Klaus zur Horst montiert die Nordpfade-Schilder fast im Alleingang

„Das Projekt ist ein bisschen wie mein Baby“

Mehr als 5 000 Plaketten entlang der Nordpfade hat Klaus zur Horst befestigt.

Rotenburg - Von Sophie Filipiak. Die Einweihung der 24 Nordpfade im Landkreis Rotenburg steht kurz bevor. Damit sich die vielen Wanderer am Sonntag auf den unterschiedlichen Strecken nicht verlaufen, sind rund 1.100 Wegweiser und 5. 600 Markierungszeichen installiert worden. Verantwortlich für die Montage war Klaus zur Horst, Mitarbeiter der Vogel- Werbetechnik in Breddorf.

Mehr als drei Jahre habe es von der Entwicklung bis zum Aufstellen der Hinweisschilder gedauert, erklärt zur Horst gegenüber der Kreiszeitung. Fünf bis zehn Mitglieder des Werbeteams haben jeden Tag an der Realisierung dieses Großprojektes mitgeholfen. „Die Montage war hingegen nur ein vergleichsweise kleiner Teil der Arbeiten“, so zur Horst.

Bei der Fertigung der Tafeln, Plaketten und Schilder musste vieles beachtet werden: zum einem die Auflagen des Umweltschutzes und zum anderen sollten die Hinweise auch von Dauer sein. „Selbst in 100 Jahren werden die Schilder immer noch da stehen“, ist sich der Monteur sicher. Er spricht nicht ohne Stolz von seiner Arbeit auf den Nordpfaden: „Es ist für mich eine schöne Selbstbestätigung, etwas derartiges von Dauer geschaffen zu haben.“ Er schätzt, dass er rund 90 Prozent der Schilder und Plaketten an den Wanderrouten installiert hat. „Das Projekt ist ein bisschen wie mein Baby“, gesteht er. „Davor waren das alles nur Wege und nun haben sie Namen.“

„Am 18. Dezember 2013 haben wir am Nordpfad Wolfsgrund bei Eversen die ersten Wegweiser und die erste NP-Infotafel montiert“, erklärt Udo Fischer, Geschäftsführer des Touristikverbandes Rotenburg (Tourow). Vor fünf Jahren initiierte der Verband das Projekt „Wandern im Landkreis Rotenburg“, aus dem die Nordpfade schlussendlich entstanden sind.

Gemeinsam mit dem Monteur war Fischer jeden Weg abgefahren und hatte den exakten Standort bestimmt. „Wir hatten die GPS-Daten im Navigationssystem eingegeben und sind dann rumgefahren“, so zur Horst. „Herr Fischer hat mit lustigen Gesten angezeigt, wohin die Hinweisschilder genau zeigen sollten“, erinnert er sich. Für die Instandhaltung des Schildersystem ist der Tourow zuständig. Ehrenamtliche kontrollieren regelmäßig, ob mit den Hinweisen alles in Ordnung ist. Falls nicht, meldet sich Fischer bei der Vogel-Werbetechnik, die dann einen Monteur losschicken. Denn vor Randalierern und Schilderdieben sind auch die Nordpfade nicht gefeit. „Aber das ist alles noch im Rahmen“, erläutert Fischer.

Zur Horst selbst braucht im Übrigen die Schilder gar nicht um sich auf den 357,8 Kilometer langen Streckennetz der Nordpfade zurechtzufinden. Er kennt sie nun – berufsbedingt – aus dem Effeff. „Bei der Einweihung der Nordpfade am Sonntag bin ich selbstverständlich mit am Start“, kündigt er an.

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