Externer Wirtschaftsprüfer durchleuchtet wirtschaftliche Verhältnisse Rotenburgs

Bürgermeister hinterlässt geordnete Finanzen

Zwei Eurostücke
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Rotenburg steht finanziell gut da.

Rotenburg – Die Jahresabschlüsse für die Haushaltsjahre seit 2012 sind nach wie vor ein Thema in der Rotenburger Verwaltung. Dafür gibt es externe Hilfe. Zusätzlich hat sie jetzt Martin Bienen, einen externen Wirtschaftsprüfer, damit beauftragt, die wirtschaftlichen Verhältnisse der Stadt zu durchleuchten – kurz vor der Amtsübergabe nach den Kommunalwahlen im September an einen neuen Bürgermeister.

Und die sehen, nach aktuellem Stand, gut aus: „Sie haben sehr geordnete Finanzen in Rotenburg“, lobt Bienen während der Finanzausschusssitzung im Rotenburger Ratssaal.

Der Wirtschaftsprüfer ist schon seit vielen Jahren für die Stadtwerke Rotenburg tätig. Für die Stadt hat er seine Berechnungen aufgrund der Eröffnungsbilanz 2012 erstellt, die Vermögens- und Schuldenlage analysiert und die Daten fortgeschrieben. „Und ich glaube, dass wir da der Wirklichkeit für Ende 2020 sehr nahe kommen.“

Auf der Aktivseite lässt sich verbuchen, dass die Stadt über ein Gesamtvermögen von gut 126 Millionen Euro zum Zeitpunkt der Eröffnungsbilanz verfügt. Das meiste davon betrifft Sachanlagen. Dazu gehören beispielsweise das Kanalnetz und stadteigene Gebäude wie Schulen. Langfristige Anlagen also. Würde man es auf die Einwohner umrechnen, verwaltet die Stadt pro Kopf ein Vermögen von gut 6 000 Euro. „Sie haben sehr sparsam gewirtschaftet in den vergangenen Jahren.“ Dreiviertel des Vermögens seien selbst finanziert, eine „beachtliche“ Leistung, befindet Bienen. Damit sei die Stadt solide aufgestellt. Legt man seine Annahmen zur Fortschreibung der Eröffnungsbilanz zugrunde, verfügt die Stadt Ende 2020 über ein Gesamtvermögen von 168 Millionen Euro, also einen „echten Vermögenszuwachs“. Die Liquidität beträgt 13 Millionen Euro.

Es sind Zahlen, die ein positives Licht auf die Stadt werfen – und ein Grund dafür sind, warum Rotenburg bislang gut durch die Krise gekommen ist. „Sie müssen jedes Jahr drei bis vier Millionen Euro Überschuss erwirtschaftet haben“, so Bienens Erkenntnisse. Er spricht eine von Rat und Verwaltung vorausschauende Haushaltsplanung an. „Mit viel Kraft werden Sie durch die Pandemie kommen.“ Andere Kommunen seien seiner Erfahrung nach schlechter aufgestellt. Haushalterisch gesehen sei die Situation zwar gut, dennoch mahnt er an, weiter sparsam zu wirtschaften und „mit Augenmaß zu handeln“.

Es gibt Kommunen, die seien zwar schuldenfrei sind, doch bieten sie ihren Bürgern auch weniger. Rotenburg hat beispielsweise das Erlebnisbad Ronolulu und viele andere attraktive Ecken. „Straßen, das Bad, Schulen, das sind alles wichtige Investments“, so Bienen. Vorsitzender Heinz-Günter Bargfrede (CDU) warf die Pro-Kopf-Verschuldung der Stadt ein. Die liegt aktuell bei 730 Euro, bei Webers Amtsantritt noch bei mehr als 1 000 Euro. Im Ganzen hinterlasse der scheidende Bürgermeister Andreas Weber (SPD) mit dem Rat den Nachfolgern ein geordnetes Haus. Die Basis der Eröffnungsbilanz zu haben, war wichtig, um jetzt diesen Überblick zu erhalten. „Es sind alles Entscheidungen, die wir gemeinsam getroffen haben“, so Weber.

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