Unterricht fällt aus / Spürhunde finden nichts

Bombendrohung an den BBS

Bombendrohung an den BBS Rotenburg: Die Polizei sorgt für die Räumung der Schule und riegelt sie ab.
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Bombendrohung an den BBS Rotenburg: Die Polizei sorgt für die Räumung der Schule und riegelt sie ab.

Rotenburg – Nach einer Bombendrohung ist am Montag der Unterricht an den Berufsbildenden Schulen (BBS) in Rotenburg ausgefallen. Die Drohung habe die Schule direkt erreicht, erklärte Polizeisprecher Heiner van der Werp. Aus ermittlungstaktischen Gründen wollte er keine Einzelheiten dazu nennen. „Die Ermittlungen laufen“, sagte er. Einen Hinweis auf den oder die Täter gab es zunächst nicht. Um 11.45 Uhr war der Einsatz beendet. Gefunden wurde nichts.

Fakt ist: Die Bombendrohung ist noch vor dem eigentlichen Unterrichtsbeginn – der ist um 7.50 Uhr – eingegangen. Eine entsprechende Meldung ist daraufhin an die Polizeiinspektion gegangen. Die Schule wurde sofort geräumt, Beamte riegelten den Komplex an der Verdener Straße komplett ab. Zwei Experten steuerten mit Sprengstoffspürhunden die BBS an und verschafften sich zunächst einen Überblick.

Dieser Hund durchsucht die Sporthalle.

Einer der Hundeführer stellte schnell fest: „Wenn wir alles absuchen sollen, brauchen wir mehr Hunde.“ Zunächst jedoch konzentrierte man sich auf die Sporthalle sowie auf den Werkstattbereich der Schule.

Dem Einsatz der Tiere war eine Information des Hausmeisters vorausgegangen, wonach die Schule am frühen Morgen noch so alarmgesichert war, wie man sie am Freitag verlassen hatte. Der Einsatzleiter der Polizei vor Ort nahm mit den beiden Hundeführern den Bereich zunächst unter die Lupe, ehe sie die Hunde hineinschickten. Heiner van der Werp: „Wir konnten davon ausgehen, dass niemand in die Schule gekommen war. Daher haben wir uns auf die Sporthalle sowie auf die Werkstätten und das Außengelände beschränkt.“

Die Experten verschaffen sich ein erstes Bild.

Mit dem Einsatz am Montag ist die Sache aber nicht erledigt: Jetzt gehen die Ermittlungen weiter, um den oder die Täter aufzuspüren, die die Drohung an die Schule gerichtet hatten. Der Polizeisprecher: „Es geht dabei um die Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung einer Straftat.“ Die Rechnung dafür kann sehr hoch ausfallen – von einer satten Geldstrafe bis hin zu einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren sei alles drin, so van der Werp. Im Nachgang würden nun viele Gespräche geführt; darüber hinaus habe man die Hoffnung auf Hinweise.

So banal, wie es auch klingen mag: „Welche Klausuren sollten an diesem Montag geschrieben werden?“ Auch das könne ein Ansatz sein, sagt van der Werp im Gespräch mit der Kreiszeitung. Die Motivlage könne weitreichend sein – vielleicht wollte sich jemand rächen, vielleicht wollte sich auch nur jemand wichtig machen. „Alles ist möglich und denkbar.“ Doch nach Ansicht von van der Werp könne es sich auch um einen „Dummer-Jungen-Streich“ handeln – der allerdings könnte am Ende „richtig teuer werden“.

Die Polizei behält vor der Schule alles im Blick.

Immer wieder hat es die Polizei im Landkreis mit derartigen Fällen zu tun. Im Juli in Visselhövede gleich zwei Mal binnen weniger Tage. Zunächst hatte die Oberschule per Bandansage eine Bombendrohung erreicht, einige Tage später hatten es vermutlich die gleichen Täter auf den Combi-Supermarkt in der Innenstadt abgesehen. Seinerzeit waren die Drohungen per Handy übermittelt worden – mit einer allerdings nicht zurückzuverfolgenden Prepaid-Nummer.

„Hier war es diesmal anders“, erklärte vor diesem Hintergrund der Polizeisprecher – ohne aber näher auf die Drohung selbst einzugehen. Nur so viel: „Die Übertragungswege spielen bei unseren Ermittlungen natürlich eine wichtige Rolle.“

Für die Schüler stand am Montag nun Distanzlernen auf dem Stundenplan. Informiert worden waren sie zuvor über die Lernplattform; die Schulbusse steuerten eine andere Schule an. Auch dort gab es dann die nötigen Informationen für die Schüler.

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