Zehn Fragen an sieben Bundestagskandidaten

„Ehe für alle ist ein richtiger Schritt“

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Die Ehe für alle sorgte für viele Debatten in ganz Deutschland. Natürlich haben auch die sieben Bundestagskandidaten eine Meinung dazu.

Rotenburg - Von Jens Wieters. Und weiter geht es mit der Serie „Wir fragen – die Bundestagskandidaten antworten“. Alle haben eine Meinung zu dem Thema, das im Bundestag für Diskussionen gesorgt hatte, als er die sogenannte „Ehe für alle“ auf den Weg brachte. Ein Grund mehr für unsere Redaktion, die sieben Bundestagskandidaten des Wahlkreises 35 Rotenburg I / Heidekreis zu fragen:

Ehe für alle – richtig?

Lars Klingbeil (SPD): Definitiv. Das war vor wenigen Wochen eine sehr emotionale Entscheidung im Bundestag und ich bin sehr froh, dass es eine Mehrheit dafür gab. Kathrin Rösel (CDU): Es ist richtig, dass alle Partnerschaften, in denen Menschen füreinander dauerhaft Verantwortung übernehmen, gleichwertige Rechte und Pflichten haben sollten. Nicht für richtig halte ich es, wenn dieses Ziel in einem Akt reiner Symbolpolitik dadurch erreicht werden soll, dass der Begriff Ehe in der deutschen Sprache einfach umdefiniert wird. Das ist mir zu viel Ideologie und zu wenig tatsächliches Miteinander.

Hendrik Jürgens (FDP): Richtig. Punkt. Da gibt es für mich nichts zu diskutieren.

Ellen Gause (Grüne): Auch hier gilt, dass in unserem Land jeder so leben kann, wie er oder sie es für richtig halten, solange er dadurch nicht in die Rechte anderer eingreift. Was ist aber daran falsch, wenn Menschen sich versprechen, füreinander da zu sein und sich zu helfen? Das sollte der Staat auch entsprechend honorieren und anerkennen.

Agnes Hasenjäger (Linke): Ja, wenn zwei Menschen sich helfen und gegenseitig füreinander einstehen wollen – warum nicht?

Günter Scheunemann (Freie Wähler): Die Freien Wähler wenden sich klar gegen jede Form von Homophobie. Wir fragen uns, ob die Einführung der Ehe für alle nicht ein gigantischer Ablenkungsversuch der Merkel-Maas Administration war. Nur wenige Stunden nach diesem Beschluss wurde das Netzwerkdurchsetzungsgesetz durchgepeitscht, das alle Menschen betrifft. Bei der „Ehe für alle“ waren 623 Abgeordnete anwesend. Bei der Abstimmung zum Netzwerkdurchsetzungsgesetz waren es nur noch um die 40 Parlamentarier Die Ehe für alle ist auch kein absolutes Novum, als was es verkauft wurde, da es die eingetragene Lebenspartnerschaft schon länger gab.

Michael Stewart (AfD): Der Unterschied zwischen eingetragener Lebenspartnerschaft und Ehe besteht im Adoptionsrecht. Es ist die Pflicht von Personen in verantwortlicher Position, die signifikante Auffälligkeit zwischen männlicher Homosexualität und Pädophilie sachlich zu betrachten und auch offen zu thematisieren. Kinder dürfen keinesfalls einem erhöhten Missbrauchsrisiko ausgesetzt werden.

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