Baugebiet an der Brockeler Straße: Deckelung für zusätzliche Erdarbeiten ist vom Tisch

Stadt übernimmt Hälfte der Kosten

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Baugebiet an der Brockeler Straße: Die von den Bodenproblemen betroffenen Bauherren können jetzt mit einer noch größeren Beteiligung der Stadt an den Mehrkosten rechnen, die bei der Gründung der Bauvorhaben entstehen.

Rotenburg - Von Guido Menker. Der Rotenburger Stadtrat hat sich am Donnerstagabend auf eine neue Regelung zur Beteiligung der Stadt an den Mehrkosten für die Gründung von Bauvorhaben in den Neubaugebieten am Stockforthsweg sowie an der Brockeler Straße geeinigt. An der Brockeler Straße waren mehrere Grundstückskäufer auf Moorlinsen im Boden gestoßen, die für einen zum Teil erheblichen Mehraufwand führen, um überhaupt bauen zu können. Was die Kostenbeteiligung der Stadt betrifft: Die ursprünglich pauschale Deckelung ist jetzt vom Tisch.

Liegen die Mehrkosten unterhalb von 20000 Euro, zahlt der Eigentümer 10000 Euro aus eigener Tasche, den Rest übernimmt die Stadt. Liegen die Kosten für die Gründung – in einigen Fällen ist offenbar eine Pfahlgründung erforderlich – oberhalb von 20000 Euro, teilen sich Stadt und Eigentümer die Zusatzkosten. Eine pauschale Begrenzung für den städtischen Anteil gibt es nicht mehr, aber: Der Verkaufserlös der Stadt darf dabei nicht unterhalb des Buchwerts fallen. Es gibt also eine Obergrenze, aber die ist individuell von der Grundstücksgröße abhängig, wie Kämmerer Hans-Joachim Bruns auf Nachfrage erklärte. Hinter dem Buchwert stecke der städtische Aufwand für den Erwerb der Grundstücke, erklärte er. Im schlechtesten Fall endet die Bodenproblematik also damit, dass die Stadt mit dem Verkauf in Einzelfällen keinen Gewinn gemacht hat. Vor der Abstimmung – bei zwei Enthaltungen hat der Rat komplett für diese Regelung gestimmt – hatte Eike Holsten (CDU) an die Kollegen appelliert, sich für eine solche Lösung auszusprechen. Mit dem Ergebnis in dieser Form hatte er allerdings fast nicht gerechnet, wie er im Gespräch mit unserer Zeitung sagte. „Klar, ich freue mich über die Entscheidung des Stadtrates“, so Eike Holsten. Diese Entscheidung war übrigens kurz vor der Ratssitzung im Verwaltungsausschuss vorbereitet worden.

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