„Bündnis Duale Berufsausbildung“: Ratsgymnasium wird Leuchtturmschule

Wie Weihnachten und Ostern an einem Tag

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Auf dem Weg in Richtung Arbeitswelt kann eine duale Berufsausbildung – wie zum Beispiel im Handwerk – auch für Abiturienten sehr interessant sein. Das Ratsgymnasium hat daher nicht nur die Studien-, sondern auch die Berufsorientierung fest im Blick.

Rotenburg - Von Guido Menker. Das Ratsgymnasium fühlt sich in seiner Arbeit zur Vorbereitung der Schüler auf die berufliche Ausbildung bestätigt. „Das ist wie Weihnachten und Ostern an einem Tag“, sagt Friedhelm Horn. Er meint den Brief der niedersächsischen Kultusministerin Frauke Heiligenstadt, der die Schule in diesen Tagen erreicht hat. Darin schreibt die Ministerin von der Absicht, im Rahmen des „Bündnis Duale Berufsausbildung“ Leuchtturmschulen und -projekte für die Berufs- und Studienorientierung zu benennen. Das Ratsgymnasium sei nun in den Kreis dieser „Leuchttürme“ aufgenommen worden.

Friedhelm Horn kümmert sich im Ratsgymnasium um die bislang noch nicht mit anderen Schulen vernetzte Berufs- und Studienorientierung und spricht von einem großen Gewinn für die Schüler, die die Aufnahme in das Bündnis mit sich bringe. „Ich verspreche mir davon neue Ideen und Anregungen, die wir bislang noch nicht auf dem Plan hatten“, so Horn im Gespräch mit der Kreiszeitung.

Dabei gebe es schon eine ganze Reihe von Projekten, die das Ratsgymnasium umsetze, um die Schüler eben nicht nur auf die Ausbildung an Universitäten und Hochschulen, sondern auch auf eine duale Berufsausbildung vorzubereiten. In der zehnten Klasse bekämen die Schüler einen ersten intensiven Kontakt mit der Agentur für Arbeit und absolvierten ein intensives vor- sowie nachbereitetes Betriebspraktikum. Darüber hinaus organisiere die Schule alle zwei Jahre Berufsinformationstage, an denen vor allem ehemalige Ratsgymnasiasten von ihrer eigenen Berufsausbildung berichten. Dazu gehört ferner eine kleine Messe. Der Besuch von externen Fachveranstaltungen gehört ebenfalls dazu. Auch die enge Kooperation mit dem Rotenburger Wirtschaftsforum („Schüler fragen – Unternehmer antworten“) lässt Horn nicht unerwähnt. Hinzu kämen Hochschulbesuche. Horn: „Der Prozess ist da – aber den kann man noch verstärken.“

Doch schon jetzt seien die Angebote zur beruflichen Orientierung eng mit zahlreichen Betrieben vor Ort verzahnt. Der Brief der Ministerin sei daher auch für sie eine Würdigung der bisherigen Arbeit, so Horn. „Es sind viele daran beteiligt.“

Künftig sollen auch diese Bemühungen noch mehr an Gewicht gewinnen – ganz so, wie es in unserer gestrigen Ausgabe auch der Geschäftsführer Ausbildung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Stade für den Elbe-Weser-Raum, Bodo Stange, gefordert hatte. Horn: „Es machen mehr Abiturienten eine Berufsausbildung im Betrieb als viele denken.“ Dennoch gebe es da noch Potenzial, das Schüler vielfach so noch nicht für sich erkennen.

Was auf das Ratsgymnasium künftig als Leuchtturmschule in diesem Bereich zukommt, wird sich vielleicht schon im kommenden Monat zeigen. Dann sind die Teilnehmer zu einer gemeinsamen Sitzung in das Kultusministerium eingeladen – vornehmlich Vertreter von Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen (IGS), wie es heißt. Erstes Ziel sei eine Vernetzung, schreibt Frauke Heiligenstadt in ihrem Brief.

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