„Rotenburg impft sich“ in der Sparkasse am Mühlenende

2 000 Menschen boostern

Starten gemeinsam eine Impfaktion: Apotheker René Große (v.l.), Mediziner Peter Detje und Heiko Kehrstephan.
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Starten gemeinsam eine Impfaktion: Apotheker René Große (v.l.), Mediziner Peter Detje und Heiko Kehrstephan.

Rotenburg – Unter dem Motto „Rotenburg impft sich“ starten die Apotheke Große, das Rotenburger Wirtschaftsforum (RWF) und Mediziner Peter Detje eine Boosteraktion in den Räumen der Sparkassenfiliale am Mühlenende. Vom 28. bis 30. Dezember und in der Woche vom 3. bis 7. Januar, jeweils von 10 bis 18 Uhr, wollen sie zwischen 1 500 und 2 000 Menschen impfen.

„Die Schlagzeilen um die Omikron-Variante zeigen, dass wir damit genau richtig liegen“, sagt Heiko Kehrstephan vom RWF im Pressegespräch und erklärt: „Wir haben es ,Rotenburg impft sich‘ genannt, weil es eine Art Selbsthilfe sein soll. Wir wollen unseren Teil dazu beitragen, die Pandemie in den Griff zu kriegen.“

Apotheker René Große kritisiert, dass Arztpraxen zu wenig Impfstoff erhalten: „Es ist ein Versagen der Politik, wenn Ärzte pro Woche 30 Impfdosen von Biontech bestellen können, aber voraussichtlich nur zwölf erhalten. Wie damit 30 Millionen Menschen geimpft werden sollen, ist mir rätselhaft.

Kehrstephan erklärt, warum sich das RWF die Booster-Aktion initiiert: „Unsere Mitglieder haben Probleme, ihre Mitarbeiter geimpft zu bekommen. Es ist den Unternehmen aber sehr wichtig, sie zu schützen. So kamen wir auf die Idee, selbst eine Impfaktion ins Leben zu rufen. Die Lions haben am vergangenen Wochenende gezeigt, dass es machbar ist.“

Innerhalb von wenigen Tagen standen die Rahmenbedingungen. Die Sparkasse erklärte sich bereit, die Räume zur Verfügung zu stellen, in denen insgesamt drei Impfstationen eingerichtet worden sind. Neben Peter Detje haben sich Ärzte und weiteres medizinisches Personal trotz Urlaub oder freier Tage gemeldet und wollen die Aktion unterstützen. Dazu sind zahlreiche Mitglieder des RWF im Einsatz und besetzen zum Beispiel die Annahme. „Wir haben in dieser Woche schon alles eingerichtet und sind gut vorbereitet“, so Kehrstephan.

„Wir werden zunächst ausschließlich die über 30-Jährigen mit Moderna boostern. Das Vakzin bietet einen sehr guten Schutz gegen die Omikron-Variante“, ergänzt Detje. Im Laufe der ersten Woche wollen die Organisatoren dann prüfen, ob es machbar ist, in der zweiten Woche auch Erst- und Zweitimpfungen anzubieten. „Außerdem ist es durchaus möglich, dass wir die Zeiten noch ausweiten und zusätzlich eine Aktion am Sonntag anbieten werden“, so Kehrstephan.

Wer die Booster-Aktion nutzen will, kann sich ab sofort auf der Internetseite der Apotheke Große unter www.apotheke-grosse.de einen Termin sichern. Die Organisatoren bemühen sich um Moderna und Biontech. „Aber erst dann, wenn wir sicher wissen, wie viel Impfstoff wir erhalten, können wir auch entsprechend viele Termine freigeben“, erklärt Große.

Bei der Booster-Aktion gelte die aktuelle Empfehlung der Stiko: Bereits drei Monate nach der Zweiimpfung ist also die Auffrischung möglich. Peter Detje begrüßt die Entscheidung der Ständigen Impfkommission: „Wir brauchen schließlich den Schutz für die neue Virusvariante.“

Omikron werde dazu führen, dass beim Personal viele Ausfälle zu erwarten seien, glaubt Apotheker René Große. Unternehmen seien deshalb dazu angehalten, Notfallpläne zu machen, damit sie ihren Betrieb aufrecht erhalten können, selbst wenn die Hälfte des Personals fehle. „Wenn auch der zweifache Impfschutz wahrscheinlich nicht ausreicht, dann rennen etwa 70 Prozent der Menschen draußen herum, die vor Omikron nicht geschützt sind. Das wollen wir verhindern“, so Große.

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