Neue Ideen für Dorfentwicklung

Mulmshorner Bürger blicken in die Zukunft

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Andreas Ackermann und seine Mitarbeiterin Elke Börner sammelten gemeinsam mit den Mulmshornern Projektideen für die Dorfentwicklung.

Mulmshorn - Von Farina Witte. Es gibt noch einiges in ihrem Ort, was die Mulmshorner gerne verbessern würden. Das hat sich bei der Ideenwerkstatt gezeigt, zu der Ortsbürgermeisterin Mattina Berg (SPD) und Projektplaner Andreas Ackermann eingeladen hatten. Die Bürger des Rotenburger Ortsteils möchten an dem Dorfentwicklungsplan von 2003 anknüpfen und weiterarbeiten.

In der Zeit von 2003 bis 2012 wurden in der Ortschaft bereits einige Projekte umgesetzt, darunter der Neubau des Feuerwehrhauses und der Bau des Hauses der Zukunft. Generell hat der Ort viele Stärken vorzuweisen. Eine gute Dorfgemeinschaft bildet sich nicht nur dank der vielen Vereine, sondern zeigt sich auch in der Dorfzeitung „Glindbusch“ oder dem „Bänkertreffen“, einem regelmäßigen Treffen einiger Mulmshorner. „Sie haben für ihre Plauderrunde extra eine Bank angeschafft“, berichtet die Ortsbürgermeisterin. Auch auf Veranstaltungen wie dem Hobbymarkt oder dem Osterfeuer kommen die Mulmshorner zusammen. Mit dem Haus der Zukunft haben sie für die Veranstaltungen und Vereine zudem einen geeigneten Treffpunkt. Einen hohen Stellenwert hat die Jugend in Mulmshorn, denn es gibt eine aktive Dorfjugend und einen Jugend-Bürgermeister.

Gleichzeitig mangelt es an aber an einer guten Busverbindung und Einkaufsmöglichkeiten. Die ärztliche Versorgung sehen die Mulmshorner ebenfalls als eine Schwachstelle. „Aber immerhin gibt es noch einen Hausarzt aus Gyhum, der hierher rauskommt“, erklärt Berg. Die vorhandene Struktur bekommt von den anwesenden Bürgern einige Minuspunkte. Lärmbelästigung durch die A1, schlechte Straßen und die Trennung des Ortes durch die Bundesstraße 71 schrieben sie auf die Kärtchen, die Ackermann auf die Wand mit den Schwächen gepinnt hat. 

Diese verbesserungswürdigen Punkte möchten ein Arbeitskreis, der sich bereits gebildet hat, und der Ortsrat nun angehen und verbessern. „Das Leitbild für die Dorfentwicklung könnte zum Beispiel lauten: ,Schaffung einer generationsgerechten Zukunft in einer intakten Landschaft mit guter Lebensqualität von Bürgern für Bürger‘“, schlug Ackermann vor. Der Landschaftsarchitekt sammelte Ideen für Projekte, die unter dieser Prämisse umgesetzt werden könnten. Ein Einkaufsladen, ein Bäcker oder ein Wochenmarkt könnten den Ort ebenso aufwerten wie die Schaffung neuer Bauplätze, öffentliches W-Lan und weitere Arbeitsplätze vor Ort. Eine bessere Bus- oder sogar Bahnverbindung liegt den Einwohnern sehr am Herzen. „Die Mobilität ist seit Jahren Thema“, meinte Berg. Noch könne das Problem zum Beispiel über Nachbarschaftshilfe geregelt werden. „Aber da müssen wir schon überlegen, wie wir mit dem Thema in Zukunft umgehen“, betont die Ortsbürgermeisterin.

Auch Maßnahmen, die den Ort als solches verbessern oder verschönern, wurden vorgeschlagen. Pflanzaktionen, die Überarbeitung der Ortstafeln und das Aufstellen eines Willkomensschildes gehörten dazu. Am 18. Juli trifft sich der 17-köpfige Arbeitskreis, um die Ideen weiterzuentwickeln. Gemeinsam mit dem Ortsrat versuchen sie dann, einige Projekte umzusetzen. Dazu, erklärt Ackermann, gehört auch, mögliche Fördermittel zu beantragen.

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