CDU-Politikerin Mechthild Ross-Luttmann konzentriert sich auf Landtag und Ehrenämter

Die Ratsvorsitzende tritt nicht mehr an

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Mechthild Ross-Luttmann (CDU) und Gilberto Gori (SPD) bildeten seit Juli 2014 die Ratsspitze.

Rotenburg - Von Michael Krüger. So langsam geraten die Debatten in der lokalen Politik, wer auf den Listen für die Kommunalwahl am 11. September vertreten ist, in die heiße Phase. Spätestens am 48. Tag vor der Wahl um 18 Uhr müssen die Wahlvorschläge dem Wahlleiter vorliegen – also am Montag, 25. Juli. Ein sehr prominenter Name wird dann nicht mehr auf der Liste der Rotenburger CDU stehen: Mechthild Ross-Luttmann hat ihren Rückzug aus der Lokalpolitik angekündigt.

„Es war eine sehr schwere Entscheidung“, sagt die 57-Jährige. Vorstand und Fraktion seien über diesen Schritt informiert. Es sei aber keine Entscheidung gegen die Stadt, sondern für ihre anderen Ämter gewesen. Alles unter einen Hut zu bekommen, sei schlichtweg nicht mehr möglich gewesen. Insbesondere die Tätigkeit als Vizepräsidentin des DRK-Landesverbandes Niedersachsen, die sie im Dezember 2014 übernommen hatte, sei sehr zeitintensiv. Auch andere Ehrenämter wie die Kuratoriumsarbeit in den Rotenburger Werken oder im Diözesan-Vermögensverwaltungsrat und im Kirchensteuerrat der Diözese Hildesheim müssten mit Leben erfüllt werden: „Jedes Ehrenamt summiert sich.“

Und nicht zuletzt sei da ja auch noch ihr Hauptamt in Hannover, so die Unterstedterin. Seit 2003 sitzt sie für die Christdemokraten im Landtag, war von 2005 bis 2010 Ministerin für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit. Zu häufig sei es vorgekommen, dass sie wegen der Verpflichtungen in Hannover nicht an den Fraktions- und Parteisitzungen in Rotenburg habe teilnehmen können. Dass sie diesen Schritt nun gehen müsste, bedauere sie – vor allem deshalb, weil die lokale Sicht oft Anregungen für die Parlamentsarbeit in Hannover gegeben habe.

Ross-Luttmann hatte sich 2011 in den Stadtrat wählen lassen. Nach dem Bruch der rot-grünen Mehrheitsgruppe und dem Austritt von Erika Schumann-Mößeler sowie Mattina Berg aus der SPD-Fraktion übernahm sie im Juli 2014 den Ratsvorsitz von Berg.

Wie es in Hannover weitergeht, lässt die Juristin und Mutter dreier Kinder noch offen. Gespräche in der Partei werden nach der Kommunalwahl geführt, lässt sie verlauten. Vermutlich am 26. November wird die Landes-CDU dann während eines Sonderparteitags in Hameln ihren Spitzenkandidaten für die Landtagswahl, die spätestens am 14. Januar 2018 stattfindet, küren. Auch über weitere Namen dürfte dann diskutiert werden – zum Beispiel, ob sich eine ehemalige Ministerin noch einmal in der ersten Reihe positioniert oder dem Parteinachwuchs den Vortritt lässt...

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