Stimmenabgabe schon möglich

Briefwahl boomt

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Für die Briefwahl hat die Stadt Rotenburg im Ordnungsamt auch einen Wahlraum eingerichtet. Dort können Bürger, die am Wahlsonntag (24. September) verhindert sind, schon jetzt ihre beiden Stimmen abgeben.

Rotenburg - Von Guido Menker. Birgit Lutz, Leiterin des Einwohnermeldeamtes im Rotenburger Rathaus, hat vorübergehend ein anderes Büro bezogen: Zurzeit ist sie im Ordnungsamt zu finden – dort kümmert sie sich noch bis zum 24. September um die Briefwahl in der Kreisstadt. Und sie hat jede Menge zu tun.

Innerhalb der ersten sieben Tage sind bereits mehr als 1240 Briefwahlanträge bei der Stadtverwaltung eingetroffen beziehungsweise persönlich eingereicht worden. Zum Vergleich: Bei der Bundestagswahl vor vier Jahren hatten insgesamt 1972 Briefwähler in der Kreisstadt ihre jeweils zwei Stimmen im Vorfeld des eigentlichen Wahltages abgegeben. Also: Briefwahl boomt.

Amt gibt dem Briefwähler einen Wegweiser an die Hand

Wer am 24. September nicht in Rotenburg oder etwa beruflich verhindert ist, muss auf die Teilnahme an der Bundestagswahl keineswegs verzichten – die Briefwahl macht die Stimmabgabe im Vorfeld möglich. Erforderlich sind dafür die Wahlunterlagen. Diese verschickt die Stadt auf Antrag. Diesen zu stellen, ist nicht schwer: Entweder füllt der Wähler die dafür auf der Wahlbenachrichtigung vorgesehenen Felder aus und schickt diese Karte an die Stadt, oder der Antrag erreicht die Mitarbeiter im Rathaus per E-Mail unter der Adresse wahlen@rotenburg-wuemme.de beziehungsweise per Fax unter der Nummer 04261 / 71300. Möglich ist das seit dem 28. August, erklärt Frank Rütter, Leiter des zuständigen Ordnungsamtes.

Mit den Wahlunterlagen erhält der Antragsteller auch einen kleinen Wegweiser für die Briefwahl, in dem genau erklärt ist, welche Spielregeln einzuhalten sind. So muss der ausgefüllte Stimmzettel – er ist vorgefaltet – in den blauen „Stimmzettelumschlag für die Briefwahl“ gesteckt werden. Dieser blaue Umschlag kommt anschließend zusammen mit dem Wahlschein in den hellroten „Wahlbrief“-Umschlag.

Birgit Lutz

Wer für die Briefwahl in das Rathaus geht, kann die üblichen Öffnungszeiten für seine Stimmabgabe nutzen – also montags mittwochs von 8.30 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr, donnerstags von 8.30 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr sowie freitags von 8.30 bis 12 Uhr. „Wer zu uns in das Rathaus kommt, sollte den Antrag auf Briefwahl auf der zugeschickten Wahlbenachrichtigung am besten schon unterschrieben mitbringen“, erklärt Birgit Lutz. Das spare Zeit. Zu finden ist das Briefwahl-Lokal in Raum E06 im Ordnungsamt.

Anonymität bleibt trotz statistischer Erhebung gewahrt

Die meisten Anträge auf Briefwahl erreichen die Stadt schriftlich – also von zu Hause aus. Birgit Lutz schickt daraufhin die Unterlagen raus und nimmt später dann auch die zurückgesandten Wahlunterlagen entgegen. Diese gehen dann weiter an den Landkreis, wo die Briefwahlen am Wahltag von 18 Uhr an ausgezählt werden.

Viele der Rotenburger Briefwähler werden sich vielleicht über Kennzeichnungen an der oberen linken Ecke des Stimmzettels wundern. Diese betreffen acht der 16 Rotenburger Wahlbezirke, in denen sie normalerweise ihre Stimmen abgeben würden, und dienen der „Durchführung der repräsentativen Wahlstatistik“. Das heißt: Wer aus einem der ausgewählten Wahlbezirke der Kreisstadt kommt, findet eine Kennzeichnung auf dem Stimmzettel für das Geschlecht sowie der jeweiligen Altersgruppe, denen die Wähler in der gesetzlich verankerten Statistik zugeordnet werden. Frank Rütter: „Die Anonymität des Stimmzettels bleibt selbstverständlich gewahrt.“ Seine Kollegin Birgit Lutz ergänzt, dass am Wahlsonntag selbst nur das Wahllokal in der Theodor-Heuss-Schule ebenfalls derartige Stimmzettel herausgibt. In Rotenburg gibt es diesmal 17.562 Wahlberechtigte.

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