Bratwurst und Paella: Papa Boye & The Relatives bei der dritten Reggae Night

Karibik am Weichelsee

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„StrandHouse“-Chef Ulrich Schorpp ließ es sich nicht nehmen, in entsprechendem Outfit der Gäste der dritten Reggea Night am Weichelsee zu begrüßen.

Rotenburg - Von Maximilian Schuppe. Die Gäste im „StrandHouse“ können einen fröhlichen, lauen Sommerabend am Rotenburger Weichelsee mit karibischen Gefühlen, kühlen Cocktails und kulinarischen Angeboten erwarten, hieß es in der Ankündigung zur dritten Reggae Night mit Papa Boye & The Relatives. Mittlerweile steht fest: Es wurden ihnen nicht zu viel versprochen.

Zwar starteten Papa Boye und seine Relatives ihren Auftritt am Samstagabend bei der Reggae Night am Strandhouse mit einer 30-minütigen Verspätung, wirklich gestört hat dies jedoch niemanden. Die Gäste nutzten die Zeit, sich in entspannter Atmosphäre, bei dem ein oder anderen Kaltgetränk oder anderen kulinarischen Köstlichkeiten, zu unterhalten oder einfach den „karibischen Flair“ zu genießen. Die Kombination aus klassischem Grill mit Bratwurst, Nackenkotelett und Kartoffelsalat sowie frisch zubereiteter Paella ließ bei den Gästen wenig Wünsche offen und zeigte, wie einfach es ist, verschiedene kulturelle Einflüsse miteinander zu kombinieren. Für jeden war geschmacklich und letztlich, nicht ganz unentscheidend, auch musikalisch etwas dabei.

Denn als die Band schließlich loslegte, dauerte es keine Minute, ehe die ersten Gäste die Tanzfläche eroberten und so schnell auch nicht mehr verließen. Der musikalische Cocktail war bereitet, und es galt, ihn seitens des Publikums in vollen Zügen zu genießen. Von Lied zu Lied strömten immer mehr Gäste auf die Tanzfläche, und es ließ sich nur noch schwer jemand ausfindig machen, der nicht im Rhythmus begonnen hatte, mitzuwippen. Die Party wurde zum Tanzspaß für Klein und Groß.

Mit altbekanntem Roots-Reggae à la Bob Marley, modernen und klassischen Afro-Beats sowie karibischen Calypso-, Soul und Soca-Klängen elektrisierte die fünfköpfige Band das Publikum. Nach einer Stunde legten sie eine kurze Pause ein. Mit der Bitte „Please don´t run away“ verabschiedeten sich Papa Boye und seine Relatives fürs erste jedoch nur kurz von der Bühne, um nach einer rund halbstündigen Pause zurückzukehren.

Weggelaufen war bis dahin tatsächlich keiner, das Warten sollte sich gelohnt haben. Mit Bob Marleys Hit „No Woman No Cry“ ging es ins zweite Set, und das Publikum war nicht nur bewegungstechnisch enthusiastisch dabei, sondern konnte auch mit Textsicherheit und Gesangstalent überzeugen. Mit den Worten „Alles ist perfekt, die Stimmung ist unbeschreiblich, die Menschen sind fantastisch, Applaus an euch“ bedankte sich Papa Boye beim Publikum, ehe er Bob Marleys Hit „Buffalo Soldier“ anspielte. Mit dem Hit „I Shot The Sheriff“ wurde das zweite Set musikalisch abgerundet, und auch das letzte verkrampfte Tanzbein bewegte sich gelöst zur rhythmischen Musik. Nach einer Zugabe und unter tosendem Applaus verabschiedete sich die Band nach knapp zwei Stunden Spielzeit. Der Abend am Weichelse fand schließlich mit einem DJ für viele der Gäste seinen Ausklang.

Für Papa Boye & The Relatives war es bereits der dritte Auftritt bei der Reggae Night am „StrandHouse“ am Weichelsee, die seit 2002 zur Tradition geworden sei, erklärt dessen Betreiber Ulrich Schorpp, der selbst im Hawaii-Hemd und mit Rasta-Mütze unterwegs war. Seinen Gästen scheint die Mischung aus Bratwurst und Paella und dem damit verbundenen einmaligen „karibischen Flair“ in der Kleinstadt Rotenburg ebenfalls zu gefallen.

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