Bürgerversammlung in Waffensen / Hartmut Leefers informiert über den Stand der Dinge

Bauland „Zur Ahe Nord“: Endgültiges Ja fehlt

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Ortsbürgermeister Hartmut Leefers (l.), Kindergartenleiterin Laura Brandes und Stadtplaner Clemens Bumann nehmen zu wichtigen Fragen Stellung.

Waffensen - Waffensen soll künftig zu keiner Schlaf-Ortschaft für Pendler werden. Darauf wies Ortsbürgermeister Hartmut Leefers (CDU) am Dienstagabend im „Eichenhof“ während der Bürgerversammlung hin. Waffensen, so Leefers, sei inzwischen auf etwa 800 Einwohner geschrumpft, Ziel müsse jedoch bleiben, die Zahl wie vor 20 Jahren auf etwa 1000 Bürger zu erhöhen. Zu viel hänge davon ab: Der „lebende“ Ort, der Fortbestand von Schule, Kindergarten und das Mehrgenerationenhaus. Deshalb kommt dem Bebauungsgebiet „Zur Ahe Nord“ mit seinen 13 Bauplätzen eine so große Bedeutung zu.

Der Bürgermeister: „Wir benötigen dringend Zuwachs an Neubürgern, da zu befürchten ist, dass ohne sie der Erhalt der Grundschule und des Kindergartens gefährdet ist.“ Des- halb habe man sich gemeinsam mit der Agenda-Arbeitsgruppe zum Ziel gesetzt, Waffensen langfristig auf 1000 Einwohner anwachsen zu lassen.

Im Beisein des Rotenburger Bürgermeisters Andreas Weber (SPD) und von Stadtplaner Clemens Bumann machten die Waffensener in ihrer von mehr als 60 Bürgern besuchten Versammlung wieder ausführlich „Inventur“: Was hat die Gemeinde speziell im vergangenen Jahr erreicht, was ist geplant und dringend notwendig?

Zu Diskussionen und alternativen Vorschlägen kam es im Zusammenhang mit dem 1,4 Hektar großen Bauland „Zur Ahe Nord“. Interessierte Bauherren gebe es, noch fehle das endgültige Ja der Baugenehmigungsbehörde. Der Landkreis – die Information brachte Weber „frisch“ mit – bestehe jedoch auf das exakte Einhalten der Emissionswerte. Geruchs- und Lärmbelästigung, so die Forderung des Landrats, dürften die Marke nicht wie zur Zeit um etwa zehn Prozent übersteigen.

Ein anderer wichtiger Punkt: der geplante Neubau eines Feuerwehrgerätehauses. Wo soll das 450000-Euro-Gebäude stehen? Direkt am jetzigen Gerätehaus oder im Bereich des Sportplatzes? Ein anderer Vorschlag lautete, das Gebäude auf ein Grundstück in Richtung B 75 zu platzieren, um den Anfahrtsweg zum Gewerbegebiet „Hohenesch“, dessen Feuerschutz die Wehr Waffensen übernehmen soll, zu verkürzen. Entscheiden werden Orts- und Stadtrat, das Geld stehe zur Verfügung.

Leefers ging auch auf wichtige Ereignisse des vergangenen Jahres ein. Er nannte unter anderem das Kreisschützenfest, das Mehrgenerationenhaus, das inzwischen seit zehn Jahren besteht, und die erneuerte Orgel in der Friedhofskapelle. Außerdem bestehe die Bereitschaft, Flüchtlingsfamilien in den Ort zu integrieren.

Leefers, der mit den Mitgliedern des Ortsrats gekommen war, begrüßte darüber hinaus die Entscheidung, den „SuedLink“ unterirdisch zu verlegen. Die Hoffnung, auf einer 55 Hektar großen Fläche zwischen Waffensen und Hassendorf einen Bürgerwindpark mit Riesenwindrädern (Nabenhöhe 200 Meter) zu bauen, haben sich nach seinen Worten dagegen zerschlagen. Reinhard David, Geschäftsführer der Stadtwerke Rotenburg und selbst Waffensener Bürger: „Wir beobachten das Ganze weiter.“

bn

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