Touristikverband Landkreis Rotenburg

Gründung vor 25 Jahren: Der Tourow feiert Jubiläum

Der Tourow wird 25: Vorsitzender Hartmut Leefers (v.r.) freut sich mit dem Team der Geschäftsstelle des Touristikverbands, zu dem Ingrid Krause, Petra Welz, Verena Henke und Udo Fischer gehören.
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Der Tourow wird 25: Vorsitzender Hartmut Leefers (v.r.) freut sich mit dem Team der Geschäftsstelle des Touristikverbands, zu dem Ingrid Krause, Petra Welz, Verena Henke und Udo Fischer gehören.

Rotenburg – Feiern geht nicht. Pandemie eben. Dennoch lässt Geschäftsführer Udo Fischer das Jubiläum nicht unter den Tisch fallen. Schließlich blickt der Touristikverband Landkreis Rotenburg (Tourow) auf 25 Jahre zurück, in denen er die Themen Tourismus und Freizeit im Landkreis nicht nur etabliert, sondern im Laufe der Zeit auch auf ein erstaunliches Level gehoben hat.

Nicht zuletzt das wohl größte und erfolgreichste Projekt – der Aufbau der 24 Nordpfade – lässt Wanderer und Fachleute sogar im benachbarten Ausland aufhorchen.

„Damals hat keiner so recht geglaubt, was Tourismus und Freizeitorientierung bei den Menschen vor Ort sowie als Wirtschaftsfaktor bewirken kann“, sagt Udo Fischer vom Homeoffice aus in einem Gespräch mit der Kreiszeitung. Dem Tourow sei es nach und nach gelungen, seine Ideen dazu nach außen zu tragen. Nicht zuletzt deshalb ziehen viele Menschen in den Landkreis, andere wiederum kommen regelmäßig hier her, um die vielen Angebote zu nutzen.

Dem Wanderprojekt mit den Nordpfaden komme dabei eine große Bedeutung zu: „Die Nordpfade verbinden endlich die Menschen im Landkreis. Das merken wir jetzt in der Pandemie ganz besonders.“ Fischer ist selbst viel auf den 24 unterschiedlich langen Wegen unterwegs und sieht mit eigenen Augen, wie sehr die Landkreis-Bewohner diese Möglichkeit in Zeiten von Kontaktbeschränkungen zu schätzen gelernt haben. Fischer spricht von Angeboten, die das Leben und Arbeiten im Landkreis attraktiver machen.

Im April 1996 wurde der Touristikverband Landkreis Rotenburg vom damaligen Landrat Wilhelm Brunkhorst gegründet, womit man die bisherige Heide-Wümme-Oste Fremdenverkehrsgesellschaft ablöste. Mit der Vereinsgründung wollte man die Fremdenverkehrsarbeit, wie man es damals nannte, noch effektiver gestalten, so Fischer. Die Vereine vor Ort sollten besser unterstützt und die überörtliche Werbung forciert werden. Vernetzung spielte eine große Rolle. Auch versprach man sich vom Verein eine Mitarbeit zur Verbesserung der touristischen Infrastruktur für den gesamten Landkreis.

„25 Jahre später können wir feststellen, dass dieses Vorhaben erfolgreich geglückt ist. Auch wenn der Landkreis Rotenburg nicht zu den bekannten Urlaubsregionen in Niedersachsen beziehungsweise Deutschland zählt, so sind wir mit den 24 flach-weiten Nordpfade-Wanderwegen als Flachland-Wanderregion in vielen Teilen Deutschlands bekannt und sehr beliebt. Auch wird die Arbeit der Geschäftsstelle von vielen sehr geschätzt“ stellt Hartmut Leefers, Vorsitzender des Tourow, fest. Der ist nämlich auch heute noch ein Verein, die Kommunen des Landkreises tragen ihn als Mitglieder. Eine Organisationsform, die Udo Fischer nicht infrage stellt. Ob es in Zukunft einmal eine neue Struktur geben wird, lasse sich nicht sagen. „Nach außen sind wir ein Verein, aber wir arbeiten ja wie ein Wirtschaftsunternehmen. Ja, es könnte sich vielleicht mal ändern.“

Dieses Unternehmen, von dem Fischer da spricht, hat sich im Laufe der Jahre viel erarbeitet. Ein Netzwerk vor allem – ein Netzwerk, in dem viele „Player“ mit von der Partie sind. Gastronomen ebenso wie Anbieter von Anlaufpunkten, Gästeführerinnen und Anlaufstellen, an denen sich Gäste schlaumachen können. Dazu kam im Laufe der vergangenen 25 Jahre eine Anpassung an neue Gegebenheiten. Die Digitalisierung war nicht nur ein enormer Kraftakt, sondern zugleich auch eine Möglichkeit, sich ganz anders aufzustellen und sich deutlich mehr Sichtbarkeit zu verschaffen. „Zugleich sind wir Wirtschaftsförderer, die selbst Fördermittel in den Landkreis holen, oder dafür sorgen, dass genau das anderen Anbietern möglich wird.“

Fischer sagt es so: „Wir dürfen machen.“ Genau das sei nicht zuletzt ein Grund für ihn und die Kollegen im Team, so lange bei der Stange geblieben zu sein. Fischer macht den Job seit 18 Jahren, seine Kollegin Petra Welz ist als Projektmanagerin seit 15 Jahren dabei. Es gebe eben eine gute Grundlage in Abstimmung mit den Kommunen. Das mache es möglich, mit den Menschen vor Ort immer wieder neue Ideen zu entwickeln. Die Melkhüs sind ein gutes Beispiel, aber auch im Bereich des Radtourismus mit den Routen sei viel passiert. Dennoch: Die Nordpfade bildeten nach wie vor die große Klammer für alles. Sie hätten eine enorme Strahlkraft entwickelt.

Darauf will sich der Tourow keinesfalls ausruhen. Schon jetzt plant das Team um Udo Fischer, dem Online-Auftritt ein komplett neues Aussehen zu verschaffen. „Es geht dabei um eine neue Ansprache an die Menschen.“ Nicht einfach nur so, weil es vielleicht angesagt ist. Nein, es ließen sich damit neue Netzwerke kombinieren. Freizeit und Urlaub allein sollen es nicht mehr sein. Erholung, Gesundheit sowie Achtsamkeit werden den Tourow künftig ebenso prägen und für neue Möglichkeiten sorgen, eine gute Zeit im Landkreis Rotenburg zu verbringen. Fischer: „Der Landkreis ist für uns ein Kraftort.“

Der Vorsitzende Hartmut Leefers nimmt das Jubiläum zum Anlass, aus seiner Sicht deutlich zu machen, worum es geht: „Das Hauptziel des Vereins ist es, Urlaubern, Tagesgästen, Naherholungssuchenden und den Bürgern des Landkreises attraktive Urlaubs- und Freizeitangebote zu bieten. Dabei legen wir Wert auf nachhaltige und qualitativ hochwertige Tourismusangebote, die mit der Natur, unserer Region und den verschiedenen Interessengruppen im Einklang stehen.“

Seit der Gründung des Tourow sei viel im Tourismus passiert. „Wir und der Tourismus haben sich in den Jahren stetig weiterentwickelt. Wir sind stolz auf das, was wir mit unseren rund 90 Mitgliedern erreicht haben“, ergänzt Leefers dankbar mit Blick auf das eingespielte Team.

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