Zu Besuch in der Wachtelhof-Küche

HSV in Rotenburg: Ein Bundesligist beißt sich durch

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Daniel Rundholz ist der Küchenchef im Rotenburger Wachtelhof. Mit Fußballmannschaften hat er bereits einige Erfahrungen.

Rotenburg - Von Matthias Röhrs. Um 10 Uhr ist Abfahrt. Langsam rollt der Mannschaftsbus des Hamburger Sportvereins vom Parkplatz des Wachtelhofs, eine Handvoll Fans des Fußball-Bundesligisten machen Fotos, und ein Kameramann filmt aus dem Schiebedach eines Autos heraus. 

Noch bis Samstag ist der HSV zu Gast in Rotenburg – „Kräftesammeln für den Abstiegskampf“ ist die Devise. Einer, der in diesen Tagen für die Kräfte der Spiele mitverantwortlich ist, ist der Hotel-Küchenchef Daniel Rundholz.

Sollte der sogenannte Bundesliga-Dino diese Saison absteigen, soll es an Rotenburg und dem Landhaus Wachtelhof nicht gelegen haben, auch wenn letzterer einen ganz eigenen Stil der Motivation pflegt. So hat das Hotel in den Zimmern der Mannschaft Äpfel ausgelegt, die der englische Satz „We believe in you“ – „Wir glauben an euch –, die berühmte HSV-Raute und das Emblem des Wachtelhofs zieren. Mit einem Laser eingraviert, denn das Auge isst ja mit, und Vitamine sind wichtig.

Nichts Außergewöhnliches zum Frühstück

Obst ist ständiger Bestandteil der Mahlzeiten einer Fußballmannschaft. Ansonsten kommt zumindest morgens eigentlich das auf den Tisch, was in vielen Haushalten ebenso üblich ist. Kaffee, Säfte, Brötchen, Vollkornbrot, Käse, Müsli, Zerealien – „nichts Außergewöhnliches“, sagt Rundholz. Ein Hotelfrühstück eben. Aber frisch müsse es schon sein.

„Klar, erst mal waren wir überrascht“, so Rundholz. Die Ankündigung am späten Dienstagabend, dass der HSV nun sein Trainingslager in Rotenburg abhält, war zwar kurzfristig, aber nichts, was ihn aus der Ruhe bringen kann. 

„Wir wissen ja mittlerweile, was Fußballmannschaften wollen“, sagt der Küchenchef und spielt an auf das Trainingslager der Hamburger vor zwei Jahren, das Nationalteam von Trinidad und Tobago, das während der Weltmeisterschaft 2006 in Rotenburg residierte, und dem FC Bayern München – einer weiteren Bundesligamannschaft – der früher ebenfalls gelegentlich an der Wümme Station gemacht hat. Und der Ablauf bei den Teams, sagt Rundholz, sei stets der gleiche.

Gespräch mit dem Mannschaftskoch

Man könne sich auf Mannschaften verlassen. „Sie sind sehr diszipliniert und legen Wert auf einen geregelten Ablauf.“ Das Vertrauen des Klubs auf der anderen Seite sei auch da, nur einmal habe er im Vorfeld des laufenden Trainingslagers mit Mannschaftskoch Mario Mosa telefoniert. 

Die Essenz des Gesprächs: Der HSV solle „Sportlernahrung“ bekommen. Unter Köchen sei man „auf Augenhöhe“, Vorgaben habe es bis auf diese kaum gegeben. Vor der Anreise der Hansestädter hat sich Rundholz noch einige Gedanken über den Speiseplan gemacht und sie Mosa vorgeschlagen. Keine Einwände.

Mittags gibt es also vor allem leichte Kost. „Viel Salat mit verschiedenen Sprossen“, sagt Rundholz. Dazu reichhaltiges Gemüse, Fisch, Geflügel – Hauptsache nicht zu fettig, „darauf müssen wir achten“. Ein voller Magen trainiert nicht gerne. Auch ein Nudelgericht muss immer dabei sein, der Kohlenhydrate wegen. Am Nachmittag gibt es zur Kaffeezeit trockenen Kuchen. Auch Erdbeeren seien zurzeit sehr beliebt. Auch das Abendbrot unterliegt diesen Vorgaben. Wobei: Am Donnerstag hat die Mannschaft gegrillt.

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