Noch kein Termin für Beginn des Verfahrens für Umbau der Harburger Straße

Das Warten geht weiter

Noch eine ganze Weile werden die Autofahrer vor den Ampeln warten müssen. Der Umbau der Harburger Straße und damit auch der Bau der Kreisel verzögert sich.
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Noch eine ganze Weile werden die Autofahrer vor den Ampeln warten müssen. Der Umbau der Harburger Straße und damit auch der Bau der Kreisel verzögert sich.

Rotenburg – Die Stadt möchte endlich loslegen, entsprechende Beschlüsse und Haushaltsgelder sind längst gefasst und eingeplant. Bis es aber losgeht mit der Umgestaltung der Harburger Straße in Rotenburg, könnte es noch dauern. Diese Nachricht hat Bürgermeister Andreas Weber (SPD) den Mitgliedern des Ausschusses für Straßen- und Tiefbau am Dienstagabend im Ratssaal des Rathauses überbracht.

In einem Treffen mit dem Präsidenten der Landesstraßenbaubehörde habe dieser ihm keine definitive Zusage für den Beginn des Planfeststellungsverfahrens im kommenden Jahr geben können. „Was also nach dem bisherigen Stand im vierten Quartal 2020 passieren sollte, kann nicht mal für das vierte Quartal 2021 zugesichert werden“, erläuterte Weber. Dass sich das Vorhaben nun weiter verzögert, hänge damit zusammen, dass die Behörde derzeit umstrukturiert werde. Demnach gebe es zukünftig die Zuständigkeitsbereiche Autobahn sowie Bundesstraßen und Kommunen. Weber hofft, dass mit der Umstellung auch die Kommunikation mit der Behörde schneller und besser funktioniere und entsprechende Projekte schneller vorangetrieben werden können.

Denn die Pläne für die Harburger Straße gibt es immerhin schon seit 2017. Größter Punkt darin ist der Bau eines Kreisels an der Kreuzung Harburger Straße/ Am Sande/ Neuer Markt. Hierfür übernimmt der Bund die überwiegenden Kosten, die Stadt muss sich anteilig beteiligen. Für einen Kreiselbau im Bereich der Harburger Straße/Brockeler Straße/ Waldweg übernimmt die Stadt hingegen die Kosten. Dazu hatte der Verwaltungsausschuss der Stadt bereits im Frühjahr 2018 einen entsprechenden Beschluss gefasst, weil die Landesbehörde einem Kreisel dort eine Absage erteilt hatte.

Doch die Harburger Straße ist nicht der einzige Knackpunkt in der Stadt, bei dem es hakt. Auch für Probleme mit der Ampelschaltung und der Verkehrsregelung, die die Stadt teilweise schon lange beschäftigen, habe es während des Gesprächs keine Zusagen gegeben, berichtete der Bürgermeister.

Aber auch im eigenen Amt hat die Stadt mit Engpässen zu kämpfen. Zwei Ingenieure fehlen der Abteilung für Verkehr, Entsorgung und Umweltschutz, die Stellen sind Anfang des Jahres ausgeschrieben worden. Dementsprechend geht es auch dort mit einigen Vorhaben nicht so schnell voran, wie die Verwaltung es gerne hätte. So berichtet Beate Behrens vom zuständigen Amt, dass die Situation sich auch auf die auf dem Plan stehenden Straßenendausbauten auswirke.

Die Maßnahme für das Baugebiet Brockeler Straße I stehe kurz vor der Ausschreibung. Diese sei fertig, werde nun geprüft und sobald es das Okay vom Rechnungsprüfungsamt gibt, könne es losgehen. Wegen des Personalengpasses könne die Verwaltung aber nur Schritt für Schritt vorgehen, und daher können die Planungen für den Ausbau des Neubaugebiets „Stockforthsweg I“ erst danach in Angriff genommen werden. Die Planungen extern erledigen zu lassen, komme nicht infrage, antwortete Behrens auf eine Nachfrage von Mirco Klee (CDU). „Das war Anfang des Jahres angedacht“, erklärte Behrens. Weil dann jedoch die zwei Ingenieursstellen ausgeschrieben worden sind, habe man sich dagegen entschieden. Was allerdings schon laufe, sei ein Antrag für einen Fahrradweg am Stockforthsweg zur Brauerstraße. Dieser liege dem Landkreis vor, die Stadt warte auf die Zustimmung.

Das Baugebiet Brockeler Straße II hingegen ist noch nicht auf dem Zettel des Amts, weil dort die Bebauung noch relativ am Anfang steht. Die Baureife müsse soweit fortgeschritten sein, dass nach dem Endausbau nicht wieder Schäden auf der Straße entstehen, so Amtsleiter Stephan Lohmann. Der Ausbau im Gebiet Stockforthsweg II/ An der Rodau ist für 2022 vorgesehen, teilte Behrens mit.

Ebenfalls auf der Agenda hat die Stadt den Neubau beziehungsweise die Sanierung von Straßen. Dafür haben Behrens und ihre Kollegen die Stadt in Gebiete eingeteilt nach Alter und Zustand der Straßen. „Der Anfang ist gemacht“, sagte Behrens. Das Vorhaben wird allerdings noch Zeit in Anspruch nehmen. Die Kopfsteinpflasterstraßen in dem Zuge umzubauen, komme aber nicht infrage, erklärte Lohmann auf Nachfrage von Frank Peters. In einem Grundsatzbeschluss aus den 80er-Jahren habe die Stadt festgelegt, diese historischen Straßen zu erhalten.

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