Bürgermeister Weber beschwichtigt: Alles im Rahmen des B-Plans

Radtke moniert Abholzung

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Der Grünen-Ratsherr ist angesichts der Abholzungen entlang der Glockengießerstraße irritiert.

Rotenburg - Schon wieder gibt es einen Brief vom Sprecher der Grünen im Rotenburger Stadtrat, Manfred Radtke, an Bürgermeister Andreas Weber (SPD). Nachdem er sich Ende der vergangenen Woche wegen eines seiner Ansicht nach gravierenden Verstoßes gegen den vom Rat beschlossenen Bebauungsplan und die getroffenen Festsetzungen im Neubaugebiet Stockforthsweg zu Wort gemeldet hatte, geht es nun um eine Abholzung in „Reinekes Park“.

Da ihm davon nichts bekannt gewesen sei, habe er sich vor Ort ein Bild gemacht. Zwei Personen seien dabei gewesen, sämtliche Büsche und kleinere Bäume zu entfernen. „Auf meine Nachfrage wurden mir als Gründe Müll am Wegrand und eine mögliche Wohnbebauung in der Nachbarschaft genannt“, so Radtke in seinem Schreiben an Weber. Außerdem soll die Aktion mit der Stadt abgesprochen sein. „Da nur noch die großen Bäume stehen, ist der Park als Lebensraum für Vögel weitgehend entwertet worden“, schildert der Grünen-Ratsherr die Situation. Mehrere Fragen richtete Radtke an Weber: „Ist es zutreffend, dass die Aktion mit der Stadt abgesprochen war? Hat die Stadt Kenntnis von möglichen Baumaßnahmen in unmittelbarer Nähe? Falls ja: Was hat die Entfernung der Gehölze innerhalb der Grünanlage damit zu tun?“ Außerdem möchte er wissen, welchen Grund es für die offensichtliche Eilbedürftigkeit gibt. Darüber hinaus interessiere es ihn, welche Bedeutung die Nummern auf den verbliebenen Bäumen haben, so Radtke weiter.

Weber auf Nachfrage der Kreiszeitung: Das Grundstück sei in Privatbesitz und gehöre zu dem Bereich, auf dem ursprünglich C&A bauen wollte. Die Abholzung habe sich am Bebauungsplan orientiert, wonach alle Bäume weggenommen werden können, die weniger als 30 Zentimeter Durchmesser haben. Die Nummer seien an den eingemessenen Bäumen zu finden, die nicht gefällt werden dürfen.

In diesem Zusammenhang ging Weber auch auf die Problematik am Stockforthsweg ein. Es sei richtig und gefalle ihm auch nicht, dass die beauftragte Firma auf dem Grünstreifen zum Teil sehr grob vorgegangen sei. Witterungsbedingt seien die Voraussetzungen allerdings schlecht gewesen. Die Notwendigkeit für eine Vertragsstrafe sei aber nicht gegeben, und die Fällung einer der eingemessenen Eichen sei nach Abstimmung mit der Stadt erfolgt. Künftig, so Weber, werde er erstens dafür sorgen, dass ein solcher Vorgang in Absprache mit ihm selbst erfolgt. Zweitens versicherte er, dass er und seine Kollegen in der Verwaltung nun sensibilisiert seien und noch mehr als bisher ein Auge auf solche Vorgänge werfen würden.

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