Neuer Verein will psychiatrische Versorgung verbessern und aufklären

„Bündnis gegen Depression“

Die Vertreter zahlreicher Institutionen und Unternehmen stehen für die Gründung des Vereins „Bündnis gegen Depressionen Rotenburg“ ein.

Rotenburg - Die Depression ist eine Volkskrankheit, die fast jeden sechsten Menschen im Laufe seines Lebens trifft. Das persönliche Leid der Betroffenen ist enorm hoch, ebenso wie der volkswirtschaftliche Schaden dieser Erkrankung. Daher hat sich in einer konstituierenden Sitzung nun unter der Beteiligung vieler Vertreter aus der Stadt und dem Landkreis Rotenburg ein regionales „Bündnis gegen Depression“ gegründet. Initiator des Bündnisses und Vorsitzender des Vereins ist Professor Carsten Konrad, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Diakonieklinikum Rotenburg.

Das „Deutsche Bündnis gegen Depression“, dem der regionale Verein in Rotenburg beigetreten ist, agiert laut Mitteilung an die Presse als ein bundesweit tätiger Verein mit dem Ziel einer besseren Versorgung für psychisch kranke Menschen. Die zentralen Botschaften des Bündnisses lauten: Depression kann jeden treffen, die Krankheit hat viele Gesichter, ist aber behandelbar.

Durch Aktivitäten in vier Handlungsfeldern soll vor allem eine Verbesserung der psychiatrischen Versorgung der Bevölkerung und damit eine Senkung der Suizidrate erzielt werden. Durch Öffentlichkeitsarbeit, Ausbildung von Mediatoren, Kooperation mit Hausärzten sowie erweiterte Angebote für Betroffene und deren Angehörige sollen diese Ziele erreicht werden.

„Durch unser Bündnis arbeiten unterschiedliche Kräfte zusammen. Wir gewährleisten so eine hohe Akzeptanz und breite Wirksamkeit des Programmes“, sagte Carsten Konrad. „Konkret bedeutet dies, mehr Verständnis für Betroffene zu schaffen durch Aufklärung, Schulungen anzubieten für Menschen in Schlüsselfunktionen und durch frühzeitige Behandlungsangebote die Heilungschancen für Erkrankte zu verbessern.“

Im Vorstand des Vereins engagieren sich Bürger des Landkreises mit verschiedensten Hintergründen, heißt es weiter. Neben dem Vorsitzenden Konrad und seinem Stellvertreter, Andreas von Glahn (Verein Tandem, Bremervörde) beteiligen sich unter anderem Susanne Briese (Superintendentin des Kirchenkreises Rotenburg), Iris Rehder (Ratsgymnasium, Rotenburg), Marco Tulodetzki (stellvertretener Vorstand der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde) und Jutta Wendland-Park (Vorsitzende der Rotenburger Werke) an dem Projekt. 

fio

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