Opulentes Musical im Ratsgymnasiums Rotenburg

Bühne frei für einen Zombie

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Klassiker aus Jahrzehnten der Rock- und Popmusik begleiteten das Theaterstück der Musikklasse von Petra Wolf.

Rotenburg - Von Manfred Klein. Ein besonderer Theater-Leckerbissen erwartete am Wochenende in zwei Vorstellungen die Besucher des Musicals „How to Save a Life“ (Wie man ein Leben rettet) der Klasse 10P2 des Ratsgymnasiums Rotenburg. Die Schüler der Musikklasse von Petra Wolf hatten in gut zweijähriger Vorbereitung ein opulent ausgestaltetes Theaterstück vorbereitet und einstudiert und nun meisterhaft zur Aufführung gebracht.

Livemusik, Schauspielerei, Drehbuch, Bühnenbild, Kostüme, Choreografie, Ton- und Lichttechnik sowie Plakat- und Flyergestaltung – all das lag in den Händen der Musikprofilklasse. Und: Während des Musicals schlüpften die Gymnasiasten wechselweise in verschiedene Rollen. So war Cornelius Rinck mal als blutrünstiger Zombie auf der Bühne zu erleben, wenig später saß er in der Begleitband hinter dem Saxofon oder am Keyboard. Tobias Postler fungierte in der Bühnenshow mal als Erzähler, dann als verkannter Liebhaber und schließlich als Gesangssolist. Heftiger Szenenapplaus von Vorhang zu Vorhang und stehende Schlussovationen, die gleich zwei Zugaben einforderten, waren auffälliges Zeichen dafür, dass den Eltern, Verwandten, Mitschülern und Lehrern gefallen hat, was da auf der Bühne, vor der Bühne und hinter den Kulissen geleistet worden ist.

Heilung eines Patienten misslingt

Nach Informationen von Petra Wolf soll in Kürze ein Mitschnitt des Videos schulintern erhältlich sein für all diejenigen, die keine der beiden Aufführungen erleben konnten beziehungsweise für Interessierte, die das Musical nach dem Live-Erlebnis noch einmal in Aufzeichnung genießen möchten.

Es beginnt mit einer Leiche. Doch der Thriller hat ein Happy End. Nach einer Zeitreise wird die Tote wieder zum Leben erweckt.

Und das ging in dem Musical ab: Ein kranker junger Mann hofft, durch seine Tante, eine vermeintlich geniale Wissenschaftlerin, von seiner unheilbaren Krankheit gerettet zu werden. Doch dabei geht etwas schief, der Mann mutiert zum unsterblichen Zombie und tötet aus Bluthunger als erstes mal seine Tante. In der nächsten Szene, Jahrzehnte später, wird die Leadsängerin einer Nachwuchsband tot im Proberaum aufgefunden. Ein Blutsauger war da offenbar am Werk. Die Musiker sind schockiert. Aber der Vampir unterhält sich mit den Künstlern via Handy und verschlüsselten Informationen und führt sie zur Lösung des Problems. 

Musik macht Geschehenes ungeschehen

Die Musiker unternehmen mit den Songs aus früheren Jahrzehnten Zeitreisen in die Vergangenheit, und sie haben und nutzen dabei die Möglichkeit, damals Geschehenes ungeschehen zu machen. Wie zum Beispiel die ungewollte Verwandlung des jungen kranken Mannes in einen Zombie. Die Toten werden wieder lebendig. Und nach einigen weiteren Songs ist die Welt im Musical komplett wieder heile. Und alle mögen sich. Oder auch nicht. Aber die Helden der Bühne sind die unsterblichen Stars der beiden Aufführungen in der Aula des Ratsgymnasiums.

Der Eintritt zum Musical war kostenlos. Um eine Spende am Ende der beiden Vorstellungen wurde gebeten. Nette Geste am Rande: Die Schüler haben beschlossen, den Spendenerlös der Tierhilfe Rotenburg zu schenken.

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