In der Moderatorenrolle

CDU-Landratskandidat Marco Prietz startet mit „Zukunftsgespräch“ neues Online-Format

Marco Prietz (Mitte) spricht mit Martina Viets (v.l.) und Detlef Schröder sowie mit Heiko Kehrstephan (v.r.) und Silke Lorenz über die aktuelle Situation.
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Marco Prietz (Mitte) spricht mit Martina Viets (v.l.) und Detlef Schröder sowie mit Heiko Kehrstephan (v.r.) und Silke Lorenz über die aktuelle Situation.

CDU-Landratskandidat Marco Prietz spricht beim „Zukunftsgespräch“ mit verschiedenen Gästen. Die Teilnehmer der Auftaktfolge beschäftigten sich mit dem Thema Wirtschaft.

Rotenburg - Die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die Zukunftsfähigkeit der Region: Diese zwei Aspekte will CDU-Landratskandidat Marco Prietz in einem neuen Online-Format beleuchten. „Zukunftsgespräch“ heißt das Konzept aus dem Studio 10 in Rotenburg, das sich mit wechselnden Gästen und Prietz selbst als Moderator verschiedenen Bereichen widmet und online – live über die Homepage von Studio 10 und auf Prietz’ Facebookseite sowie im Nachhinein auf seiner Internetseite – zu sehen ist. Den Auftakt, der das Thema Wirtschaft im Mittelpunkt hatte, verfolgten zumindest auf Facebook zeitweilig bis zu 24 Zuschauer.

Neben Prietz saßen auf der Bühne des Studio 10 Detlef Schröder, Präsident des niedersächsischen Dehoga-Verbandes und Gastronom in Groß Meckelsen, Silke Lorenz als Vorsitzende des Bremervörder City- und Stadtmarketings, Heiko Kehrstephan, Vorsitzender des Rotenburger Wirtschaftsforums, und Martina Viets vom gleichnamigen Heizungs- und Sanitärunternehmen in Scheeßel.

Blick auf die aktuellen Befindlichkeiten

In der ersten Hälfte der auf eine Stunde angelegten Übertragung legte sich der Fokus vor allem auf die aktuellen Befindlichkeiten in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Dabei sah Schröder die Gastronomie auf einem guten Weg: „Die meisten werden aus dieser Zeit gut rauskommen. Allerdings dürfen wir Bars, Clubs und Diskotheken nicht vergessen. Grundsätzlich ist aber die Laune in den Betrieben gut, und die Gäste sind dankbar, dass es wieder losgeht.“

Einschränkungen durch Corona waren bei Viets kaum ein Thema: „Geschadet hat uns die Krise nicht“, so die Unternehmerin aus Scheeßel. Problematisch sei eher der Mangel an Mitarbeitern und Lehrlingen. „Wir brauchen Leute im Handwerk – auch in den leitenden Positionen.“ Sie hoffe, dass sich wieder mehr junge Menschen für eine Arbeit im Handwerk interessierten.

Bedeutend schwieriger stellt sich laut Lorenz die Situation des Einzelhandels dar. „Der Strukturwandel zeichnet sich in den Innenstädten schon länger ab, Corona hat das lediglich verstärkt“, erklärte sie. „Die Verlierer sind die Geschäfte in den Fußgängerzonen, und da müssen wir mit mehr Leerstand rechnen.“ Sie forderte daher mehr kluge Konzepte für den Einzelhandel: „Dafür müssen alle – die Kunden, die Geschäftsinhaber, die Immobilienbesitzer und die Politik – etwas tun.“ Eine Idee dazu ist laut Kehrstephan derzeit Thema im Rotenburger Wirtschaftsforum: Pop-up-Geschäfte sollen den Leerstand abfedern. „Es ist vielen deutlich geworden, wie gut wir es hier in einer Kleinstadt haben“, fand Kehrstephan.

„Zukunftsgespräch“ als Experiment

Des Weiteren ging es um das Verhältnis zwischen den Wirtschaftsverbänden in Nord- und Südkreis – und um die der Größe des Landkreises geschuldeten Notwendigkeit für eine intensivere Wirtschaftsförderung in der Fläche. Kurz streifte die Runde zudem das Thema Klima. Kehrstephan, Geschäftsführer des Rotenburger Wachtelhofs, betonte: „Wir beispielsweise tun mit einem eigenen Blockheizkraftwerk und Solarpanels schon sehr viel, wir müssen das vielleicht noch mehr nach außen tragen.“ Darüber hinaus ging es um die Frage, wie sich Menschen in der Region halten lassen.

„Das ist ein Experiment“, hatte Prietz gleich zu Beginn erklärt. Ein geglücktes mit Blick darauf, Vertretern unterschiedlicher Interessensgruppen ein Forum zu bieten. Indes, als weiterreichende Entscheidungshilfe in Sachen Landratswahl eignete sich zumindest die Auftaktfolge nur bedingt: Prietz blieb konsequent in seiner Moderatorenrolle und beschränkte sich darauf, die Aussagen seiner Gesprächspartner lediglich bestätigend zu kommentieren. Am 28. Juni folgt um 20 Uhr das nächste „Zukunftsgespräch“, dann geht es mit Jörn Leiding, Vorsitzender des Kreissportbundes, und Kreisbrandmeister Peter Dettmer um das Ehrenamt.

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