Unfallschwerpunkte im Fokus

Elf Brennpunkte im Landkreis

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Der Kreisverkehr zwischen Verdener Straße und Mühlenstraße in Rotenburg gilt bei Unfallexperten als Brennpunkt.

Rotenburg - Von Matthias Röhrs. Wer in Rotenburg viel mit dem Fahrrad unterwegs ist, weiß es vermutlich aus Erfahrung: Am Kreisverkehr an der Verdener Straße ist Vorsicht geboten. Sieben Mal hat es dort im vergangenen Jahr gekracht, an fünf Unfällen waren Radfahrer beteiligt, vier von ihnen erlitten dabei Verletzungen. Der Kreisel gilt damit als Brennpunkt.

Mit diesem und zehn anderen sogenannten Unfallhäufungspunkten hat sich nun die Unfallkommission des Landkreises Rotenburg beschäftigt. Rund 20 Vertreter von Polizei, Landkreis, Kommunen, Fachbehörden, Verkehrswacht und ADAC berieten, durch welche Maßnahmen gefährliche Streckenabschnitte künftig sicherer werden können. Insgesamt 5 911 Verkehrsunfälle hat die Polizei 2015 im Kreisgebiet gezählt. Laut den Beamten ist das der höchste Wert seit zehn Jahren. Dieser Anstieg ist mit benachbarten Landkreisen vergleichbar, so Rüdiger Radtke, der bei der Rotenburger Polizei das Sachgebiet Verkehr leitet. Vergleichbar sei auch, dass sich nur wenig kritische Unfallstellen herauskristallisiert haben, verteilt über das ganze Gebiet.

Als Brennpunkte zählen dabei Stellen, an denen es in einem Jahr zu fünf Unfällen gleicher Ursache gekommen ist. Sollten dabei Menschen verletzt werden, spricht die Kommission bereits bei drei Unfällen mit Schwerverletzten von einem Schwerpunkt.

Wie nun die Brennpunkte entschärfen? Beim Beispiel des Kreisels an der Verdener Straße soll ein Ortstermin einen Lösungsentwurf bringen. An anderen kritischen Stellen im Landkreis sind die Experten bereits konkreter. So sollen zum Beispiel an der Kreuzung Alter Kirchweg/Westumgehung in Bremervörde mithilfe von neuen Markierungen Unfälle verhindert werden – wie auch auf der Landesstraße 122 an der Einmündung zur Kreisstraße 119 bei Rhade.

Bauliche Veränderungen soll es zudem in Heeslingen geben. An der unfallträchtigen Kreuzung Marktstraße/Kirchstraße/Offensener Weg soll ab 2017 ein Kreisverkehr für Sicherheit sorgen. Häufig birgt auch die Fahrbahn Gefahr: So beschloss die Kommission in einem Kurvenbereich auf der L 122 zwischen Rhade und Rhadereistedt die Geschwindigkeit auf 70 Stundenkilometer bei Nässe zu begrenzen. In einer Kurve der K 112 bei Nartum sollen zunächst ein Gefahrenhinweis und Leittafeln die Situation verbessern. Langfristig streben die Experten eine Oberflächenbehandlung der Fahrbahn an.

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