Landrat Luttmann: „Vorbild an ehrenamtlichem Engagement“

Bundesverdienstkreuz für Hans Worthmann

Hans Wortmann (Mitte mit seiner Frau Erika) wurde von Landrat Luttmann das Bundesverdienstkreuz überreicht. - Foto: Bonath

Borchel - Hans Worthmann (76), ehemaliger Bürgermeister und später ehrenamtlicher Ortsvorsteher der 1974 in die Stadt Rotenburg eingegliederten Gemeinde Borchel, wurde am Samstag bei einer Feierstunde im „Gemeenschaftshus“ von Landrat Hermann Luttmann das vom Bundespräsidenten verliehene Bundesverdienstkreuz am Bande überreicht.

Worthmann, der in Borchel geboren wurde und in unterschiedlichen Bereichen ehrenamtlich gewirkt hat und noch heute tätig ist, von der Kommunalpolitik über die Stadtkirchengemeinde, über den Naturschutz, die Mitgliedschaft in der Feuerwehr bis hin zum Schützenverein, wirkt seit Jahrzehnten nach dem Prinzip: „Meckern ist wichtig – nett sein kann jeder.“ Und das Ganze, wie Landrat Luttmann feststellte, mit einem Schuss Freundlichkeit, Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und ein wenig sympathischer Bauernschläue. „Unsere Gesellschaft braucht gerade heute Vorbilder für ehrenamtliches Engagement. Jeder kann, jeder sollte einen Beitrag leisten“, so Luttmann. 

Der österreichische Sozialpädagoge Hermann Gmeiner habe einmal gesagt: „Alles Große in unserer Welt geschieht nur, weil jemand mehr tut, als er muss.“ Diesen Satz erweiterte der Landrat Luttmann: „Auch sehr viele Dinge bei uns auf örtlicher Ebene geschehen nur, weil es Menschen gibt, die mehr tun als sie müssten. Es sähe schlecht aus um unsere Gesellschaft, wenn alle nur Dienst nach Vorschrift leisten würden.“ Hans Worthmann habe sich in vielen Jahren in seiner Freizeit mit großem Engagement für die Menschen in Borchel eingesetzt. Deshalb sei es eine gute Entscheidung gewesen, dass Rotenburgs Bürgermeister Andreas Weber eine Ordensverleihung angeregt habe ebenso wie der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

Der Landrat skizzierte Worthmanns Leben: Nach der landwirtschaftlichen Ausbildung habe er 45 Jahre bei der Bundeswehr in der Lent-Kaserne gearbeitet und befinde sich seit zwölf Jahren im Ruhestand. Parallel dazu widmete sich Hans Worthmann seiner ehrenamtlichen Tätigkeit im kommunalpolitischen Bereich und auf anderen Ebenen. Mehr als 40 Jahre hat Worthmann die Geschicke der kleinen, heute 272 Einwohner zählenden Gemeinde Borchel geleitet. Luttmann: „Besondere Schwerpunkte waren Straßenbau- und Entwässerungsmaßnahmen, der Aufbau des Dorfgemeinschaftshauses, die Mitwirkung in der Friedhofsverwaltung und die Unterstützung des Feuerwehrwesens.“

Der so ausgezeichnete Hans Worthmann musste natürlich zahlreiche Hände schütteln und hörte eine Reihe anerkennender Würdigungen, unter anderem von Bürgermeister Weber, Nachfolger Uwe Ehlbeck, von Vereins- und Kirchenvertretern und einer Neubürgerin, die sich für die Herzlichkeit und Hilfe bei der Aufnahme durch die Borcheler und Hans Wortmann bedankte. - bn

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