Bremer Straße in Rotenburg: Empfehlung für Erweiterung

Der Verkehr bleibt Thema

Der Obi-Markt an der Bremer Straße möchte sich erweitern. Dazu müssen Pläne geändert und anliegende Mieter umgesiedelt werden.
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Der Obi-Markt an der Bremer Straße möchte sich erweitern. Dazu müssen Pläne geändert und anliegende Mieter umgesiedelt werden.

Rotenburg – In Rotenburg herrscht rege Bautätigkeit. Auch im Bereich des Weichelsees entlang der Bremer Straße wird sich in den kommenden Monaten und Jahren einiges tun. Zum einen sind die Verträge für den Beachclub „Strandgold“ unterzeichnet, den Investor Roland Nielebock eröffnen wird – schon im Sommer soll es losgehen. Auch auf der anderen Straßenseite, wo unter anderem der Obi-Markt steht, wird es Veränderung geben.

Und für das Vorantreiben selbiger hat sich der Rotenburger Planungsausschuss in seiner jüngsten Sitzung ausgesprochen: Einstimmig empfahlen die Mitglieder, die Änderung des entsprechenden Flächennutzungsplanes auf den Weg zu bringen.

Zuvor gab es aber noch Fragen zu klären. Die Erweiterung des Obi-Marktes mit den zusammenhängenden Veränderungen für das angrenzende Fitnessstudio sowie das Anglerheim als auch das Vereinsheim des Taubenzüchtervereins war an diesem Abend das Thema, worüber am längsten gesprochen wurde. Bürgermeister Andreas Weber (SPD) zeigte sich zufrieden, sprach von einer gemeinsam betriebenen Wirtschaftsförderung in zwei Bereichen am Weichelsee.

Auch mit dem Angelsportverein seien viele Gespräche geführt worden, denn für diesen müssen neue Möglichkeiten geschaffen werden. Alles zusammen sei „eine große Chance für den Weichelsee“, meint Weber, denn auf beiden Seiten der Straße tut sich einiges. Für den Bereich direkt am See wurde zudem ein neues Gutachten erstellt, das die Lärmauswirkungen geprüft habe. „Diese liegen innerhalb der Grenzwerte“, so Stadtplaner Clemens Bumann.

Für das Gelände rund um den Obi gibt es indes gute Nachrichten für die Eigentümer: Wesentliche Teile sind überplant, sodass die Erweiterung aus baulicher Sicht kein Problem darstellt. So ist alles bis zum Anglerheim bereits als gewerbliche Baufläche gekennzeichnet. Die Pläne müssten nur dahingehend erweitert werden, dass ein eingeschränktes Gewerbegebiet für den geplanten neuen Standort für das Highlight, gut 100 Meter weiter die Straße runter, ausgewiesen wird. Bestimmte Nutzungen wären damit dort ausgeschlossen, erläuterte Bumann eingangs. Also dürfte sich beispielsweise kein Gewerbe ansiedeln, das der Innenstadt schadet. Einen Architektenentwurf, wie der neue Markt oder das neue Fitnesscenter aussehen, gibt es bislang noch nicht.

Auf dem Grundstück, auf dem das Highlight künftig liegt, könnten auch die Taubenzüchter und Angler ihr neues Domizil aufschlagen. Der Parkplatz, der sich dort bereits befindet, wird auf jeden Fall bleiben. „Der wird auch gebraucht“, merkte Bumann an. Sollte es aus irgendeinem Grund dazu kommen, dass kein Fitnessstudio gebaut würde, könnten sich auch andere kleine Firmen durch die Änderung des F-Plans dort ansiedeln. „Der Bedarf ist da“, so Bumann.

Vor allem vonseiten der Grünen herrschte Redebedarf: So sei das Thema Verkehr an der Bremer Straße eines, das bei den weiteren Planungen im Blick behalten werden sollte. Der werde zunehmen und nicht nur Freizeitverkehr sein, sind sich Elisabeth Dembowski und Ekkehard von Hoyningen-Huene einig. Auch der Schwerverkehr werde im Zuge der Erweiterung sicherlich zunehmen. Dazu hätten auch einige Anwohner bereits Sorgen geäußert. Von Hoyningen-Huene sieht in dem Thema einen „Konflikt“, was er mehrfach betonte. Auch die Anzahl und Verteilung der Ein- und Ausfahrten könne Einfluss auf den Verkehr an der Straße haben. Eine Ampel, so Hartmut Eichhorn, könnte an der Einfahrt zur Otto-von-Guericke-Straße unerlässlich sein, wenn darüber Ein- und Ausfahrt hauptsächlich geregelt würden.

Um die Situation an der Bremer Straße angenehmer zu gestalten, könnte eine Temporeduzierung eingeführt werden, schlug Uwe Lüttjohann vor (SPD). Alles Dinge, die im weiteren Verlauf besprochen werden, die die Stadtverwaltung ebenfalls laut Bumann auf der Agenda hat. Ein entsprechendes Verkehrsgutachten könne darüber im weiteren Verfahren Aufschluss geben. Auch über Ausgleich wird noch gesprochen. Zwar sind die Flächen größtenteils bereits überplant, doch das vorgesehene Grundstück für das Highlight wird neu erschlossen – entsprechend muss der Eingriff in die Natur ausgeglichen werden.

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