Diako streicht Operationen

Laborfehler: 22 Monate altes Kleinkind aus Fintel doch nicht am Coronavirus erkrankt

Erstmals ist im Landkreis jetzt ein Kleinkind an Covid-19 erkrankt. Foto: imago images / Deutzmann
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Das als am Coronavirus erkrankt gemeldete Kleinkind ist gesund. Ein zweiter Test war negativ.

Rotenburg – Vergangenen Donnerstag hieß es vom Gesundheitsamt, dass erstmals im Landkreis Rotenburg ein Kleinkind am Coronavirus erkrankt sei. Nun gibt es ein neues, anderes Ergebnis.

  • Pandemieplan: Diako hält weitere Isolationszimmer bereit
  • Coronavirus im Landkreis Rotenburg: Kleinkind doch nicht erkrankt
  • Landkreis Rotenburg: 36 Menschen insgesamt an Covid-19 erkrankt

Update, 24. März: Das am vergangenen Donnerstag vom Gesundheitsamt des Landkreises als am Coronavirus erkrankt gemeldete Kleinkind aus Fintel ist gesund. Wie die Kreisverwaltung am Dienstagmittag mitteilt, hatte des 22 Monate alte Kind aufgrund eines Laborfehlers zunächst einen positiven Befund bekommen. Der zweite Test sei jedoch negativ, und so konnten den Angaben zufolge jetzt alle mit diesem Fall zusammenhängenden Quarantänen mit Kontaktpersonen auch aus der Kita, in die das Kind bis zum 13. März gegangen war, aufgehoben werden.

Landkreis Rotenburg meldet 36 Corona-Patienten

Insgesamt berichtet der Landkreis aktuell von 36 Corona-Patienten aus zehn Kommunen – kreisweit sind bislang nur Bothel, Geestequelle und Gnarrenburg verschont geblieben. Nachdem am Montag ein Bewohner eines Alten- und Pflegeheims in der Samtgemeinde Sottrum positiv getestet wurde, sei das Personal untersucht worden. Die Bewohner hätten nur kurzen Kontakt gehabt. Ergebnisse liegen nach Angaben des Landkreises noch nicht vor, dennoch sei für alle Pflegepersonen das Arbeiten mit Mund-Nasen-Schutz für die nächsten 14 Tage angeordnet worden.

Unter den 24 erkrankten Männern und zwölf Frauen seien sechs Personen im Alter zwischen 20 und 29 Jahren, sechs zwischen 30 und 39 Jahren, sieben zwischen 40 und 49 Jahren, neun zwischen 50 und 59 Jahren, fünf zwischen 60 und 69 Jahren sowie ein Erkrankter im Alter zwischen 70 und 79 und zwei zwischen 80 und 89 Jahren. Insgesamt befinden sich demnach 144 Kontaktpersonen in Quarantäne, fünf Personen sind in stationärer Behandlung, vier davon im Landkreis selber, eine außerhalb des Landkreises.

Originalmeldung, 18. März: Das Kind sei bis zum 13. März in einer Kita betreut worden, die seitdem geschlossen ist. Das Gesundheitsamt des Landkreises Rotenburg prüft nun, ob Kontaktpersonen angesteckt wurden und wird den Angaben nach für diese Personen dann eine häusliche Isolation oder die Betreuung in einem Krankenhaus anordnen.

Coronavirus im Landkreis Rotenburg: Kind wird im Diako behandelt

Das Kind – es ist der 19. Corona-Fall binnen zwei Wochen im Kreis – wird im Rotenburger Diakonieklinikum behandelt. Unternehmenssprecher Matthias Richter bestätigt das: „Ja, es gibt einen nachgewiesenen Fall im Diakonieklinikum. Das Kind wurde unter den vorgegebenen Schutzmaßnahmen untergebracht und wird demnach behandelt. Wir befolgen alle Behördenempfehlungen und stehen in enger Absprache mit dem Gesundheitsamt. Da wir an die Schweigepflicht gebunden sind, können wir keine weiteren Angaben machen.“ 

Fünf der weiteren Coronavirus-Erkrankten im Landkreis sind nach Angaben der Kreisverwaltung Personen im Alter zwischen 20 und 29 Jahren, drei zwischen 30 und 39 Jahren, drei zwischen 40 und 49 Jahren, fünf zwischen 50 und 59 Jahren und zwei zwischen 60 und 69 Jahren. Es handele sich um zwölf Männer und sechs Frauen aus allen 13 Kommunen des Landkreises.

Schon gesehen? Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus in Niedersachsen gibt es in unserem News-Ticker zum Nachlesen.

Coronavirus im Landkreis Rotenburg: Besuchsverbot im Diako

Seit Dienstag gilt im Diako wie in Alten- und Pflegeheimen ein Besuchsverbot. Die Lenkungsgruppe Pandemie des Diakos hat am Mittwoch weitere Schritte zum Schutz vor dem Coronavirus auf den Weg gebracht. Einen Erlass der Landesregierung entsprechend sind alle ambulanten und stationären Eingriffe, die nicht dringend medizinisch notwendig sind, zu verschieben. 

Betroffene Personen würden in den kommenden Tagen von den jeweiligen Fachabteilungen direkt kontaktiert. Dies schaffe wichtige, freie Bettenkapazitäten, um zukünftige Corona-Patienten umfassend und sicher versorgen zu können. Die Akut- und Notfallversorgung sowie Entbindungen seien davon nicht betroffen.

Diako Rotenburg bereitet sich auf weitere Corona-Patienten vor

Darüber hinaus bereite sich das Diakonieklinikum in Rotenburg auch räumlich auf mögliche Corona-Patienten vor: Patienten mit einem hohen Risiko würden räumlich so weit wie möglich von Covid-19-Patienten getrennt. In Teilbereichen des Krankenhauses werden mehrere Stationen entsprechend vorbereitet, sodass es diese notwendigen Kapazitäten gibt, heißt es vom Diako. Nach einem gestuften System könnten je nach aktueller Situation weitere Stationen bereitgestellt werden. 

Das Klinikum verfüge über eine größere Anzahl an Isolationszimmern, in denen Corona-Patienten unterkommen. Auch wenn eine Behandlung auf einer Intensivstation erforderlich sein sollte, seien dort spezielle Isolierzimmer vorbereitet. Dieser Pandemieplan sei auf bis zu 200 Plätze ausgelegt.

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