Stadt Rotenburg nutzt die Ferien für den Beginn zahlreicher Baumaßnahmen

Container-Kita wächst

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An der Rotenburger Realschule in der Ahe entsteht die provisorische Kita Lönsweg

Rotenburg - Von Michael Krüger. Rund acht Millionen Euro wird die Stadt Rotenburg in den kommenden drei Jahren in seine Schulen investieren. Dazu kommt die neue Kindertagesstätte am Lönsweg, für die 1,8 Millionen Euro veranschlagt werden.

Während die kleinen und größeren Kinder die Ferien genießen, herrscht mittlerweile rege Bautätigkeit in der Stadt. Seit Donnerstag steht zum Beispiel die Container-Übergangslösung für die Kita an der Rotenburger Realschule in der Ahe.

Der große Berg ist weg, ein großer Kran steht am Schulgebäude in der Ahe und lässt Container durch die Luft fliegen. Auf dem Boden sind Arbeiter damit beschäftigt, die Module zusammen zu bauen. Drei Klassenräume der Realschule wurden bereits teilrenoviert, dazu kommen die mobilen Bauten.

Aus 13 Containern entstehen Flure, Toiletten, ein weiterer Gruppenraum, ein Bewegungsraum, Aufenthaltsraum und ein Bereich für die Kindergartenleitung des insgesamt 14-köpfige Teams des kirchlichen Trägers der Einrichtung, der Rotenburger Michaelsgemeinde und des Kindertagesstättenverbandes Rotenburg-Verden. „Wir sind voll im Zeitplan“, sagt Stadtplaner Clemens Bumann, bei dem die Fäden der vielen innerstädtischen Vorhaben zusammenlaufen.

Vier Kita-Gruppen mit insgesamt 75 Drei- bis Sechsjährigen ziehen für ein Jahr vom Lönsweg in die Ahe. „Eine gute Lösung“, betont Bumann. Der Protest einiger Eltern, die sich gegen den Umzug gewehrt und die Informationspolitik der Stadt kritisiert hatten, ist mittlerweile verebbt. Es habe viele Gespräche gegeben, man arrangiere sich, heißt es nun. Rund 65.000 Euro muss die Stadt für die 13-monatige Miete der Container aufbringen, aktuell werden die Gesamtkosten der Kita-Übergangslösung auf rund 100.000 Euro geschätzt.

Nach dem Rotenburger Schützenfest Anfang August wird auch der Spielplatz für die Kinder nebenan im hinteren Bereich des Sportplatzes hergerichtet – wenn der Rasenbereich hinter dem Ascheplatz nicht mehr als Parkplatz benötigt wird. Der Bauhof wird dann die Spielgeräte vom Lönsweg dort aufbauen, und der Abriss des alten Kindergarten-Gebäudes aus den 60er-Jahren beginnt. Mit einem Jahr Bauzeit komme man gut aus, sagt Bumann. Einem pünktlichen Wiedereinzug zum Kindergartenjahr 17/18 stehe nichts im Wege.

„Die halbe Realschule steht derzeit leer“, sagt Bumann. Befürchtungen, Schule und Kindergarten kämen sich in die Quere, zerstreut er. Die Bereiche seien komplett voneinander getrennt. Auch dass nach den Ferien der nächste fünfte Jahrgang der Integrierten Gesamtschule (IGS) einziehe, sei kein Problem. Vier bis fünf Klassenzimmer, zwei Differenzierungsräume und ein eigenes Lehrerzimmer – alles verfügbar. Drei Jahrgänge der auslaufenden Realschule würden dann auch noch in der Ahe unterrichtet.

Zudem beginnt aktuell der Abriss und Umbau an der Geberstraße für die IGS. Ein Trakt der Hauptschule muss dafür weichen. In einem Jahr soll dort dann die siebte Jahrgangsstufe einziehen. Der schrittweise Aus- und Umbau bedeutet aber auch künftig weitere Verlagerungen.

Laut Bumann wird der nun neue fünfte Jahrgang der IGS im Sommer 2017 als Klassenstufe sechs an die Gerberstraße ziehen, die neuen IGS-Schüler kommen im Sommer 2017 erneut in der Realschule unter. Dann soll zwar der Container-Kindergarten wieder Geschichte sein, aber parallel zum Unterricht beginnt wohl der 4,5 Millionen Euro teure Umbau des gesamten Realschul-Gebäudes für die künftigen IGS-Stufen acht bis zehn.

Und es werden weitere Container bewegt. Denn das dritte große Bildungs-Bauprojekt der Stadt ist aktuell der Mensa-Neubau für die Schule am Grafel. Da an der Grundschule ab dem neuen Schuljahr ein Ganztagsbetrieb eingeführt wird und bislang gar keine Mensa vorhanden ist, steht das Projekt oben auf der Rotenburger Prioritätenliste.

Zunächst wird das Mittagessen aber in drei Containern gereicht, die derzeit noch an der IGS stehen und dort als Arbeitsplätze für das Lehrpersonal dienten. Die Stadtschule erhält dann im kommenden Jahr ihren Mensa-Neubau, die Kantor-Helmke-Schule folgt 2018. Mit dem Mensa-Neubau für die Realschule im Jahr 2019 sei das Ziel, alle Einrichtungen mit neuen Mensen zu versorgen, erreicht, hatte Bürgermeister Andreas Weber (SPD) zuletzt im Schulausschuss verlauten lassen.

Vom politischen Streit über die Projekte, der die Stadt über lange Zeit im Griff hatte, ist derzeit wenig zu vernehmen. Aber Bauamtsleiter Bumann bleibt vorsichtig: „Vielleicht wird der neue Stadtrat über die eine oder andere Maßnahme noch abstimmen wollen.“

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