mit einem Blick in die Zukunft prognostiziert Schouten neben vielfachen Risiken auch große Chancen, die es umzusetzen gilt.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Friedhelm Lohmann berichteten einige Mitglieder aus den Beratungsteams von der Arbeit in ihren Bereichen. Geschäftsführer Schouten gab zunächst die aktuellen Daten und Fakten zum Verein bekannt. „230 Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von insgesamt 37 723 Hektar gehören der Landberatung an“, so Schouten. Die Landwirte erhalten Unterstützung von acht beratenden Agraringenieuren. Für die Bodenproben- und Grundfutterentnahme ist ein Probenehmer im Einsatz. Die allgemeine Beratung wird durch spezielle Angebote im Viehbereich abgerundet. Bei der Wasserschutzgebietsberatung werden zudem Informationen rund um den Grundwasserschutz an Landwirte, die in den jeweiligen Flächen bewirtschaften, vermittelt.

Geschäftsführer Marco Schouten zieht eine positive Bilanz.

Jannes Wilkens von der Rinderspezialberatung sprach von ansteigenden Milchauszahlungspreisen: „Die Preiserhöhung führte dazu, dass den Betrieben ein ausreichendes Einkommen zur Verfügung stand. Rücklagen konnten oftmals aber nicht in ausreichendem Umfang realisiert werden.“ Bei den Schweinen konnten die Bauern auf den Betrieben nach zwei schlechten Wirtschaftsjahren wieder durchatmen, berichtete Christian Tülp. Die starken Preisschwankungen machten den Aufbau von Rücklagen als Puffer für Zeiten mit schlechten Preisen schwierig. Mit Hilfe der Schweinespezialberatung werden die Produktionstechnik sowie die Betriebswirtschaft auf den Betrieben analysiert, um Schwachstellen aufzudecken und das System zu optimieren. Ausschlaggebend für den Betriebserfolg und die Existenz der landwirtschaftlichen Familien seien häufig „viele kleine Schrauben“, an denen gedreht werden müsse.

Im Pflanzenbau gab Kai Siegel einen Überblick. Das Frühjahr war bis zum Monat Mai von Trockenheit geprägt. Die Befahrbarkeit der Flächen sei im Vergleich zu den jetzigen Bedingungen sehr gut gewesen. Außergewöhnliche Witterungsverhältnisse mit tiefen Temperaturen herrschten im April. Vegetationsstillstand war die Folge. Mit dem Juni kam der Regen. Durchgehend bis November lagen die Niederschläge über dem langjährigen Mittel. Durch den anhaltenden Regen gestalteten sich die Ernte bei Getreide und Mais sehr schwierig. Beim Mais kamen erschwerend Sturmschäden hinzu. Der Ertrag war durchschnittlich.

Der Beratungsbedarf bei den Landwirten im Hinblick auf das Nährstoffmanagement hat stark zugenommen. Die Pflanzenbauberaterin Bianca Hinck, Peter Schmidtmann und Kai Siegel stehen den Landwirten als Ansprechpartner rund um die neue Düngeverordnung zur Verfügung.

Während der Jahreshauptversammlung standen auch Neuwahlen auf der Tagesordnung. Jürgen Böschen und Jochen Intemann legten ihr Amt nieder. Neben den wiedergewählten Jan Hesse-Stegmann, Hennes Scheele und Maren Schröder-Meyer wurden Christoph Böschen und Sören Lohmann als Nachfolger einstimmig in den Vorstand der Landberatung berufen.

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