Bis zum Umbau der Harburger Straße vergehen noch Jahre

Es dauert noch

Der Umbau der Harburger Straße lässt weiter auf sich warten. Foto: Menker

Rotenburg - Von Ulf Buschmann. Andreas Weber hat Visionen. Ein leistungsfähiges Fahrradwegenetz wünscht sich der Rotenburger Bürgermeister. Und es dürfen gleich neue Verkehrsführungen sein. Damit steht Weber nicht alleine. Auch viele Lokalpolitiker der Kreisstadt bewegt das Thema Verkehr und Mobilität. Eines der großen Projekte ist dabei die Umgestaltung der Harburger Straße. Ginge es nach der Stadt, hätte diese längst ein neues Gesicht.

Doch die Kommune muss sich in diesem Fall mit der Nebenrolle begnügen. Hauptakteur in Sachen Harburger Straße ist der Verdener Geschäftsbereich der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Sie hat nach Auskunft von Valérie Böhm einen ganz anderen Zeitplan. Danach ist vorgesehen, „den Antrag auf Planfeststellung (...) im vierten Quartal 2020 bei der zuständigen Planfeststellungsbehörde zu stellen.“ Und: „Wie lange das Planfeststellungverfahren dauert, hängt unter anderem von den Einwendungen ab.“ Diesen Zeitplan legt die Behörde in einer E-Mail auf Nachfrage der Rotenburger Kreiszeitung dar.

Darüber, dass die verkehrstechnisch neuen Zeiten erst so viel später als bislang allgemein gedacht anbrechen sollen, ist selbst Stephan Lohmann, Leiter des Amtes für Verkehr, Entsorgung und Umwelt der Stadt Rotenburg, erstaunt. Die Information, dass der Planfeststellungsantrag erst in rund einem Jahr gestellt werden soll, sei ihm bislang nicht bekannt gewesen. Deshalb habe die Verwaltung immer wieder gestellte Nachfragen seitens der Ortspolitiker bislang nicht beantworten können. Trotzdem hält sich Lohmann mit Kritik an den Verdenern zurück. Der Stadt sei an einem guten Verhältnis gelegen. Denn die Stadt und die Landesbehörde müssen zusammenarbeiten. 

Valérie Böhm: „Es ist vorgesehen, den Antrag auf Planfeststellung dann im vierten Quartal 2020 bei der zuständigen Planfeststellungsbehörde zu stellen.“

Letztere hat nämlich die Hauptrolle inne, weil die Harburger Straße ein Teil der Bundesstraße B71 ist. Die Landesbehörden sind dafür zuständig, Aus- und Umbauten im Auftrag des Bundes abzuwickeln. Dies gilt für die Hauptanlagen: Fahrbahn und Fahrradwege. Die Fußwege sind Sache der beteiligten Kommune. Sie muss sich nach dem Zeitplan der übergeordneten Behörde richten.

Zwar wird der entscheidende Antrag auf Planfeststellung erst in einem Jahr eingereicht. Das heißt indes nicht, dass nichts geschieht. Valérie Böhm bestätigt, dass es in der vergangenen Woche Baugrunduntersuchungen gegeben habe. Und: „Diese Untersuchungen werden von der beauftragten Firma nun ausgewertet und im Anschluss von uns in der Entwurfsplanung berücksichtigt.“

Derweil werde von der Landesbehörde „der Vorentwurf zur Maßnahme erarbeitet und anschließend aufgestellt“. Danach geht es mit der Erstellung der Planfeststellungsunterlagen weiter – „zur rechtlichen Absicherung“, heißt es. Erst dann erfolgt die Ausschreibung des Projekt. Bis der Traum der Ortspolitiker also wahr wird, dürften noch einige weitere Jahre ins Land gehen.

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