Tafel stellt neue Räume an der Rathausgasse vor

„Danke für die Unterstützung“

So soll es in der neuen Ausgabestelle weitergehen: Gut gefüllte Regale für Menschen, denen es finanziell nicht so gut geht. - Fotos: go

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. Die Ausgabestelle der Rotenburger Tafel ist an die Rathausgasse 6 umgezogen. Eine großzügig gestaltete Immobilie mit vielen Vorteilen gegenüber des ehemaligen Standortes: Grund genug für den Vorsitzenden Hero Feenders, den vielen Unterstützern zu danken und die Räume während eines kleinen Empfangs am Dienstagabend vorzustellen. „Ohne Sie wäre der Einzug nicht möglich gewesen“, wandte sich Feenders an die spendenbereiten Bürger aus der Region.

Beeindruckt vom Geschenk des Bürgermeisters Andreas Weber hält Hero Feenders mehrere Rotenburger Zehner in der Hand.

„Dass sie bereit sind, unsere Arbeit zu unterstützen, macht uns Ehrenamtlichen Mut und zeigt uns, dass wir in der Bevölkerung einen großen Rückhalt haben“, erklärte Feenders vor den vielen Sponsoren. In diesem Mietobjekt sei mehr Platz als am vorherigen Standort. In der ehemaligen Ausgabestelle mussten die Kunden, egal bei welcher Witterung, draußen stehen und warten, bis sie an der Reihe waren. „Hier haben sie nun einen Raum, in dem sie sich aufhalten können, bevor sie schubweise den eigentlichen Laden betreten“, so Feenders. Nach dem Vorzeigen der Ausweise werden die Kunden von den Helfern bedient und können den Verkaufsbereich durch die Ladentür verlassen.

Im hinteren Areal befinden sich die Sozialräume, die von den Ehrenamtlichen in ihren Pausen genutzt werden. Die optimalen Lage der Ausgabestelle biete den Menschen, die sich hier Lebensmittel beschaffen, eine gewissen Privatsphäre.

„Was Sie heute hier an gelagerten Lebensmittel sehen, zeigt die Idee, die hinter der Tafel steckt“, so Feenders. Auf der einen Seite gehe es darum, dass Lebensmittel, die noch verwendbar sind, nicht vernichtet werden, und auf der anderen Seite stehe die Frage: „Wohin mit den Lebensmitteln, die sonst bei den großen Märkten auf dem Müll gelandet wären?“ Die Antwort sei klar: „Zur Tafel! Damit wird Menschen geholfen, die am Rande des Existenzminimums leben.“ Jene erhalten hier primär Backwaren, Gemüse und Obst sowie ähnliche Lebensmittel. Fleischwaren gibt es dort nicht.

Durch Einsparungen beim Lebensmitteleinkauf erhalten die Bedürftigen die Möglichkeit, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Dazu gehört zum Beispiel der Besuch eines Theaters, Kinos oder Schwimmbades. Die vielen Ehrenamtlichen der Tafel versorgen zurzeit 200 Personen, die einen Berechtigungsausweis besitzen, mit Lebensmittel. Einige haben aber auch Familien. „Wir gehen davon aus, dass wir mit unserer Tafel aktuell 500 Menschen mit Nahrungsmitteln versorgen“, so der Tafel-Vorsitzende. Das alles sei nur durch die finanzielle Hilfe aus der Bevölkerung möglich. „Ich werde die Tafel weiter unterstützen und monatlich Geld überweisen“, zeigte sich Jörg Mertins aus Rotenburg nach der Besichtigung des Hauses ziemlich beeindruckt.

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