Der Bremer Rathschor sorgt für einen erfüllenden Abend in der Rotenburger Stadtkirche

Kraftvoll und zart, differenziert und koloriert

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Ein Konzert mit hochkarätiger Besetzung erlebten die Besucher am Sonntagabend in der Rotenburger Stadtkirche.

Rotenburg - Eine wundervoll aufgeführte „Petite Messe solennelle“ haben die rund 80 Zuhörer am Sonntagabend in der Rotenburger Stadtkirche erlebt. Zu Gast war der Bremer Rathschor, der vier Solisten dabei hatte.

Das Konzert wäre ganz nach dem Geschmack des Komponisten Gioachino Rossini gewesen. In seiner Urfassung sind vier Solisten vorgesehen, allerdings nur acht Chorsänger. Etwa 70 hatte Bremens Chorleiter Jan Hübner mit in die Wümmestadt gebracht. Dagegen hätte Rossini mit Sicherheit nichts einzuwenden gehabt, wenn er die in sich so stimmige Darbietung miterlebt hätte.

Tief berührend dabei war das Solo von Bass Klaus Mertens, bekannt für seine herausragenden Interpretationen der Werke von Johann Sebastian Bach. Ausdrucksstark, mit einem Hauch von Bariton, füllte seine große Stimme die Stadtkirche und ließ einen nahezu vor Freude erschauern. Etwas ganz Besonderes wohnt diesem Sänger inne, der auf internationalen Festivals zu Hause ist. Ebenfalls bewegend und mit einer bedeutenden Fülle an Ausdrucksmöglichkeiten überzeugte die mehrfach hoch ausgezeichnete Sopranistin Nadine Lehner. Sie begeisterte mit einem Sopran, der in der Tiefe unvergleichlich gut klang. Hervorragend ergänzten sich Lehner und Waltraud Mucher, die für die Altstimme zuständig war. Zusammen erzeugten sie ein ganz eigenes, hervorragend harmonisierendes Klangbild, dem eine gewisse Wärme innewohnte.

Tenor Clemens Löschmann hauchte Rossinis Werk Leben ein, überzeugte und verblüffte stimmlich in seinem Solo im Gloria. zugleich, ein ganz eigenes, tief ergreifendes Klangspektrum.

Niemand konkurrierte, alles war ausgewogen und wundervoll ausgearbeitet sowie dargeboten. Die Messvertonung Rossinis, die eindeutig von dem Opernkomponisten gefärbt ist, brachte einen erfüllenden Abend in die Stadtkirche.

Instrumental gestützt wurde die „Petite Messe solennelle“ von zwei Klavieren (Liga und Lauma Skride) sowie einem Harmonium (Ryoko Morooka). Ein Konzert mit einer hochkarätigen Besetzung, die wohl kaum besser zu finden ist und von gut 80 Zuhörern in der Stadtkirche honoriert wurde.

bd

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